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Beim flüchtigen Hinschauen könnte man meinen, die gleichen Motorräder vor sich zu haben. Doch weit gefehlt: Die Dyna Street Bob und die Sportster XL 1200CB unterscheiden sich sehr stark. Wir beleuchten die Stärken und Schwächen der beiden.
Noch vor einigen Jahren wäre solch ein Vergleich von den Hardlinern der Szene nur mit einem Kopfschütteln bedacht worden. Eine Sporty mit einem Big Twin zu vergleichen, das war früher ein Sakrileg. Sporties waren Mädel-Mopeds – und damit basta!  Doch die Zeiten haben sich geändert, und die Sporties auch. Die Nightster hat den Anfang gemacht, die megacoole Forty-Eight hat seit ihrem Erscheinen zulassungsmäßig regelrecht Wände eingerissen. Die hippe mattschwarze Iron ergänzt das Portfolio attraktiver Sporty-Modelle perfekt nach unten. Nun hat Harley nachgelegt und bringt mit der 1200 Custom Limited Edition (XL 1200CB) ein Gerät mit halbhohem Apehanger, das in Natura überraschend erwachsen auf seinen Ballonreifen steht. Dabei ist sie eigentlich nur eine auf cool gemachte Variante der bereits seit Mitte 2011 bekannten 1200 Custom.

Am Heck unterscheiden sich die beiden am meisten: Die Sportster mit Kennzeichen über dem mittigem Rücklicht und Soziussitz

Vom Wesen und der Optik her – unsere Fotos beweisen es – kommt die 1200CB in ihrem ausschließlich mattschwarz lieferbaren Lack der sehr erfolgreichen Dyna Street Bob, die es ebenfalls in diesem sogenannten „Black Denim“ gibt, sehr nahe. Doch so verrückt das klingen mag: Damit hat es sich auch schon mit den Gemeinsamkeiten! Motor, Fahrwerk, Bereifung, Bremsen, … alles ist anders bei den beiden. Doch der Reihe nach!

Kapitel Motor    
Sporty-Enthusiasten werden nun sicher denken: ‚Jetzt wird’s ein bisschen unfair. Wie kann man einen 1200er mit einem 1600er Motor vergleichen.‘ Doch gemach, wir sind wirklich völlig unparteiisch. Beiden gemein ist lediglich das Motoren-Layout und die Arbeitsweise der Verbrennungsmaschine. Beide Bikes werden von einem V2 mit 45° Zylinderwinkel angetrieben. Bei beiden wird der Gaswechsel über zwei Ventile pro Zylinder gesteuert, der Twin Cam 96 der Dyna bewerkstelligt dies mit zwei untenliegenden Nockenwellen, die Sporty besitzt deren vier.

Oberflächlich betrachtet sprechen die reinen Fakten auf dem Papier  zwar für den Big Twin der Dyna, der aus 1.585 Kubikzentimetern Hubraum überschaubare 76 PS herausholt. Doch vergleicht man das mit den 67 PS, die die Sportster aus 1.202 ccm generiert, dann wird schnell klar, dass die Sportster eigentlich den deutlich effektiveren Antrieb besitzt. Beim Drehmoment das gleiche Bild. Wie nicht anders zu erwarten, drückt das deutlich hubraumstärkere Aggregat der Dyna mit 124 Newtonmeter 26 Nm mehr Drehmoment als die Sporty, doch auch hier erweist sich der 1.200er als effektiver. Hier die Erklärung: Unter Motorenentwicklern gilt die Faustregel: Ein Motor ist dann exzellent konstruiert, wenn er ein Zehntel dessen, was er an Hubraum besitzt, an Drehmoment liefert. Ein Motor mit 1.000 ccm sollte also im Idealfall 100 Nm aufbringen. Ein 900er Motor ist top, wenn er 90 Nm hat, ein 1.200er sollte 120 Nm stemmen usw. So die Faustregel. Rechnet man dies nun auf die beiden Probanden dieses Tests um, fehlen der Dyna 34,5 Nm aufs Optimum, der Sportster aber nur 22,2 Nm.

Sie sehen, auch hier erweist sich der Sportster-Motor sowohl in Leistung wie Drehmoment als der bessere, der effektivere Ottomotor. Und wenn man sich dann noch bewusst macht, dass die Sportster satte 45 Kilo weniger wiegt, wird jedermann deutlich: Motorseitig kann die Dyna zwar mit mehr Hubraum, mehr Leistung und mehr Drehmoment punkten, in der Fahrpraxis relativieren sich diese Vorteile aber annähernd gegen Null. Nicht umsonst gibt Harley bei beiden Modellen die Höchstgeschwindigkeit mit 190 km/h an. Für die Motorenwertung heißt das: mindestens Gleichstand …

Kapitel Fahrwerk
Hinsichtlich des technischen Prinzips des Fahrwerks geben sich die beiden nicht viel. Beide haben zwar unterschiedliche, konstruktiv jedoch ähnliche Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen, Zweiarmschwingen aus Vierkantstahlprofil, Telegabeln und je zwei Federbeine. Die Baugruppen der Dyna Street Bob sind alle eine Nummer größer, länger, breiter oder – wie im Fall der Telegabel – dicker ausgelegt. Auch hat sie einen um 11 Zentimeter längeren Radstand. ‚Die wird sich wohl träger fahren‘, könnte man jetzt denken, aber dem ist nicht so. Ausschlaggebend für die Dynamik ist die Bereifung. Hier bewiesen die Fahrwerksentwickler bei der Street Bob ein feines Händchen. Vorne ein schmaler 100er in 19 Zoll, hinten ein gemäßigter 160er im 17-Zoll-Format, das fährt sich wie ein Fahrrad. Sobald die Street Bob schneller als Schritttempo rollt, purzeln ihr die (vorhandenen) Kilos wie auf wundersame Weise vom Body.



Was das angeht, kann die (leichtere) Sportster nicht ganz mithalten. Auch sie ist gewiss nicht unhandlich. Jedoch die ballonartigen dicken 16-Zöller wollen vor einer Kurve zunächst ein bisschen in Schräglage gebeten werden, um dann gerne nach innen wegzukippen. Zudem hat die Sportster – verglichen mit der Street Bob – vorne wie hinten deutlich weniger Federwege. Das fahrtechnisch ausgewogenere Fahrzeug ist aus unserer Sicht die Street Bob, die Fahrwerkswertung geht deshalb an sie.     

Kapitel Bremsen
Beide Modelle kommen mit je einer Einscheibenbremse vorne und hinten. Beiden würde eine Doppel-Anlage vorne gut tun, was aus Kostengründen seitens des Herstellers auf taube Ohren stößt. An der Street Bob sind Scheiben mit größerem Durchmesser montiert, zudem beißt deren Vierkolben-Festsattelzange ein wenig besser zu als die Zweikolben-Schwimmsattelzange der Sportster. Die besseren Stopper kann die Dyna auch gebrauchen, denn wir erinnern uns, die Street Bob ist leer fast einen Zentner schwerer als die Sporty. Gut sind beide Bremsanlagen deshalb noch lange nicht, typisch Harley-Davidson eben: etwas indifferent, etwas harmlos – irgendwie luschig halt. Unser Tipp: Stets hinten kräftig mitbremsen, das schont die Nerven. Übrigens: ABS lässt sich optional nur für die Dyna ordern. Die Stotterbremse lässt sich die  Company mit 460 Euro Aufpreis vergüten. Unsere Kapitelwertung: Gleichstand auf niedrigem Niveau.



Kapitel Komfort und Ausstattung
Das Solositzbrötchen der Dyna ist etwas breiter geschnitten, große, will sagen schwere Menschen kommen damit besser zurecht. Immerhin, für die Sportster spricht, dass sie schon serienmäßig mit einer Soziussitzbank ausgestattet ist. Diese ist allerdings hinten recht schmal geschnitten, längere Fahrten als bis zum nächsten Café wird ein Sozius/eine Sozia darauf wohl nicht abreiten wollen. Abgesehen von den Steißbein schonenden, kommoderen Federwegen hat die 2.555 Euro teurere Dyna hinsichtlich Komfort in dem kleinen LCD-Feld des analogen Tachos einen digitale Drehzahlmesser-Funktion, eine Ganganzeige und – wirklich wichtig! – eine Restreichweitenanzeige zu bieten. Könnte man auf die beiden erstgenannten Zusatzfunktionen noch verzichten, eine Restreichweitenanzeige ist Gold wert – ein unbedingtes Muss! Und ein Minus für diejenige Maschine, deren Käufern man solch eine wichtige Funktion – wieder einmal aus Kostengründen – vorenthält. Und wer da glaubt, das kleinere Motorrad würde automatisch auch die niedrigere Sitzhöhe bieten, der irrt. Fahrer(innen) sitzen auf der größeren Street Bob 30 Millimeter tiefer als auf der Sportster, das ist eine halbe Welt. Mit 680 Millimetern Sitzhöhe (ohne Fahrer) sitzt man auf der Street Bob sogar 14 Millimeter niedriger als auf der Sportster „SuperLow“, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Die Kapitelwertung geht eindeutig an die Street Bob.



Fazit
Es ist uns durchaus bewusst, dass wir in diesem Test Äpfel mit Birnen vergleichen. Aber wir fahren solchen Tests ja nicht um unserer Willen. Kaum ein interessierter Leser hat die Möglichkeit, ähnliche Fahrzeugkonzepte wie diese so unter die Lupe zu nehmen wie wir. Zig Mal am Tag wechseln wir die Bikes immer wieder während der Testfahrten durch, um uns die Unterschiede in den zu betrachtenden Wertungskapiteln deutlich zu machen; denn nur im direkten Vergleich offenbart sich oftmals so mancher Unterschied. Nach Punkten hat diesen Vergleich die Dyna Street Bob gewonnen. Sie konnte einige Kapitel für sich entscheiden, die Sportster dagegen nicht. Was nicht heißen soll, dass diese Sportster nicht doch für etliche Interessierte das passendere Motorrad sein kann. Die Sporty ist spürbar leichter, verfügt trotz kleineren Motors über praktisch die gleiche Perfomance, sieht der Street Bob außerordentlich ähnlich und ist immerhin 2.500 Steine günstiger zu haben. Now, it’s your decision …
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