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„Fährt so was?“ wird sich wohl fast jeder fragen, der den Bagger von Rick’s zum ersten Mal zu Gesicht bekommt. Uns ging das nicht anders. Grund genug, das Teil zu testen, natürlich persönlich, live und in Farbe
Das Szenario sah wie folgt aus: Der Autor dieser Zeilen nahm im Juni am „Gallo Nero Run“ in der Toskana teil, der von Harley-Davidson  Deutschland organisiert worden war. Nach diesem Run traf sich dort inmitten des Chianti eine kleine, illustre Gruppe von Harley-Fahrern, um  zusammen zu Harleys großer 110th Anniversary-Party zu fahren. Mit dabei war Patrick Knörzer, besser bekannt als Rick von Rick’s Motorcycles. Ich sah zum ersten Mal den 30-Zoll-Bagger, den der Badener von München aus auf Achse über die Alpen chauffiert hatte. ‚Respekt!‘ dachte ich, und: ‚ Das kann ja heiter werden runter nach Rom.‘ Ich hatte durchaus Grund für diese Skepsis, denn all die krampfigen Fortbewegungsversuche von stolzen 30-Zoll-Frontwheel-Treibern, die ich bisher in Amerika beobachten konnte, waren eher Anlass zu kopfschüttelndem Spott. Und selbstredend übertrug ich die dort gemachten Beobachtungen eins zu eins auf das Exemplar von Rick’s.

Die Basis für diesen Umbau war eine 2013er H-D Road King

Die große Überraschung folgte am nächsten Tag auf dem Fuß. In unserem kleinen Tross gruppierte ich mich absichtlich hinter Rick ein, denn ich wusste, wir würden die nächsten sechzig, siebzig Kilometer über kleine, gewundene Straßen und Sträßchen fahren, bergauf und bergab, mal eng, mal großzügig weit, jenes wunderbare Geläuf, für das die Toskana bei Motorradfahrern so beliebt ist. Und gewünscht habe ich es ihm wirklich nicht, aber ich dachte, Rick geht auf diesen Strecken mit dem hüfthohen Vorderrad handlingsmäßig unter. Wie groß war deshalb mein Erstaunen, als der mitfuhr wie mit einem Serien-Bike. Ich konnte schier nicht glauben, was ich da sah. Zügige Rechts-Links-Passagen, enge Ecken, schnelle Bögen, das war alles total Banane für Rick. Und genau zu diesem Zeitpunkt entschied ich: Diese Gerät müssen wir unbedingt testen. Selbst fahren, um endlich zu wissen, was Dichtung und Wahrheit ist …

Gedacht, getan. Nicht auf der Tour nach Rom, wir fuhren Rick’s „Dirty Thirty“ hier in Deutschland auf unserer Hausstrecke, auf unserem Testparcour, der einen Anteil Highspeed-Autobahn genauso beinhaltet wie Landstraßen-Wedeln, Orts- und Stadtdurchfahrten, grottenschlechte Wegstrecken und dergleichen mehr. Und siehe da: Was sich in der Toskana schon angedeutet hatte, bestätigte sich voll und ganz: Dirty Thirty lässt sich fast so bewegen wie ein normaler Bagger. „Fast“ deshalb, weil in sehr schnell aufeinanderfolgenden Schräglagenwechseln, etwa beim Einfahren in einen Verkehrskreisel, dann doch etwas mehr Lenkimpuls vom Fahrer abverlangt wird als bei einem Normalo-Vorderrad, aber in Arbeit artet das nicht aus. Ich stelle an dieser Stelle fest: Jedes Bike mit einem fetteren Hinterreifen als 240 Millimeter lenkt sich unwilliger ein als dieser 30-Zöller. Mit Bedacht wurde für diesen Prototypen ein Hinterrad in der moderaten Breite von 180 Millimetern und 18 Zoll Durchmesser gewählt. Wie sich zeigt, harmoniert der „schmale“ Heckpneu ausgezeichnet mit dem riesigen 140er Reifen vorne, der gleichsam wie ein Gummiband auf dem selbstgefertigen Riesenrad sitzt.



Hinbekommen hat das Team um Rick die nachweislich gelungene Fahrwerksgeometrie, indem man sehr großen Wert auf den richtigen Lenkkopfwinkel und einen korrekten Nachlaufwert gelegt hat. Hierzu wurden umfassende Berechnungen angestellt und es wurde schnell klar, dass der Lenkkopf nicht nur komplett versetzt werden, sondern auch einen anderen Winkel erhalten muss.
Die Arbeiten hierzu sind ebenso rigoros wie unabdingbar. Auf Wunsch von Rick veröffentlichen wir an dieser Stelle keinen konkreten Zahlen und Werte (Zitat: „ … ich möchte der lieben Konkurrenz keine bebilderte Umbauanleitung liefern“), nur so viel: Rick’s Extrem-Umbau liegt mit lediglich 11 Millimetern mehr Nachlauf ganz nah am Wert der Serien-Bikes. Kleine Notiz am Rande: Bei unseren Testfahrten erwiesen sich die ebenfalls bei Rick’s gefertigten, 15 Zoll großen Bremsscheiben samt eigenen Sechskolbenzangen als deutlich besser als die Serienbremsen von Harleys Modelljahrgang 2013. Nicht so doll gefallen hat mir lediglich die am Testbike verbaute Luftfederung. Je nachdem, wie stark man per Bordkompressor aufpumpt, ist die Federung recht hart, macht man sie zu weich, geht massig Boden- und damit einhergehend Schräglagenfreiheit verloren.

Alles aus Rick’s eigener Produktion: Bremsen, Zangen, Tauchrohre, Rad

Großen Wert legt der Harley-Davidson-Vertragshändler verständlicherweise auf die Tatsache, dass alle Umbauteile über eine TÜV-Prüfung verfügen. Sowohl der umgebaute Rahmen wie auch die Gabel und das Vorderrad haben bereits den Segen der Graukittel. Grünes Licht also für all jene, die schon einmal mit solch einem Extrem-Umbau geliebäugelt haben, sich aber über die Legalisierbarkeit einerseits und vernünftige Fahreigenschaften andererseits nicht im Klaren waren. Rick’s kann beides liefern. Infos unter www.ricks-motorcycles.de        
Artikel aus der Ausgabe: 4/13
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Ausgabe 1/20 erscheint am 03. Jan
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