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Ihre Fans nennen sie liebevoll “Sporty”. Und für sie sind die Sportster nicht Einstieg, sondern die Erfüllung ihrer Wünsche. Wir testeten die all new Sportster 1200 Custom
Sporty-Liebhaber wollen ein Bike für alle Fälle, und diesen Anspruch erfüllt die “kleine Harley” zu hundert Prozent. Egal ob Landstraße oder Serpentinen, willig und freudig nimmt sie die Straße unter die Räder, zirkelt exakt durch die Kurven und zieht munter voran. Keine Bodenwelle oder Straßenflickerei bringt sie aus dem Konzept, die 1200 Custom hält auch unter widrigen Umständen die Spur. Die 2004er Version hat im Vergleich zum Modell der letzten Jahre zwar deutlich an Kilos zugelegt – nämlich nicht weniger als einen halben Zentner – diesen Winterspeck versucht Harley allerdings durch etwas mehr Leistung zu kompensieren. Das frisch überholte Evolution-Triebwerk bringt gut acht Pferdestärken mehr als das ihrer Schwester aus dem Vorjahr auf den Asphalt. Die nun knapp 67 Pferde jagen uns bei den satten 270 Kilogramm Leergewicht allerdings keinen ehrfurchtsvollen Power-Schauer über den Rücken. Doch bleibt festzustellen, daß die Sportster für ihren Einsatzzweck – und das wird in aller Regel cruisen, cruisen, und nochmal cruisen sein – mehr als ausreichend motorisiert ist.

Erwachsen: Ganz im Stile der Big Twins liegt der eigentliche Reiz der neuen Sportster-Generation nicht im nervösen Angasen. Ihre Stärken erschließen sich vielmehr beim ruhigen und souveränen Gleiten

Optisch fällt zum Vorjahresmodell eines sofort auf: Der "Handtuchhalter” fehlt. Dieses ehemals waagerechte Interferenzrohr verband bei den bisherigen Modellen die beiden Krümmer unter dem Luftfilter miteinander und verwehrte die Sicht auf die volle Pracht des luftgekühlten V2. Beim Modell 2004 ist dieses für die Leistungsentfaltung äußerst wichtige Bauteil wie bei den Big Twins hinter den Endtöpfen verschwunden. Stichwort Big Twins: Insgesamt kommt uns die neue Sporty deutlich erwachsener vor. Das hängt vielleicht mit dem neuen breiten Tank zusammen, der jetzt vernünftige 17 statt magere 12,5 Liter Sprit aufnehmen kann. Aber auch die übrigen Abmaße haben zugelegt. Die 2004er Custom ist um 3 Zentimeter länger, 5 Zentimeter breiter und 4,5 Zentimeter höher als die ehemalige. Auch der Radstand hat  – wenn auch nur um 1 Zentimeter – zugelegt. Erfreulicherweise behielten die Ingenieure aber die Sitzhöhe im Auge. Nur 668 Millimeter hoch thront des Cruisers Hinterteil nun überm Asphalt, immerhin sogar 2 Millimeter weniger als früher.    

Da steckt Leben drin
Also ab in den Sattel des Stahlrosses und los geht’s. In die Prärie, Richtung Westen, der untergehenden Sonne entgegen. Doch vorher muß die Sporty noch rückwärts am vollgeparkten Fahrradständer und einigen abgestellten Bikes vorbei jongliert werden. Dank der niedrigen Sitzhöhe reichen auch kürzere Beine sicher bis zum Boden und das Rangiermanöver gelingt problemlos. Sofort fällt auf: Die neue Custom hat eine völlig andere Sitzposition. Bequem, ergonomisch geht’s jetzt zu. Voll locker, die Sitzposition, echt cool. Da ist nix mehr mit “Vorverlegte suchen”, blind fuchtelnd mit den haltsuchenden Füßen. Das paßt jetzt, das sitzt. Schon im Leerlauf auf dem Seitenständer bietet sich dem Betrachter ein echtes Schauspiel. Der Motor rüttelt an den Silent-Blöcken, das es eine wahre Freude ist, zuzuschauen. Das Vorderrad hüpft dazu im Takt. Das macht Lust auf mehr.

Klack – der Gang ist drin. Erschrocken schaut mein zweirädriger Ampelnachbar auf seiner leise säuselnden Hokasuya zu mir rüber. “Was kaputt?” formen seine Lippen. “Nö, alles ok,” rufe ich rüber “muß so sein, ist doch ’ne Harley.” Die mechanischen Geräusche der amerikanischen V-Twins rufen bei den Fahrern japanischer Motorräder oft einen entsetzten Gesichtsausdruck hervor. Kein Wunder, denn wenn  deren Maschine jeden Gangwechsel mit einem deutlichen Klacken anzeigen würde, wäre ihr nächster Weg direkt in die Werkstatt. Doch bei der Sportster Custom ist das anders – da gehört sich das so, sie lebt halt einfach. Zwar ist der Evo-Motor bei der neuesten Generation modern gummigelagert und gibt seine Vibrationen nur noch gedämpft an den Piloten weiter, doch was oberhalb der Sitzbank ankommt, reicht für ein sinnliches Erlebnis allemal. Kein Vergleich mit dem durch Ausgleichswellen zwangsberuhigten Twin Cam in den Softails.

Die neue Sportster ist größer, schwerer, länger – nur die Sitzhöhe wurde geringer

Enspannter Ritt in den Sonnenuntergang
Beim Dreh am Gasgriff zieht die Sportster zügig an und zeigt schon im ersten Kreisverkehr, daß vorverlegte Fußrasten und Kurvenkratzen sich nicht zwangsläufig ausschließen. Auf der Landstraße steigert sich der Spaßfaktor noch ganz erheblich. Mal kurz an Elfriede im Astra  vorbei, für die Sporty kein Problem. 93 Nm Drehmoment sind zwar kein Spitzenwert für eine 1200er, zum entspannten Überholen reicht es aber allemal. Und überhaupt ist Entspannung das Zauberwort. Die jetzt deutlich zum Fahrer hin positionierte Fußrastenanlage und der ergonomisch günstig geformte Lenker erlauben eine sehr kommode Sitzhaltung. Ein wenig erinnert uns das an die Dyna Super Glide, lediglich die Füße sind bei der Custom-Sporty etwas weiter vorne plaziert. Bleiben wir beim Komfort: Die Federwege haben bei der neuen Generation deutlich zugelegt. Mußte die vormalige Telegabel noch mit schmächtigen 104 Millimetern Federweg auskommen, so hat die neue 141 Millimeter zur Verfügung, um ihre Arbeit anständig zu verrichten. Hinten wurde um gut 10 Prozent nachgelegt, 61 Millimeter sind aber immer noch nicht der Hit. Bei Beladung mit zwei normal großen  Mitteleuropäern ist der hintere Federweg schon fast im Stand aufgebraucht, auf kurzen, heftigen Wellen gehen die Federbeine allzu schnell auf Block. Immerhin sind die Soziusfußrasten nun nicht mehr wie in der Frühsteinzeit des Zweirads an der Schwinge angebracht, sondern haben eigene rahmenfeste Ausleger. Zum Thema Sicherheit: Was fährt, muß auch zum Stillstand kommen. Dazu hat Harley-Davidson zwar eine neue Generation Vierkolben-Schwimmsattelbremsen montiert, gegenüber den bisher verbauten Festsattelbremsen erschließt sich uns allerdings der Vorteil, den das bringen soll, nicht. Nach wie vor empfiehlt es sich, sofern man über nur eine Scheibenbremse vorne verfügt, ganz harleytypisch mit dem Hinterrad merklich mitzubremsen.  

Bei einer 1200er Maschine von „der kleinen Harley“ zu sprechen, grenzt an Ironie

Die größte Novität bei den neuen Sporties ist neben der wertigeren Anmutung die deutlich gestiegene Wirtschaftlichkeit. Die Company hat die Wartungsintervalle mit dem neuen Modelljahrgang von ehemals 4000 auf nunmehr 8000 Kilometer glatt verdoppelt. Das spart dem Eigner Zeit und gar nicht so wenig Geld. Zwar sind die Neufahrzeugpreise mit dem Modellwechsel um durchschnittlich rund 400 Euro gestiegen, doch diese Summe sind die Neuen allemal mehr wert und durch die verlängerten Service-Intervalle ist die Asche bald wieder amortisiert.

Fazit
Die neuen Sportster sind erwachsener, bequemer, besser verarbeitet, schöner und haben dazu noch doppelt so lange Wartungsintervalle. Der Werterhalt ist bei Harley sowieso konkurrenzlos hoch. Worauf warten Sie eigentlich noch?
H-D Sportster 1200 Custom
Typ: XL 1200 C, Modell 2004
Motor: H-D Evolution, 1202 ccm
Verdichtung: 10,0:1
Drehmoment: 93 Nm/3300 U/min
Leistung: 49 kW (66,6 PS) bei 5900 U/min
Zündung: Transistorzündung
Getriebe: H-D 5-Gang
Primär: Triplex-Kette
Sekundär: Belt
Rahmen: Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen
Schwinge: Zweiarm-Stahlschwinge, Vierkantprofil
Gabel: Telegabel
Räder: vorn 21” Speichenrad mit Dunlop 90-21, hinten 16 ” Scheibenrad mit Dunlop 150/80
Bremse vorn: 4-Kolben Schwimmsattel, eine Scheibe, gelocht
Bremse hinten: 2-Kolben Schwimmsattel, eine Scheibe, gelocht
Leergewicht: 270 kg
Tankinhalt: 17 Liter
Länge: 2275 mm
Radstand: 1520 mm
Sitzhöhe: 668 mm
Preis: ab 10.960 Euro
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