Modul inp - eng_banner nicht gefunden. Warning: include(): Filename cannot be empty in /var/www/vhosts/huber-verlag.de/cms.huber-verlag.de/files/templates/default/system/system_builder.php on line 68 Warning: include(): Filename cannot be empty in /var/www/vhosts/huber-verlag.de/cms.huber-verlag.de/files/templates/default/system/system_builder.php on line 68 Warning: include(): Filename cannot be empty in /var/www/vhosts/huber-verlag.de/cms.huber-verlag.de/files/templates/default/system/system_builder.php on line 68 Warning: include(): Failed opening '' for inclusion (include_path='.:/opt/plesk/php/5.3/share/pear') in /var/www/vhosts/huber-verlag.de/cms.huber-verlag.de/files/templates/default/system/system_builder.php on line 68
Mit der von Grund auf neu entwickelten „Scout“ erweitert die hundertprozentige Polaris-Tochter Indian ihr Modellprogramm nach unten ins mittlere Preissegment. DREAM-MACHINES hat der neuen „kleinen“ Indian bereits ausgiebig auf den Zahn gefühlt
Scout! Ein magischer Name für ein einst sehr erfolgreiches Motorrad. 1920 kam die erste Scout auf den Markt und sorgte fortan für Furore. Ob es die überaus erfolgreiche Renngeschichte der Werksmannschaft war, die Legionen von Steilwandfahrern oder die legendären Rekordfahrten des Neuseeländers Burt Munro, befeuert wurden diese Geräte alle von dem vergleichsweise kleinen Motor der Scout. Vergleichsweise klein bedeutete im damaligen Fall 598 ccm. Heutzutage darf es schon ein bisschen mehr sein. Im Gegensatz zu ihren großen Geschwistern Chief, Chieftain und Roadmaster, die aktuell von einem bulligen, 1811 ccm großen, luftgekühlten V2 angetrieben werden, kommt die neue Scout mit 1130 ccm Hubraum eher bescheiden daher. Die vom Hersteller verlautbarten 100 PS Spitzenleistung lassen dagegen aufhorchen.

Ziel der Designer war es, die Linie der historischen Scout möglichst gut zu treffen

Wassergekühlter 60°-V2
Woher holt dieser neu konstruierte V2-Motor der Scout seine vielen Pferde? Die Antwort leuchtet ein, wenn man weiß, wer den hochmodernen Motor entwickelt hat. Der lernte nämlich – ebenso wie der oben angesprochene luftgekühlte 1811er – bei Swissauto aus dem schweizerischen Burgdorf das Laufen. Die Jungs dort sind spezialisiert auf hocheffiziente Motoren und haben bislang neben vielen anderen Aggregaten auch reinrassige Rennmotoren entwickelt. Und das erklärt die eigentliche Überraschung, was die neue Scout betrifft. Ihr Triebwerk hat nämlich rein gar nichts mit der Urwüchsigkeit der luftgekühlten Drehmoment-Wuchtbrummen zu tun, die die großen neuen Indian-Chief-Modelle antreibt.

Der außen glattflächige, weil wassergekühlte Scout-Motor ist pro Zylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen bestückt, den Gaswechsel steuern vier Ventile pro Zylinder. In Tateinheit mit einem fast ultrakurzhubig ausgelegten Bohrung/Hub-Verhältnis (99 x 73,6 mm) wird schnell klar, dass dieses Triebwerk von Drehzahlen lebt. Das höchste Drehmoment von angegebenen 97 Nm liegt bei 5900 U/min an, bei 8500 Touren setzt der elektronische Begrenzer der Drehorgie eine Grenze. Der Motor ist dank einer mittig zwischen die Zylinder positionierten Ausgleichswelle mechanisch sehr laufruhig und hat trotz seiner 60 Grad Zylinderwinkel einen ordentlichen, V2-typischen Sound. Hochfrequente Vibrationen treten erst im Drehzahlbereich über 6000 U/min auf, doch in solchen Drehzahlregionen wird man sich im Alltag ohnehin selten aufhalten, weil der erstaunlich elastische Motor schon darunter alles bietet, was des Cruiserfahrers Herz begehrt.  

In der von uns getesteten US-Version klangen die Töpfe erfreulich, bei der EU-Version ist wohl der Zubehörhandel gefragt

Bummeln im letzten, relativ kurz übersetzten sechsten Gang funktioniert ruckelfrei ab einer Drehzahl von 2200 Umdrehungen, bei 2600 U/min fühlt sich das Aggregat aber spürbar wohler. Ab 3000 Touren spannt es langsam die Muskeln, deutsches  Landstraßentempo lässt sich mit gediegenen 3200 Touren umsetzen. Ab 4000 geht die Sache mit den 100 PS dann in eine nächste Runde, jedoch, im von rigiden Speedlimits gebeutelten Amerika, wo wir die Scout in den Black Hills ausgiebig fahren konnten, waren kurz mal 7800 Touren im fünften Gang drin. Mit umgerechnet 170 Sachen auf der Uhr standen wir dann aber beiden mit beiden Beinen in Guantanamo. Man kann es zu diesem Zeitpunkt nur aus langjähriger Testerfahrung heraus schätzen, aber 200 km/h Endgeschwindigkeit dürften durchaus drin sein. Dieser Wert ist allerdings eher von theoretischer Natur, denn null Windschutz und die cruisertypische Sitzhaltung sorgen dafür, dass man es in den meisten Fällen freiwillig bei zirka 160 km/h gut sein lässt …

Stabiles und agiles Fahrwerk
Erfreulich dabei: Das Fahrwerk der Scout ist richtig gut. Der sehr flach und gestreckt konzipierte Verbund aus kräftigen Leichtmetallgussteilen und einigen wenigen Stahlrohrkomponenten macht alles mit. Spurstabil wie ein ICE schnürte die kleine Indian über jedwede Asphaltkonfiguration, selbst Längsfräsungen, Schrägrillen und tückisch querende Bahngleise konnten die neue Scout nicht aus der Ruhe bringen. Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass sie sich im Kurvengeläuf sehr handlich gibt, flotte Schräglagenwechsel ohne Kraftaufwand haben ihr die Fahrwerkstechniker offensichtlich in die Wiege gelegt. Die beiden Bremsen sind gut, ohne jedoch Benchmarks zu setzen. Wer cruisertypisch hinten kräftig mitbremst, bekommt die vergleichsweise Fuhre in allen Lagen stressfrei verzögert.

Das Fahrwerk gab sich extrem spurstabil, selbst Längs- und Querrillen konnten es nicht aus der Ruhe bringen

Die recht konventionell und minimalistisch ausgeführten Federelemente (vorne Telegabel, hinten zwei billig verarbeitet wirkende Stoßdämpfer) verrichten ihre Arbeit gut bis zufriedenstellend, die Dämpfung kommt mit einem schweren Fahrer aber mitunter an ihre Grenzen. Die Schräglagenfreiheit ist genretypisch begrenzt, für flottes Surfen in den Black Hills hat sie aber locker gereicht, ohne ständig im amerikanischen Asphalt herumzukratzen. Am Handling und Grip der Reifen, die vom koreanischen Hersteller Kenda eigens für Indian produziert werden, gab es ebenfalls nichts zu meckern. 

Sitzposition passt
Die Sitzergonomie ist angenehm, die niedrige Sitzhöhe von 635 Millimetern korrespondiert perfekt mit dem weit nach hinten zum Fahrer hin orientierten Lenker und den gemäßigt vorverlegten Fußrasten. Die Fahrerhaltung passt universell für Körpergrößen zwischen 1,60 und 1,90 Meter, wobei sehr große Leute nicht wirklich gut auf der doch recht geduckten Silhouette der neuen Scout aussehen. 

In Europa wird die neue „kleine“ Indian ab dem Frühjahr 2015 ausschließlich mit ABS ausgeliefert werden. Wir haben die US-Version getestet, die ohne ABS auskommen muss. Dafür allerdings klingt die US-Version besser. Im Zuge der EU-Homologation werden hierzulande wohl so einige wohlklingende Dezibel in den zugestopften Dämpfern hängen bleiben. Hier ist die Zubehörindustrie gefragt. Bessere Lösungen, was die Stoßdämpfer und die nicht verstellbaren Handhebel angeht, stehen ebenfalls auf unserer Wunschliste. 

FAZIT
Mit 253 Kilo vollgetankt und einer niedrigen Sitzhöhe von 635 Millimetern kann die viel stärker motorisierte Indian Scout den Sportster-Modellen aus Milwaukee künftig ordentlich in die Suppe spucken. Das Motorrad ist in seinen Details liebevoll verarbeitet, besitzt eine stylische Optik und funktioniert ab Baubeginn in allen Belangen! Mit einem Preis von 12.990 Euro pokert Indian nicht zu hoch, schließlich bekommt man dafür ein wertiges Motorrad mit einem nach wie vor großen Namen. 
Artikel aus der Ausgabe: 4/14
Softail Bagger - Spektakulärer Umbau einer Softail zu einem Bagger 25.07.2014
Softail Bagger - Spektakulärer Umbau einer Softail zu einem Bagger
Arme lang …! Vergleichstest Indian Classic versus Indian Chieftain 25.07.2014
Arme lang …! Vergleichstest Indian Classic versus Indian Chieftain
Mini Road King - Fahrbericht der neuen Harley-Davidson Sportster XL 1200T 25.07.2014
Mini Road King - Fahrbericht der neuen Harley-Davidson Sportster XL 1200T
Pan European – Custombike von Bling’s Cycles aufgebaut für einen Deutschen 25.07.2014
Pan European – Custombike von Bling’s Cycles aufgebaut für einen Deutschen
An Tagen wie diesen – Die Harley Days in Hamburg waren wieder ein riesen Erfolg 25.07.2014
An Tagen wie diesen – Die Harley Days in Hamburg waren wieder ein riesen Erfolg
Ausgabe 6/19 erscheint am 08. Nov
Weitere Fahrtests Berichte
„Smart Customizing“ für die Indian Scout Bobber von WUNDERKIND-Custom 07.12.2018
„Smart Customizing“ für die Indian Scout Bobber von WUNDERKIND-Custom

Mit dem Umbau der Indian Scout Bobber zeigt der Breisacher Zubehörhersteller WUND

Blattfeder-Scout 04.01.2019
Blattfeder-Scout

Die neue Indian Scout ist ein dankbares Objekt für einen Umbau. Das beweist auch die …

Luftgespolsterte Griffe für Indian-Modelle bei Custom Chrome Europe 06.12.2018
Luftgespolsterte Griffe für Indian-Modelle bei Custom Chrome Europe

Custom Chrome Europe führt Luftkissen-Griffe von Avon.

Indian Scout - Aufwändiger Umbau von Styrian Motor Cycle 22.01.2016
Indian Scout - Aufwändiger Umbau von Styrian Motor Cycle

Diese Scout will nicht nur spielen, sie ist vielmehr auf Angriff gepolt. Ihr Erbau …

Turboaufgeladene Super Scout 15.04.2018
Turboaufgeladene Super Scout

Indian-Motorräder vereinen klassisches Design mit modernster Technologie. Diese Symb …

Geschichte der Indian Motorcycles 25.03.2010
Geschichte der Indian Motorcycles

Indian war stets der härteste Konkurrent von Harley-Davidson. Älter war die Fi …

Indian Scout Dragster „Appaloosa“ 04.07.2019
Indian Scout Dragster „Appaloosa“

Indian Motorcycle hat angekündigt, dass die Grand-Prix-Legende Randy Mamola in …

Magazine des Huber Verlages








Liebe Besucher, wir aktualisieren gerade die Technik unserer Website. Es kann daher sein dass in dieser Woche vermehrt Störungen auftreten.