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Die (Ur)-V-Rod wird nicht mehr gebaut. Das smoothe Gerät kam mit seinen weichen, runden Formen einfach zu feminin daher. Die verbliebenen Rods „Muscle“ und „Night Rod Special“ dagegen riechen förmlich nach Testosteron
Relativ spät erst hat Harley bei den V-Rods designmäßig die Kurve gekriegt. Viel zu lange wurde dieses stärkste aller Harley-Davidson-Motorräder in ein Gewand gesteckt, das zwar elegant, aber andererseits auch viel zu brav, zu gefällig, um nicht zu sagen zu seicht ausfiel. Keine Frage: Bei ihrer Vorstellung im Jahr 2001 gefiel die V-Rod vor allem wegen der herrlich gefinishten „Lackteilen“ in gebürstetem Aluminium Natur.

V-Rods sind die Powerbolzen der H-D-Familie

Doch dieser Innovations-Bonus verpuffte schon bald, denn wie im richtigen Leben, kann bloße Schönheit recht schnell langweilen. Viel wichtiger bei einem Motorrad ist, dass sein Aussehen seinem Charakter entspricht – oder wenigstens der anvisierten Fahrerzielgruppe in die Hände spielt. Wer sich für eine Harley entscheidet, die serienmäßig 125 bärig nach vorne preschende Porsche-PS auf den Asphalt rotzt, hat im positiven Sinne mit brav sein nichts am Hut. Wer stets straßenverkehrspolitisch korrekt durch die Republik gondeln will, sitzt auf einer V-Rod ohne jeden Zweifel auf dem falschen Gerät. V-Rods sind eindeutig die Unartigen unter den Harleys – genau das sollen sie sein, dafür werden sie gebaut.

Uns gefällt sie, die neue grelle Farbe: „Chrome Yellow with Black Graphics“

Indes, erst mit dem Erscheinen der Night Rod Special im Modelljahr 2007 verströmte dieser Power Cruiser endlich den „Böse-Bube-Charme“, den er von Anfang an verdient hätte. 2009 setzte das Design der „Muscle“ noch eins drauf. Verschwunden sind bei ihr die sanften runden Linien, ihre Flächen kommen markant kantig daher, Details wie die Luftfilterhutzenblenden sind bewusst technoid mit Sichtverschraubungen angeflanscht. Auch an der Gabel der „Muscle“ legten sich die Designer schwer ins Zeug. Schöner gemacht als dieses Frontend mit den stylischen Gabelbrücken, dem perfekt integrierten, massiven Lampenhalter und dem fein dazu komponierten Lenkerhälften-Ensemble kommt kaum eine Serienmaschine heutzutage auf den Markt – von ähnlich wertigen Lösungen bei der Ex-Harley-Tochter MV Agusta mal abgesehen.



Technisch hat sich für den neuen Modelljahrgang nichts getan bis auf die neuen Reifen, zu denen wir gleich kommen werden. Frische Farben gibt es und wir geben es zu: Trotz der Tatsache, dass wir glühende Verehrer von Harleys sinisterem Black Denim (Mattschwarz) sind, gefiel uns die hier gezeigte Muscle in sattem Gelb mit breiten schwarzen „Rallye“-Streifen auf Tank und Sitzbank ausnehmend gut.  



Warum jedoch die 2011er Roddies auf eine völlig neue Reifenmarke, oder konkreter gesagt, ausgerechnet auf diese Scorcher-Reifen von Michelin gestellt wurden, bleibt uns nach intensiven Testfahrten auf der Balearen-Insel Mallorca völlig schleierhaft. Zwar waren die V-Rods mit den bislang ab Werk verbauten Dunlops auch keine Ausbünde an Handlichkeit (beide Modelle werden ausschließlich mit einem 240/40-18-Hinterrad ausgeliefert), aber falls die Michelins vom Typ „Scorcher“ hier etwa einen Fortschritt in Richtung Handlichkeit, sprich leichtere, neutralere Einlenkbarkeit, bewirken sollten, so scheint zumindest dieses Entwicklungsziel ein gutes Stück in die Hose gegangen zu sein. Mit dem 2010er Jahrgang wieselten wir letztes Jahr nach einer gewissen Eingewöhnungszeit wie Schmitts Katze um die engen, teils sehr speziellen Wechselkurven im mallorquinischen Küstengebirge, und es war ganz gleich, auf welcher der beiden Modelle wir saßen. In diesem Jahr, mit den Scorcher-Reifen, wähnten wir uns auf völlig neuen Motorrädern – dies hier aber durchaus im negativen Sinne gemeint. Viel schwerfälliger als gewohnt präsentierten sich die 2011er Rods, wobei sich die „Muscle“, die mit 142 Millimetern einen deutlich längeren  Nachlauf besitzt als die „Night Rod Special“ (114 Millimeter), als besonders störrisch entpuppte. Zwar ist der Geradeauslauf bei dem riesigen Radstand und dem üppigen Nachlauf erwartungsgemäß hervorragend, aber wenn’s ums Eck gehen soll, wird es kräftezehrend. Die „Muscle“ verlangt vom Fahrer viel Arbeit beim Eingelenken, und auch in Schräglage (etwa in langen Kurven oder großen Verkehrskreiseln) muss die Fuhre ständig aktiv nachgedrückt werden, weil die Scorcher-Bereifung sich stetig aufstellen will. Solch notwendiger Kraftaufwand bei jeder Richtungsänderung haben wir von den bisher verbauten Dunlops jedenfalls nicht in Erinnerung.



Da wir aber wissen, dass die Firma Michelin sehr wohl in der Lage ist, hervorragende Motorradreifen zu bauen, werden wir der Merkwürdigkeit auf den Grund gehen, sobald der gestrenge Winter Tests hierzulande wieder zulässt. Wir werden eine „Muscle“ auf verschiedene Alternativ-Bereifungen stellen und Vergleiche fahren; die Ergebnisse können Sie in einem der nächsten Hefte nachlesen.       

Fazit
Die Rods sind inzwischen durch und durch ausgereift und in den neuen Farben attraktiver denn je. Die schon von Haus für Harley-Verhältnisse ordentlichen Bremsen lassen sich durch einen simplen Belagwechsel mit wenig Mitteln deutlich verbessern. Der Fall „tieferer Sinn der Neubereifung“ werden wir nachgehen und sicherlich Antworten finden. So was lässt sich schnell ausmerzen. Das Geilste zum Schluss: Man kann es kaum glauben, aber es ist so: Die Night Rod Special des Modelljahres 2011 ist satte 900 Euro billiger als im Vorjahr. Für die Ersparnis kann man den Bock versteuern und versichern und hat noch was übrig für etliche Gallonen Sprit.  
 

               

 
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