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Das Tuning von Milwaukee-Eight-Motoren nimmt langsam Fahrt auf. DREAM-MACHINES konnte kürzlich den derzeit weltweit stärksten Vierventil-Schlegel auf M8-Basis fahren
Allein die nackten Zahlen verursachen Hirnrauschen: 2300 Kubikzentimeter Hubraum, 147,50 PS und – Achtung festhalten – 238 Nm Drehmoment. Das ist das vorläufige Ergebnis, das die Firma Sohn Motorcycles aus Speyer mit seinem Hyper-TORXSTER-Kit aus dem Milwaukee-Big-Twin rausholt. Ziel der Vorderpfälzer war es, ein Zeichen zu setzen, die Spitze zu erklimmen, den bärigsten Motor ever zu bauen. Das ist ihnen gelungen.

Das ist der bislang kräftigste Motor auf Basis des Milwaukee-Eight

„Uns ging es überhaupt nicht darum, irgendeinen Motor zusammenzuschrauben, der zwar Spitzendaten liefert, aber nicht haltbar ist und alle paar Wochen kaputt ist. Deshalb haben wir, was das Material angeht, von Anfang an mit bekannten Größen aus der deutschen Tuningbranche zusammengearbeitet“, klärt uns Firmeninhaber Joachim Sohn auf. So stammen die von den Speyerern für das Projekt „M8 Overkill“ verwendeten Hochleistungsschmiedekolben beispielsweise vom oberbadischen Spezialisten Eckart Wössner, für die Kopfbearbeitung ist Alexander Kucis von MTeK verantwortlich. Das sind sehr gute Adressen, der Grundstein für Qualität und Haltbarkeit sollte somit gelegt sein.



Jahrzehntelange Erfahrung
„Wir haben uns lange Zeit gelassen bei der Entwicklung. Wir wollten keinen Schnellschuss, der möglicherweise nach hinten losgeht. Uns ging es um mechanische Standfestigkeit und Alltagstauglichkeit“, betont Joachim Sohn, der die Firma zusammen mit seinem Bruder Volker betreibt. Wer sich jetzt stirnrunzelnd fragt: „Sohn, der Name kommt mir doch bekannt vor …!?“, dem sei gesagt: Richtig, die beiden sind Brüder von Günther Sohn, der in Walsheim bis vor gut acht Monaten die Firma G&R besaß, diese aber verkaufte und jetzt seinen Ruhestand inmitten von Weinbergen genießt. Joachim ist mit seinem eigenen Geschäft in Speyer bereits seit mehr als drei Jahrzehnten tätig, vor 23 Jahren hat er sich dann auf die Marke Harley-Davidson spezialisiert. „Sag mal, wie bitteschön hält die Kupplung ein Traktordrehmoment von fast 240 Newtonmeter aus?“, frage ich vor meiner Testfahrt nach. „Gar nicht, deshalb haben wir uns der Sache angenommen und die Kupplung und den Primär entsprechend verstärkt“, kommt die prompte Antwort. Ihre Prämissen Haltbarkeit und Alltagstauglichkeit scheinen die Jungs also wirklich ernst zu nehmen.

Torxster ist ein eingetragener und somit geschützter Markenname

Und wie fährt sich so ein Hubraummonster? Die Antwort: Lammfromm, wenn man will! Tuckern in niedrigsten Drehzahlen … kein Problem. Schritttempo im Fahrerlager … eine kinderleichte Übung. Bummeln mit Stadttempo … mega souveräne Sache. Bis, ja, bis die Bestie losgelassen wird! Was dann passiert, sollten nur wirklich geübte Fahrer sich geben. Blitzartig fühle ich mich an die Story von Münchhausen erinnert, denn ich habe das Gefühl, auf einer Kanonenkugel zu sitzen. Der Vorwärtsdrang beim Durchbeschleunigen ist gigantisch, völlig wurscht, welcher Gang drin ist. Ab 2300 Umdrehungen stehen kolossale 220 Newtonmeter Drehmoment an. Noch im Dritten spüre ich, wie das Hinterrad durchdreht, oooh Mann, wie geil ist das denn. Selbst im letzten Gang drückt das Ding noch, als wäre das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Schnell wird aber auch klar: Dieser Motor ist um vieles schneller als sein Fahrwerk. Die Aerodynamik und die Gabelabstimmung der Softail Sport Glide sind für „200 km/h plus“ nicht gemacht, da gilt es, nachzubessern. Das Sohn-Team weiß das und hat auch schon ein paar technische Lösungen parat.

Understatement auf zwei Rädern
Dann noch ein erquickliches Erlebnis: Auf der berüchtigten vierspurigen „Hockenheimer Acht“ lauert mir ein junges Früchtchen auf. Er sitzt auf einer Yamaha R1, einer dieser Hypersportler, die fast 300 Sachen rennen. Plötzlich ist er nach der Auffahrt hinter mir. Es ist mir klar, was er im Schilde führt: Er will’s mir geben, er will mich richten. Was er nicht weiß, ist, auf welch einem Monster ich sitze. Und was er auch nicht weiß, ist, dass ich damit umgehen kann. Und erst recht weiß er nicht, dass ich mich ganz, ganz ungern von einem Motorrad überholen lasse! Machen wir es kurz: Ich habe ihn mit der „M8 Overkill“ abgeledert, genüsslich hergedroschen. Bevor der mit seiner Drehorgel geschnallt hatte, was Sache ist und zwei Gänge runterschalten konnte, war ich auf der mächtigsten Drehmomentwoge des V2-Universums längst uneinholbar davongeprescht. Herrlich, wenn sich Testosteron, Adrenalin und Dopamin in der Blutbahn vermischen.

Die wesentlichen Tuningteile des 2300-ccm-Kits stammen aus Deutschland, die Schmiedekolben z. B. von Wössner

Fazit
Es ist schwer zu beschreiben, was dieser Motor mit einem macht. Auf jeden Fall macht er gelassen. Es ist diese sagenhaft angenehme Gelassenheit, die sich nur dann einstellen kann, wenn man weiß, dass man motorisch völlig überlegen unterwegs ist. Andere Verkehrsteilnehmer jucken nicht, denn mit einem Zucken am Gasgriff sind sie Geschichte. Auch die richtige Gangwahl kann man fast vergessen, denn der 2,3-Liter-Hammer hält in fast allen Drehzahlbereichen mehr als genügend Punch bereit. Neben dem heftigen Angeblase hat mir fast am besten gefallen, wie gesittet sich der Motor bei langsamen Geschwindigkeiten gibt. Ich liebe Wölfe im Schafspelz!
www.sohn-motorcycles.de
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