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Die neue Road Glide Ultra ist die Inkarnation eines megadicken Tourendampfers. Doch das Riesengerät hält eine Überraschung parat
424 Kilogramm Leergewicht, inklusive Betriebsstoffe … das ist doch mal eine Ansage. Da werden im Vorfeld selbst die Knie eines gestandenen 100-Kilo-Mannsbildes ein wenig weich. Tatsächlich ist die Road Glide Ultra damit das schwerste Großserienmodell der Company. Selbst die mit allem Schnickschnack ausstaffierte Electra Glide Ultra Limited wiegt einen ganzen Putzeimer voller Wasser weniger. Und genau diese zehn Kilogramm Differenz gehen komplett auf das Konto der voluminösen Verkleidung der Road Glide. Diese ist – anders als die mitschwenkenden Batwing-Verkleidungen bei den Street- und E-Glides – rahmenfest, sprich starr montiert.

Nomen est omen: Die „Daymaker“-Scheinwerfer leuchten wirklich sehr gut aus

Das hat den Vorteil, dass keinerlei störende Einflüsse durch Fahrtwind oder Böen auf den Lenker wirken. Aber es hat auch Nachteile. Erstens ist die Verkleidung bleischwer, zweitens sitzt dieses Gewicht sehr hoch und sehr weit vorn, was sich negativ auf das Ein- und Auslenkverhalten auswirkt, und drittens fährt man irgendwie immer ein wenig vom Vorderrad entkoppelt durch die Lande. Die E-Glides mit ihren gabelfesten, sehr viel näher zum Fahrer hin sitzenden Verkleidungen bieten jedenfalls ein sehr viel direkteres, agileres Fahrgefühl. Wobei an dieser Stelle festzustellen ist (das ist die oben versprochene Überraschung), dass sich die Road Glide Ultra, gemessen an ihrem immens hohen Eigengewicht, erstaunlich behände dirigieren lässt.

Sobald der Riese einmal am Rollen ist, verflüchtigen sich gefühlte 100 Kilo irgendwo ins Nichts, die werden dann erst wieder beim nächsten Ampelstopp präsent. Stichwort Ampelstopp: Was Harley da seit der Rushmore-Offensive an Bremsen bietet, ist große Klasse. Die elektronische Bremskraftverteilung funktioniert richtig gut, über die Fußbremse kommt das schwere Trumm völlig problemlos aus allen Fahrsituationen zum Stehen. Nur mit der Hand zu bremsen, genügt in der Regel nicht, im Gegenteil, die Fußbremse, die anteilig auch auf die Vorderradbremse wirkt, ist eindeutig die Hauptbremse des Tourendampfers. 

Keine Angst, wir können das. Dem Test-Bike ist nichts passiert, aber das Foto zeigt, was so mit dem mächtigen Teil geht

Zum Motor: Wir haben vielleicht den Fehler begangen, zunächst die neue Fat Boy S mit ihrem 110-Kubikinch-Motor zu fahren, denn danach ist man für den 103er, der unsere Road Glide Ultra antreibt, versaut. Der Motor heißt zwar „High Output“, aber das ist im Vergleich zum brachialen 110er dann doch eher Marketinggetöse. Das brave Ding müht sich redlich mit dem vielen Gewicht, von quicker Performance kann aber keine Rede sein. Umso erstaunlicher ist, dass Harley-Davidson den großen Motor in zwei Softails steckt, die viel schwe­reren Tourer müssen aber mit dem 103er auskommen. Der langen Rede kurzer Sinn: Der wunderbar kräftige 110er gehört in alle Big Twins, erst recht in die Tourer.

Apropos Touren: Genau dafür ist die Road Glide Ultra geschaffen. Endlich hat Harley den unseligen Quatsch mit zehn Zentimeter hohen Scheiben sein lassen und der Ultra eine genügend hohe Scheibe spendiert, sodass auch größere Fahrer in den Genuss von vernünftigem Windschutz kommen. Sieh an, geht doch! Das Topcase und die Koffer kennt man von den E-Glides, seit der Rushmore-Modellpflege sind die drei Behälter, in die zusammen 133 Liter passen, kinderleicht mit einer Hand zu öffnen und zu schließen.

Großer farbiger Touchscreen inkl. Navi, dazu wohltuend klassische Rundinstrumente

Musikfans und Leute, die glauben, selbst beim Motorradfahren erreichbar sein zu müssen, werden sich über das Infotainment-Equipment mit 100 Watt starkem Audiosystem, Navi, Bluetooth-Konnektivität und ein Jukebox-Fach mit USB-Port freuen. Alle anderen erfreuen sich am aktiven Auspuffsystem, das ab etwa 3800 Umdrehungen eine Schippe drauflegt, dann klingt der 103er Twin-Cooled-Motor, wie es sich für eine Harley gehört.

Fazit
Die Road Glide Ultra ist ein großes schweres Motorrad, das sich aber dank einer gelungenen Fahrwerksgeometrie viel leichter fährt, als man denkt. 60-Kilo-Personen werden sich beim Rangieren schwertun, in Fahrt spielt das Fahrzeuggewicht aber keine große Rolle. Verkleidung und hohe Scheibe gewähren guten Windschutz, lange Autobahnetappen mit höherem Tempo sind kein Problem. Die Verbundbremse ist richtig gut, das ABS regelt Harley-typisch rustikal. Für fernreisende Lederärsche und Kilometerfresser ist die Road Glide Ultra eine gute Empfehlung, alle anderen greifen besser zur einen Zentner leichteren Road King.
Road Glide Ultra
Motor: Twin-Cooled High Output Twin Cam 103
Bohrung x Hub: 98,4 x 111,1 mm
Hubraum: 1690 ccm
Gemischaufbereitung: elektr. Kraftstoffeinspritzung, 46 mm Saugrohr
Leistung (lt. Herst.): 87 PS bei 5010 U/min
Drehmoment (lt. Herst.): 138 Nm bei 3750 U/min
Höchstgeschwindigleit (lt. Herst.): 175 km/h
Radstand: 1625 mm
Lenkkopfwinkel: 26°
Gabelwinkel: 29°
Nachlauf: 170 mm
Bereifung: vo. 130/80 B17, hi. 180/65 B16
Leergewicht (fahrfertig): 424 kg
Zuladung: 193 kg
Tankinhalt: 22,7 l (davon 3,8 l Reserve)
Sitzhöhe ohne Fahrer: 735 mm
Preis: ab 27.545 Euro inkl. aller Nebenkosten
 
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