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Beide Motorräder sind made in USA, beide haben dicke, luftgekühlte V2-Motoren und beide spielen – zumindest annähernd – in einem vergleichbaren Preissegment
Harley ist Harley ist Harley. Das bei weitem dickste Pfund der Bikes aus Milwaukee ist der sagenhaft präsente und überaus positiv besetzte Markenname. Was das angeht, spielt Harley-Davidson weltweit mit Marken wie Coca Cola und Mercedes-Benz in einer Liga. Harley hat das Thema Cruiser und Chopper so lange und so nachhaltig und hartnäckig beackert, dass man mit einem gewissen Recht behaupten kann: Echte Cruiser, sprich die Originale, kommen aus Milwaukee und heißen Harley-Davidson, alles andere sind Kopien. Man denke nur an all die gesichtslosen japanischen Harley-Kopien, die dermaßen detailliert  abgekupfert sind, dass es wirklich peinlich ist.  

Dank schmaler Reifen ist die Dyna deutlich agiler

Doch seit einiger Zeit erwächst Harley-Davidson im eigenen Land ein immer ernster zu nehmender Konkurrent. Zwar machten die Entwickler der zum Polaris-Konzern gehörenden Marke Victory anfangs (sprich vor 12 Jahren) auch noch den Fehler, ihre ersten Modelle optisch sehr nahe an Harley-Davidson auszurichten, doch das ist Schnee von gestern. Seit gut drei Jahren hat die Firma aus Medina in Minnesota ihre ureigene Formensprache gefunden. Während Harley mit gutem Erfolg mit seinem Retro-Stil die eigene Vergangenheit immer wieder neu zitiert, geht Victory gestalterisch völlig eigene Wege. Ein Victory-Motorrad von der Stange sieht im Grunde schon so aus, als hätte ein Customizer, der sein Handwerk versteht, bereits gute 10.000 Euro Teile und Arbeit daran verbaut.



Aber nicht nur design-technisch geht Victory einen anderen Weg als Harley. Der ziemlich fantasielos „Freedom“ getaufte  Motor hat diesen doofen Namen nämlich gar nicht verdient, denn er ist technisch gesehen und von seiner Performance her ein ganz feiner! 50 Grad Zylinderwinkel, je eine obenliegende Nockenwelle pro Zylinder, Kettenantrieb der Nockenwelle, vier Ventile pro Zylinder – das alles sind zwar keine revolutionären, aber im Vergleich zum Harley-Stoßstangen-Triebwerk durchaus als hochmodern einzustufende Konstruktionsmerkmale. Tja, und dann sieht dieses moderne, luftgekühlte V2-Aggregat aus Minnesota mit seinen turmhohen Zylinder/Kopf-Einheiten auch noch unverschämt gut aus und drückt auch noch deutlich mehr von den guten Pferdestärken auf den Asphalt als die Konkurrenz. Halt, Stopp, werden jetzt einige Leser in Gedanken einwerfen, der ist ja auch größer. Stimmt, im Motor der Victory sorgen serienmäßig 1.731 Kubikzentimeter Hubraum für knapp 90 PS und richtig bullige 140 Nm Drehmoment. Die Harley hat hier das Nachsehen, denn sie muss sich mit 1.584 ccm begnügen. Daraus resultieren 78 PS Leistung und 126 Nm Drehmoment.

Die Victory steht etwas flacher, gedrungener da. Der Klang der Harley ist dank aktivem Soundmanagement satter, ihr Motor läuft raubeiniger

Wechseln wir die Baustelle und kommen zu den Fahrwerken. Die Grundstruktur der beiden Fahrwerke ist durchaus ähnlich, denn beide Firmen setzen auf einen Stahlrohrrahmen in Doppelschleifenbauart. Doch damit hat es sich mit den Gemeinsamkeiten. Harleys Dyna Fat Bob federt über eine konventionelle Telegabel, die Victory Hammer 8-Ball trägt eine feinere Upside-Down-Gabel. Auch an der Hinterhand gibt’s gravierende technologische Unterschiede: Die Dyna-Harley ist mit zwei konventionell angebrachten Federbeinen ausgestattet. An der Hammer 8-Ball arbeitet ein Mono-Federbein, das über eine Hebelübersetzung an die Schwinge angelenkt ist und deshalb progressiv auf die Einfederraten wirken kann. Apropos Schwingen: Die Harley trägt eine schnöde Stahlschwinge aus Vierkantrohr, die Victory dagegen trumpft mit einer sehr elegant gezeichneten, aus Aluminium gegossenen Designer-Schwinge auf.

Harley mit 180er-, Victory mit fettem 250er-Heckpneu

Wer auf fette Reifen steht, kommt jetzt sicherlich ins Grübeln. In der Fat Bob steckt hinten ein 180er, die Hammer 8-Ball dagegen protzt serienmäßig mit einem prallen 250er Schlegel – mehr Show braucht eigentlich kein Mensch. Wer auf Superschluffen im Heck steht, kommt bei keinem Hersteller der Welt derzeit günstiger dran. Zum Kapitel Bremsen sein nur soviel gesagt: Die einzelne Scheibe im Vorderrad der Hammer 8-Ball steht in Wirkung und Dosierbarkeit der Doppelanlage der Fat Bob in nichts nach. So sind wir über das Thema Bremsen endlich in der Praxis, nämlich beim Fahren angelangt.

Stolz präsentieren beide Marken im Zylinderwinkel die Hubräume

Wo liegen die Unterschiede bei diesen beiden Kontrahenten, die fast gleich lang sind, fast den gleichen Radstand haben, ihrem Fahrer annähernd die gleiche Sitzhöhe bieten und auch noch fast gleich viel wiegen? Nun, motorseitig ist die Harley aufgrund ihrer geringeren Leistung eindeutig im Nachteil. Das allerdings macht sie auf kurvigen  Landstraßen locker wieder wett, weil sie das viel agilere Motorrad ist. Denn obwohl die Fat Bob nominell fünf Kilo schwerer ist als die Victory, profitiert sie in gewundenem Geläuf immens von ihren zurückhaltend gewählten Reifendimensionen. Während die opulent besohlte Hammer auf Breitreifen im recht großen 18 Zoll-Format rollt, darf sich der Harley-Treiber auf seiner Hausstrecke über die vergleichsweise schmalen 16-Zöller freuen, die das Handling deutlich agiler gestalten. Die 250er Dicksocke der Victory will in jede Kurve hineingedrückt und dort auch gehalten werden, während sich die Fat Bob flink wie ein Wiesel und ganz ohne Kraftaufwand durch die Kurven wedeln lässt.

Stolz präsentieren beide Marken im Zylinderwinkel die Hubräume

Fazit
Bei objektivierbarer Punktevergabe verlöre die Harley diesen Vergleich ganz klar. Die Victory hat den größeren und auch deutlich kräftigen Motor, besitzt die edleren, teureren Chassiselemente, hat schon serienmäßig die Optik und Anmutung eines teuren Custombikes und kostet – und jetzt halten Sie sich fest – in der hier getesteten Version ‚Hammer 8-Ball‘ auch noch 1.745 Euro weniger als die Fat Bob. Dazu kommt, dass die Victorys generell sehr gut verarbeitet sind. Was bleibt da an Argumenten für die Fat Bob? Fakt ist: Sie ist ganz klar das fahragilere Motorrad in diesem Vergleich. Dieser Umstand ist aber lediglich dem fetten Heckpneu der Hammer geschuldet (die deutlich schmaler bereifte Victory Vegas übrigens ist wunderbar handlich). Das schlagendste Argument für die Fat Bob ist zweifellos immer noch dieses: Eine Harley ist eine Harley ist eine Harley. Keiner kommt an diesem vor Sozialprestige nur so strotzenden Markennamen vorbei. Hinzu kommt die große, von anderen Marken unerreichte Wertstabilität der Milwaukee-Eisen. Victory dagegen hat noch keinen Namen; das ist vielleicht das einzige Manko dieser Maschinen. Aber Harley-Davidson sollte sich künftig vorsehen. Denn dieser Vergleich zeigt eindeutig eines auf: Auch andere Mütter haben schöne Töchter!

 
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