Modul inp - eng_banner nicht gefunden. Warning: include(): Filename cannot be empty in /var/www/vhosts/huber-verlag.de/cms.huber-verlag.de/files/templates/default/system/system_builder.php on line 68 Warning: include(): Filename cannot be empty in /var/www/vhosts/huber-verlag.de/cms.huber-verlag.de/files/templates/default/system/system_builder.php on line 68 Warning: include(): Filename cannot be empty in /var/www/vhosts/huber-verlag.de/cms.huber-verlag.de/files/templates/default/system/system_builder.php on line 68 Warning: include(): Failed opening '' for inclusion (include_path='.:/opt/plesk/php/5.3/share/pear') in /var/www/vhosts/huber-verlag.de/cms.huber-verlag.de/files/templates/default/system/system_builder.php on line 68
Old School gegen Moderne könnte man diesen Vergleichstest auch titeln. Welches Bike hat die Nase vorn?
Sie haben beide einen V2-Motor. Beide haben in etwa den gleichen Hubraum von 1200 ccm. Beide sind in Amerika geplant und konstruiert worden und beide werden dort auch gebaut. Was die Preise angeht, liegen sie ebenfalls annähernd gleichauf, wobei die Victory „Octane“ ausstattungsbereinigt ein paar hundert Euro teurer ist als Harleys Bestseller „Forty-Eight“. Das ist gewagt, denn immerhin kann die Motor Company aus Milwaukee mit einer der strahlkräftigsten Markennamen der Welt glänzen. Was bieten die beiden, was können sie?



Motoren Forty-Eight und Octan
Jetzt wird’s ein bisschen unfair. Denn die Harley wird von einem Motor angetrieben, der in seiner Grundform auf ein fast schon „antikes“ Aggregat von 1957 zurückgeht. Der luftgekühlte, per Stößelstangen gesteuerte Langhuber produziert auf dem Papier 67 PS, am Hinterrad kommen davon etwa 50 Pferde an. Im Vergleich dazu ist der V2 der Octane ein wahrer Kraftmeier. Der hochmoderne flüssigkeitsgekühlte 60°-V-Twin generiert mit seinen zwei kettengetriebenen obenliegenden Nockenwellen und Vierventilköpfen geschmeidige 104 PS und fast 100 Nm Drehmoment, ohne dabei allzu drehzahlgierig zu sein. Zwar hat die langhubige Harley im Drehzahlkeller etwas mehr Bumms, allerdings ist bei ihr dann auch relativ schnell Schicht im Schacht, was den Vortrieb angeht. Sie wirkt stets bemüht, so etwas wie Dynamik kommt nie auf.

Auch mit der Octane lässt es sich prima in niedrigen Drehzahlbereichen bummeln. Bloß mit dem Unterschied, dass sie, sollte man mal ernst machen, ab 4000 U/min ein Feuerwerk abbrennt, das man diesem kleinen Cruiser gar nicht zutraut. Victory selbst sieht die Octane deshalb auch eher als Muscle-Bike denn als Cruiser. Die Straßen-Performance des Octane-Aggregats ist überragend, anders als bei der Harley wünscht man sich auf ihr in keiner Fahrsituation mehr Leistung. Deshalb geht die Antriebswertung eindeutig an die Victory.

Auf Holperstrecken taugen die Dämpfer der Octane wenig

Fahrwerke Harley-Davidson und Victory
Auch hier trifft „Antike“ auf Moderne. Die Forty-Eight besitzt einen Rohrrahmen aus Rundrohren, wie er ähnlich schon vor 100 Jahren gebaut worden ist. Hinten sitzt eine dünne Kastenschwinge aus Stahl, die sich mit zwei konventionellen Federbeinen am Heckrahmen abstützt. Das Chassis der Victory dagegen ist ein Verbund aus Leichtmetallguss-Komponenten, lediglich unterm Tank kommen zwei kurze Stahlrohre zum Einsatz, mit denen der gegossene Lenkkopfbereich mit dem ebenfalls aus Leichtmetallguss bestehenden Heckteil verschraubt wird. Der kompakte Motor ist tragendes Teil und trägt zur Steifigkeit der Konstruktion bei. Die Schwinge besteht auch aus Leichtmetallguss, sie stützt sich, gleich der Harley, über zwei konventionelle Federbeine ab. Vorne führen und federn an beiden Maschinen Telegabeln, die Forty-Eight besitzt seit dem Modelljahr 2016 ein Exemplar mit ganz besonders dicken Gabelbeinen.

Mit Metzeler bereift, fährt sich die Harley um Längen besser

Fahrbetrieb und Bremsen
Im Geläuf fallen die ab 2016 neuen Emulsion-Dämpfer an der Harley sehr positiv auf. Sie sprechen viel feinfühliger an als die bisherigen billigen Ex-Stempel, in Verbindung mit der dicken Gabel ein Quantensprung für das Bike. Gleichwohl wäre hinten ein bisschen mehr Federweg (Ist = 54 Millimeter) sehr wünschenswert. Das würde nicht nur dem Lendenwirbelbereich des Piloten zugute kommen, ein wenig längere Federbeine würden auch die Schräglagenfreiheit der Harley pushen, denn da liegt es nach wie vor im Argen. Auch nur minimal dynamische Fahrweise bestraft die Sportster sofort mit elendigem Schraddeln auf dem Asphalt, bei den Fotofahrten mussten gar die beiden Befestigungsschellen des Hitzeschutzblechs am vorderen Auspuff dran glauben. Leute in Milwaukee: Das geht gar nicht!! Ebenso würde es sich lohnen, über die Serienbereifung nachzudenken. Der Michelin Scorcher 31 ist zwar besser als das ehedem verbaute Dunlop-Pärchen D402F/D401, aber gut ist er nicht. Wir haben’s vor längerer Zeit ausprobiert und wissen daher: Mit dem freigegebenen Metzeler ME 880 lenkt die Forty-Eight punktgenau und ohne Kraftaufwand ein wie ein Sahneschnittchen, wer das mal erlebt hat, fährt auf der Serienbereifung freiwillig keinen Meter mehr.



Zumindest was die hinteren Stoßdämpfer angeht, sollten sich auch die Fahrwerksentwickler vonVictory in die Schäm-Ecke hocken. Die Dinger sind bretthart, haben null Millimeter Zugstufe, weswegen auf Holperpisten das Hinterrad nicht mehr ordentlich am Boden gehalten wird. Auf guten Straßen dagegen macht die Octane deutlich mehr Spaß als die Forty-Eight, weil mit ihr einfach mehr Schräglage gefahren werden kann, ein immenses Sicherheits-Plus. Auf trockener Fahrbahn können die aus Taiwan stammenden Kenda-Reifen durchaus überzeugen, wenn es nass wird, sollte der Fahrer sein Hirn aber in den „Rain“-Modus schalten. Zu den Bremsen nur so viel: Die Bremsanlage der Victory ist in allen Belangen besser als die der Harley. Harley wählt traditionell eine sehr defensive Reibpaarung für seine Bremsen, knackig geht anders.

Fazit
Das bessere Motorrad ist die Victory Octane, das coolere Bike hingegen die Sportster Forty-Eight. Da muss jeder Interessent in sich hineinhorchen, was er eigentlich möchte, was er erwartet. Wem das Image und der Hype um den Harley-Kult schnuppe sind, der hat mit der Octane die bei weitem bessere Fahrmaschine unterm Hintern. Die Harley nötigt ihrem Fahrer Kompromisse ab. Wie sagte doch einer der Fotofahrer nach dem Shooting: „Beim direkten Umstieg von der Octane auf die Sportster fällst du innerhalb von Sekunden in die zweirädrige Steinzeit zurück.“ Nicht von der Hand zu weisen ist aber das bessere Image und die hohe Wertbeständigkeit des Milwaukee-Eisens. Wir jedenfalls möchten nicht in der Haut eines Kaufinteressenten stecken.
Artikel aus der Ausgabe: 4/16
Milwaukee Mile – Neueste spektakuläre Kreation von Christoph Madaus 15.07.2016
Milwaukee Mile – Neueste spektakuläre Kreation von Christoph Madaus
Outerlimit - High-End-Gerät von Thunderbike 15.07.2016
Outerlimit - High-End-Gerät von Thunderbike
Hamburg Harley Days 15.07.2016
Hamburg Harley Days
Harley-Davison Street Bob Special Fahrbericht - Der bessere Straßen-Robert 15.07.2016
Harley-Davison Street Bob Special Fahrbericht - Der bessere Straßen-Robert
Free ’n’ Easy - Bilderbuch-Chopper von Jack Deagazio 15.07.2016
Free ’n’ Easy - Bilderbuch-Chopper von Jack Deagazio
Paradygm Longballer – Krasser Bagger von der Harley Factory Frankfurt 15.07.2016
Paradygm Longballer – Krasser Bagger von der Harley Factory Frankfurt
Ausgabe 5/19 erscheint am 06. Sep
Weitere Fahrtests Berichte
Harley Davidson Forty Eight versus Victory Octane – Ein Vergleichstest 01.02.2018
Harley Davidson Forty Eight versus Victory Octane – Ein Vergleichstest

Old School gegen Moderne könnte man diesen Vergleichstest auch titeln. Welches Bi …

Harley-Davidson „Forty Eight“ 25.03.2010
Harley-Davidson „Forty Eight“

„48“ taufte Harley-Davidson seinen neuen Factory Custom Bobber, der die Sportst …

Harley-Davidson Forty-Eigth vs Sportster 1200CA Custom Limited Edition - Vergleichstest 24.01.2013
Harley-Davidson Forty-Eigth vs Sportster 1200CA Custom Limited Edition - Vergleichstest

Sie haben die gleichen Gene, und doch fahren sie unterschiedlich. Wir haben den Bes …

Harley-Davidson Forty-Eight - Reloaded 15.06.2016
Harley-Davidson Forty-Eight - Reloaded

Seit ihrer Markteinführung im Frühsommer 2010 ist die Forty-Eight in Deutschlan …

Iron 883 versus Forty-Eight - Zwei Harley-Davidson Sportster im Vergleich 18.03.2016
Iron 883 versus Forty-Eight - Zwei Harley-Davidson Sportster im Vergleich

Beide Sportster-Modelle sind für das Jahr 2016 nicht nur hinsichtlich des Fahrwe …

Harley Fat Bob versus Victory Hammer – Ein Fahrbericht 27.05.2010
Harley Fat Bob versus Victory Hammer – Ein Fahrbericht

Beide Motorräder sind made in USA, beide haben dicke, luftgekühlte V2-Motoren …

H-D Stuttgart Süd 06.07.2018
H-D Stuttgart Süd

Der Mitarbeiter, der das Battle-of-the-Kings-Bike für Stuttgart Süd erdacht und aufgeb …

Magazine des Huber Verlages








Liebe Besucher, wir aktualisieren gerade die Technik unserer Website. Es kann daher sein dass in dieser Woche vermehrt Störungen auftreten.