Modul inp - eng_banner nicht gefunden. Warning: include(): Filename cannot be empty in /var/www/vhosts/huber-verlag.de/cms.huber-verlag.de/files/templates/default/system/system_builder.php on line 68 Warning: include(): Filename cannot be empty in /var/www/vhosts/huber-verlag.de/cms.huber-verlag.de/files/templates/default/system/system_builder.php on line 68 Warning: include(): Filename cannot be empty in /var/www/vhosts/huber-verlag.de/cms.huber-verlag.de/files/templates/default/system/system_builder.php on line 68 Warning: include(): Failed opening '' for inclusion (include_path='.:/opt/plesk/php/5.3/share/pear') in /var/www/vhosts/huber-verlag.de/cms.huber-verlag.de/files/templates/default/system/system_builder.php on line 68
DREAM-MACHINES fuhr die brandneue Road King Custom, Modelljahr 2004
Der deutsche Winter lädt bekanntermaßen nicht unbedingt zum Motorradfahren ein, doch das Angebot ist einfach zu verlockend. Außerdem haben wir Glück und erwischen ein mildes Wochenende. Ab und zu bricht sogar die Sonne durch die Wolken. Und vor der Tür steht Harleys nagelneuer Supertourer für 2004, die Road King Custom. Nun steht der Beiname Custom in der Szene meist für reichlich Chrom, Unmengen an Zierrat und Ausstattungsdetails ohne wirklichen Gebrauchswert. Bei der neuen Road King ist die Company den umgekehrten Weg gegangen. Nach dem Motto: „Weniger ist mehr“ wurde das vormals große Windshield durch einen kleinen metallenen Windabweiser ersetzt. Trittbretter im aparten Slim-Line Design und ein einzelner satter Hauptscheinwerfer statt der verspielten Dreier-Lichtorgel der Serien-Road King machen für Tourerverhältnisse durchaus einen schlanken Fuß und die Custom unaufdringlich elegant. Die um drei Zentimeter niedrigere Sitzhöhe im Vergleich zur Serie erlaubt auch Fahrern unter Gardemaß einen sicheren Stand.

Der erstarkte 2004er Twin Cam macht die Fahrt zum Fest

Zuverlässiger Tourer mit straffem Fahrwerk
Es hat sich inzwischen sicherlich rumgesprochen, daß ab dem Modelljahr 2004 alle (!) Twin Cams auschließlich nur noch mit Einspritzanlage gebaut werden. Choke-ziehen und Benzinhahn-öffnen-oder-schließen gehören damit der Vergangenheit an – das managt alles der Bordcomputer. Also aufsitzen, starten und los geht’s. Nachdem wir die flache Oberrheinebene hinter uns haben, tauchen wir in den Pfälzer Wald mit seinen unendlich vielen kurvigen Sträßchen ein. Zweifel überkommen uns: Haben wir uns da auch wirklich die richtige Gegend ausgesucht, um einen fetten Tourer zu testen? Mit ihren 345 Kilogramm Leergewicht zuzüglich diverser Betriebsflüssigkeiten ist die Road King nun wahrlich kein Leichtgewicht und hat mit fast 1,6 Meter Radstand bei knapp zweieinhalb Meter Gesamtlänge nicht die Idealmaße eines Kurvenräubers. Doch allen Befürchtungen zum Trotz zieht der dicke V-Twin souverän durch alle S-Kurven und steckt auch Unebenheiten locker weg. „Ziehen“ ist hier wörtlich gemeint, denn der 2004er Motor erstaunt uns mit einer äußerst ansprechenden druckvollen Leistungsabgabe. So kräftig haben wir den Serien-Twin Cam bisher noch nie erlebt. In der Tat gibt Harley für die 2004er Modelle 52 statt 49 Kilowatt Leistung an. Das sind zwar nur 3 kW (= 4 PS) Differenz zu den Vorjahresmodellen. Aber offensichtlich sind diese Pferdchen im neuen Jahrgang dank neuer Fuel Injection auch wirklich vollzählig angetreten. Da trifft es sich gut, daß die Fahrwerksingenieure ebenfalls gute Arbeit geleistet haben. Das neue, bedeutend straffer abgestimmte Fahrwerk mit den per Luftdruck einstellbaren Federbeinen kommt auf solch verzwickten Strecken voll zum Tragen. Die Custom wirkt behende und läßt sich auch in engen Ecken wunderbar leichtfüßig fahren. Wer es für längere Touren etwas bequemer mag, kann ja an der Tankstelle mit der Druckluftpistole nach Gusto neu justieren.



Am Lenker scheiden sich die Geister
Bei einem Zwischenstopp an dem beliebten Biker-Treff „Johanniskreuz“ schauen wir dem Volk mal aufs Maul. Die Meinungen über die Road King Custom gehen wie erwartet weit auseinander. Vom abschätzigen „Drei Zimmer, Küche, Bad“ der Supersport-Fraktion bis zu „Wie lange muß ich auf Urlaub verzichten, um mir sowas zu leisten?“ eines Japan-Cruiser Piloten war alles vertreten. Die geräumigen Koffer begeisterten vor allem die Sozias, der Öffnungsmechanismus mit dem versteckten Druckknopf und dem ellenlangen Bowdenzug eher die Männer. „Ist das echtes Leder?“ wurde materialgeprüft. Es ist, und bei einem Anschaffungspreis von knapp über 20.000 Euro auch durchaus angemessen. Der Pullback-Beach-Bar-Lenker fällt nicht nur ins Auge, sondern zwingt den Fahrer in eine sehr aufrechte Position. Doch was im Landstraßentempo noch ganz komfortabel erscheint, wird auf langen Autobahnstrecken zur Qual. Bei höheren Geschwindigkeiten sorgt der Winddruck für verkrampfte Schultern und eine steife Nackenmuskulatur. Außerdem fällt das Rangieren beim Showdown vor dem Eiscafé nicht unbedingt elegant aus, denn unseres Erachtens ist die Kröpfung des Lenkers etwas unglücklich gewählt, weil sie den Fahrer stets zwingt, seine Handgelenke völlig unergonomisch nach außen zu verbiegen. Doch Lenker sind schließlich schnell ausgewechselt und so wird sich die Custom-Szene auch über ein bißchen Arbeit freuen. Zum Thema Bedienbarkeit: Die schwarzen Standard-Griffarmaturen sind zwar nicht unbedingt schön, aber zweckmäßig und auch mit dicken Handschuhen gut zu bedienen. Die vordere Doppel-Scheibenbremse verzögert den dicken Dampfer prompt und sicher. Der hintere Bremsanker braucht einen kräftigen Tritt aufs Pedal, damit er Wirkung zeigt. Motorrad fahren erfordert ein gewisses Maß an Kraft und Körperbeherrschung, das wissen wir alle. Doch nach spätestens drei Minuten Stop-and-go kommen einem die versäumten Stunden in der Mucki-Bude wieder ins Gedächtnis. Eine hydraulische Kupplung hätte sie schon verdient, denn nach einem Dutzend mal kuppeln im Stau fällt es immer schwerer. Darüber tröstet nur hinweg, daß der Leerlauf sauber und exakt einrastet.

Charakteristisches Harley-Rücklicht mit eng anliegenden Klarglas-Blinkern

Loud is Out
Serienmäßig ist die Road King Custom mit einer 2-in-2 Crossover Dual Auspuffanlage ausgestattet. Die Flüstertüten mit ungeregeltem Kat orientieren sich an den aktuellen Abgas- und Geräuschnormen. Vom erwarteten Harley-Bollersound bleibt im Stand nur noch ein sanftes Wispern übrig. Immerhin gibt der Motor seine Vibrationen an die Magengrube des Piloten weiter, denn das Twin Cam-Aggregat ist zwar gummigelagert, auf den Einbau von Ausgleichswellen verzichtet  Harley ja bekanntlich bei den Tourern und den Dynas. So ist der V-Twin zwar kaum zu hören, aber gut zu spüren. Und den „good vibrations“ des Signalhorns beim lustigen Auf und Ab zuzusehen, hat schon einen gewissen Unterhaltungswert. Mit der neuen Road King Custom will Harley-Davidson laut Aussage des Managements all jene ansprechen, die einen verläßlichen, knackigen Tourer ohne viel Schnickschnack bevorzugen. Die Marketing-Strategen von Harley-Davidson verheißen der Road King Custom nach ersten Analysen eine große Zukunft. Dem steht aus unserer Sicht nichts entgegen. Wir haben die Custom als zuverlässigen, freude spendenden Tourer kennengelernt. Und da ohnehin fast jeder Harley-Fahrer sein Bike mit Aftermarket-Parts zum Einzelstück macht, bietet die FLHSRI – so die offizielle Bezeichnung – hierfür eine solide Basis.
Harley-Davidson FLHRSI Road King Custom
Motor: Twin Cam 88A, gummigelagert, Einspritzanlage
Hubraum: 1449 ccm
Drehmoment: 109 Nm bei 3400 U/min
Motorleistung: 52 kW (70 PS) bei 5450 U/min
Zündanlage: Kontaktlose Transistorzündung
Primärantrieb: Duplexkette im Ölbad
Sekundärantrieb: Zahnriemen
Kupplung: Mehrscheiben-Ölbadkupplung
Getriebe: 5-Gang
Rahmen: Doppelschleifen-Stahlrohr-Rahmen
Schwinge: Vierkant-Stahl-Schwinge
Vorderradgabel: Telegabel
Federbeine: Luftunterstützte Federelemente
Räder: 16" Gußräder, optional Drahtspeichenräder,
Reifen vorn/hinten: MT90B16/MU85B16
Bremsen: Vierkolben-Festsattel vorn und hinten, vorn Doppelscheibe
Länge: 2440 mm
Sitzhöhe: 663 mm
Radstand: 1592 mm
Leergewicht: 345 kg
Preis: ab 20.300 Euro

 
Weitere Fahrtests Berichte
Speed King 27.07.2012
Speed King

124 Cubic Inch S&S, 140 PS und 200 Nm! Thunderbike befeuert Custom Chrome Europes Road Ki …

Road King vs. Heritage Softail 29.07.2009
Road King vs. Heritage Softail

Welche ist die bessere Harley? Kann der „König der Straße“ in Gestalt der Road Kin …

Neuer NLC-Bagger 19.11.2015
Neuer NLC-Bagger

Bekannt wurde No Limit Custom durch seine martialischen V-Rods. Doch die Hüffen …

Touring-Modelle mit drehmoment optimiertem Milwaukee Eight 02.05.2019
Touring-Modelle mit drehmoment optimiertem Milwaukee Eight

Endlich hatte Harley ein Einsehen und verpasste auch ausgewählten Dickschiffen seinen …

Deine Mutter 07.09.2018
Deine Mutter

Der Hintergedanke hinter dem seltsamen Bike-Namen „Your Mom“ ist ein wenig schlüpf …

Welche ist das bessere Chromluder? – Softail Deluxe vs. Road King 25.11.2010
Welche ist das bessere Chromluder? – Softail Deluxe vs. Road King

Road King oder Softail Deluxe? Diese Frage wird sich dieser Tage so manchem stell …

Harleys 2009 19.09.2008
Harleys 2009

Neben der brandneuen V-Rod Muscle sorgen zahlreiche Modellpflegemaßnahmen bei …

Magazine des Huber Verlages








Liebe Besucher, wir aktualisieren gerade die Technik unserer Website. Es kann daher sein dass in dieser Woche vermehrt Störungen auftreten.