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Mit der kompromisslosen FXCW, mit bürgerlichem Namen „Rocker“, hat Harley-Davidson sich so richtig was getraut – und den Nerv der Kundschaft voll getroffen. Wir haben sie für Sie durch den Odenwald getrieben
Nach Jahren der Zurückhaltung bei neuen Modellvarianten, die sich meist in frischen Farben und leichten Retuschen manifestierten, versetzten die Verantwortlichen der Company zur Präsentation des 2008er Jahrgangs die Fachwelt und die Käufer in Erstaunen. Mit der Rocker stellten sie ein echtes Custombike vom Fließband vor. Für solch einen Aufbau mit 240er-Hinterreifen, mitschwingendem Heckfender, supertiefer Sitzposition und flach angestellter, langer Gabel durfte der geneigte Custom-Fan bis vor kurzem etwa 6000 bis 8000 Euro beim Customizer seines Vertrauens lassen.

Erstaunlich handlich trotz 240er und langem Radstand

Das geht nun wesentlich günstiger und noch dazu ohne lange Wartezeiten. Allerdings nur, wenn die Bestellung rechtzeitig erfolgte. Das Kontingent an Rocker und Rocker C, das der Importeur für den deutschen und österreichischen Markt bestellt hatte, war binnen kurzem verkauft. Bemerkenswerterweise orderten die Kunden das Bike, ohne dass sie es haben probefahren können. Die bestechende Optik, die gesamte Anmutung dieses Factory-Choppers und die durchweg positiv ausfallenden Berichte in der Fachpresse (siehe hierzu DREAM-MACHINES Ausgabe 5/07) genügten offenbar.



Fand die erste Begegnung noch in Amerika statt, wollten wir jetzt wissen, wie sich das breit bereifte Schmuckstück auf unseren Hausstrecken im Odenwald schlägt. Neben zwei verschiedenen Schwarztönen gibt es die Rocker auch in Blau und Rot. Wir fuhren die Version im Farbton „Crimson Red Sunglo“. Im Gegensatz zur Rocker C, deren Namenserweiterung auf einen erhöhten Chromanteil verweist, geizt die pure Solo-Rocker im Bezug auf  glitzernde Metalloberflächen. Neben den Shorty Doppel-Auspuffrohren und dem Edelstahl Pullback-Lenker glänzen nur noch die lange Telegabel, der Luftfilter, ein paar Ölleitungen und die Edelstahleinlage auf dem Tank. Alle anderen Blechteile tragen entweder Lack oder mattgraue Pulverbeschichtung.



Die erste Sitzprobe gefällt. Das ist die tiefste Sitzposition, die je eine Serien-Harley hatte. Schnell steckt der Schlüssel im Zündschloss. Ein Druck auf den Starterknopf erweckt den 1584 ccm-V2 zum Leben. Die Vibrationen halten sich angenehm zurück, sind aber dennoch zu spüren. So soll es sein. Dank leichtgängiger Kupplung rastet der erste Gang schnell aber geräuschvoll ein. Das ist angeblich so gewollt. Nach Aussage eines H-D Entwicklungsingenieurs lieben Harley-Fahrer das vernehmlich laute KLONGGG, wenn sie schalten. Der auf Drehmoment getrimmte Twin Cam 96 beschleunigt die sechs Zentner plus Fahrer mit Leichtigkeit. Bei forcierter Gangart will das Sechsgang-Getriebe schnell durchgeschaltet werden, da sonst der Motor in den Begrenzer läuft.



Einmal in Fahrt, kann das Bike mit tadellosem Geradeauslauf überzeugen. Angesichts des langen Radstands und eines Nachlaufs von gewaltigen 157 Millimetern ist man davon nicht wirklich überrascht. Vielmehr ist das unerwartet willige Kurvenverhalten, das den Fahrer anfangs verblüfft. Trotz des 240er Gummis im Heck lässt sich die lange Fuhrwerk behände um die Ecken zirkeln. Dazu ist nicht einmal übermäßiger Druck nötig. Die sehr runde ausgeführte Kontur des Dunlop-Reifen trägt mit Sicherheit zu diesen angenehmen Handling-Eigenschaften bei. Nervig ist  – wie könnte es bei einem Harley-Low Rider auch anders sein – das allzu frühe Aufsetzen schon in recht ziviler Schräglage. Die Angstnippel an den Fußrasten kratzen viel zu früh am Boden. Jeder städtische Kreisverkehr wird zur peinlichen Showbühne. Schade eigentlich, denn die Rocker ist eine sehr fahraktive Maschine, bei deren Auslegung die Ingenieure in Milwaukee ein gutes Händchen bewiesen haben. Trotz des langen Radstandes von 1760 Millimetern und eines Lenkkopfwinkels von 36,5° ist die wahre Bestimmung dieses Bikes sicherlich nicht der ewig lange Highway, sondern die kurvige Landstraße.

Das Dashboard und das Gehäuse des aufgestzten Tachos sind mattgrau pulverbeschichtet

Sollten Sie nun den Wunsch verspüren, sich eine Rocker zuzulegen, ist ein bisschen Geduld gefragt. Ab Anfang August sollen die 2009er Modelle verfügbar sein. Diese werden gegenüber dem hier getesteten 2008er Jahrgang technisch unverändert sein. Möglich ist lediglich, dass es andere Farben gibt.
Motor
Motor: Twin Cam 96, luftgekühlt, Euro 3
Hubraum: 1584 ccm
Bohrung: 95,3 mm
Hub: 111,1 mm
Leistung: 71 PS bei 5300 U/min
Drehmoment: 117 Nm bei 3200 U/min
Gemischaufbereitung: Elektronische Kraftstoffeinspritzung (ESPFI)3
Getriebe: Sechsgang
Auspuff: versetzte Shorty Doppel-Auspuffanlage

Fahrwerk
Rahmen: Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen
Lenkkopfwinkel: 36,5°
Gabelwinkel: 38,5°
Nachlauf: 157,48 mm
Schwinge: Dreieckschwinge mit zwei liegenden Federbeinen
Radstand: 1760 mm
Fahrzeuglänge: 2415 mm
Sitzhöhe: 622 mm
Rad vorn: Fünfspeichen-Leichtmetall-Gussrad 2,15 x 19” mit 90/90-19
Rad hinten: Fünfspeichen-Leichtmetall-Gussrad 8 x 18” mit 240/40-18
Bremse vorn: 292 mm Einzelscheibe mit Vierkolben-Festsattel
Bremse hinten: 292 mm Einzelscheibe mit Zweikolben-Schwimmsattel
Leergewicht: 320 kg
Zulässiges Gesamtgewicht: 533 kg

Sonstiges
Tank: 18,9 Liter (3,8 l Reserve)
Öltank: 3,31 Liter
Lenker: Edelstahl Pullback
Riser: V-Bar, pulverbeschichtet
Scheinwerfer: Fire Truck Bullet
Blinker: Bullet LED
Preis: ab 18.995 €


 
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