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Bereits 1953 musste Indian die Motorradfertigung aufgeben. Und dennoch umgibt die Marke noch heute etwas Mystisches. Hat die neu entwickelte Indian Chief das Zeug, die Geschichte fortzuschreiben?
„Die meisten der Gründer der Sturgis Motorcycle Rally vor 73 Jahren waren Indian-Fahrer, grinst Marketing-Mann Robert Pandya, „und jetzt holen wir uns Sturgis zurück!“ Was wie ein flotter, aber substanzloser Werbespruch klingt, steht jedoch für den Anspruch, den sich Indian-Eigner Polaris beim Relaunch der berühmten Marke gestellt hat. Der Name Indian hat trotz hektischer Besitzerwechsel und vieler wirtschaftlicher Tiefschläge noch immer einen geradezu mystischen Klang – und mit dem weltweit größten Hersteller von Schneemobilen und Quads jetzt auch einen solventen Besitzer. „Indian Motorcycles soll zu einer echten Alternative unter den US-Bikes werden“, so Pandya. Gegen wen da geschossen wird, ist also glasklar.

Diese Herkules-Aufgabe will Indian mit drei komplett neu entwickelten Modellen meistern, die pünktlich zur Sturgis Motorcycle Rally 2013 präsentiert wurden. „Chief Classic“, „Chief Vintage“ und „Chieftain“ heißen die drei Modelle. Allen gemein ist der 1.811 Kubikzentimeter große V2-Motor mit 49 Grad Zylinderwinkel. Dieser „Thunderstroke 111“ genannte ohv-Motor ist klassisch luftgekühlt, verfügt über drei unten liegende Nockenwellen und erinnert mit seinen verrippten Ventildeckeln und den nach unten verlaufenden Auspuffkrümmern absichtlich gewollt an die alten Seitenventilmotoren der Marke aus den 40er Jahren.

Schon die Basis-Variante ist eine respektable Erscheinung

Selbstredend verfügt die Neukonstruktion aber mit Ausgleichswelle, elektronischer Benzineinspritzung und integriertem Sechsganggetriebe über modernste Zutaten. Bei allen drei Modellen sitzt der Motor in einem Aluminiumrahmen, wobei seltsamerweise das Spitzenmodell „Chieftain“ mit einem anderen, steileren Lenkkopfwinkel ausgestattet ist als die etwas leichteren Schwestermodelle „Classic“ und „Vintage“. Wie sich bei unseren Fahrtests im Mittleren Westen der USA herausstellte, gibt sich die Chieftain mit dieser Fahrwerkskonfiguration spürbar handlicher, es bleibt also ein absolutes Rätsel, warum die Entwickler den beiden anderen Modellen diese Konfiguration vorenthalten.

Indes, identisch bei allen ist die Telegabel und die Dreischeibenbremse mit serienmäßigem ABS. Anders als die „Classic“ und die „Vintage“, die auf 16 Zoll großen Speichenrädern rollen, ist das Spitzenmodell »Chieftain« mit Alu-Gussrädern ausgestattet. Zudem verfügt das Topmodell hinten über ein Federbein mit Luftunterstützung und vorne über eine großzügige lenkerfeste Verkleidung, in die ein großes Instrumenten-Panel integriert ist, das unter anderem mit analogen Uhren (Tacho und Drehzahlmesser), einer Audioanlage und einem digitalem Zusatzmonitor bestückt ist, auf dem neben vielen anderen Infos unter anderem auch der aktuelle Reifendruck angezeigt wird …

Der erste Eindruck
Kurzum: Anders als die unverständlich zurückhaltende, reichlich dürftige Informationspolitik der Indian-Mitarbeiter während des Presse-Launches bezüglich der Herkunft von Einzelkomponenten fiel unser erster Eindruck des Gesamtprodukts überzeugend aus. Die neuen Indians sehen so aus, wie Chiefs aussehen müssen: mit langem 1.730 mm-Radstand, weit heruntergezogenen Fendern im Art-Déco-Stil und traditionellem Design von Tank und Anbauteilen. Dabei entspricht die monumentale Größe der Chief heutigen Ansprüchen. Ihre imposante Erscheinung wird unterstützt von dicken Lenkerrohren, ausladenden Sturzbügeln und chromglänzenden Zusatzscheinwerfern.

Bei der „Classic“ und der „Vintage“: Hübsch gestaltete, gut ablesbare Instrumente auf dem Tank-Dashboard

Anders als die unglücklichen Vorgänger aus Gilroy oder Kings Mountain verfügt die Neue über einen eigenständigen Motor, die Liaison mit dem S&S-Baukasten ist endlich passé. Daran lässt sich die Ernsthaftigkeit erkennen, mit der der Mutterkonzern Polaris die Marke Indian am Markt positionieren will. Alleine die optische Präsenz dieses Thunderstroke-Motors nötigt dem Betrachter jede Menge Respekt ab. Und auch die Verarbeitung der getesteten Vorserienmodelle passt zum selbst gestellten Premium-Anspruch. Unser Eindruck: Das wird ein Volltreffer!

Souveräne Gelassenheit
Schön auch, dass die neue Indian beim Fahren hält, was ihr Auftritt verspricht. Durch den Verzicht auf übertriebene Reifenbreiten lenkt sich die Chief präzise ein, schwingt trotz der mächtigen Dimensionen handlich durch die Kurven und setzt auch erst sehr spät, dann jedoch hart, auf. Der Rahmen zeigt sich stabil, ein wackeliges oder schwammiges Gefühl ist dem Fahrwerk fremd. Die auf Komfort getrimmten Federbeine funktionieren sehr gut, dämpfen souverän und bügeln auch grob perforierten Asphalt glatt. Die Feder-/Dämpferelemente hinten stammen vom Zulieferer Fox, der hier seine große Erfahrung aus dem All Terrain Vehicle- und Quad-Bereich einbringen konnte. Auch die verbaute Bremsanlage verdient großes Lob. Die Dreischeiben-Bremsanlage mit Antiblockiersystem distanziert ihren direkten Mitbewerber deutlich, da sollten sich die Entwickler in Wisconsin mal eine ganz dicke Scheibe davon abschneiden.

Das Cockpit der Chieftain wirkt aufgeräumt. Im Zusatzdisplay gibt’s reichlich Infos

Auch das Herzstück der neuen Indian, der V2-Motor, setzt sich perfekt in Szene. Kraftvoll geht er aus niedrigsten Drehzahlen ans Werk, Lastwechselruckeln ist ihm fremd, die „good vibrations“ aber in korrekter Dosierung vorhanden. Seine Hauptaufgabe, souveräne Gelassenheit zu vermitteln, beherrscht der 1,8-Liter perfekt. Lediglich obenheraus geht dem Zweiventiler dann doch ein wenig die Luft aus. Aber wer will solch eine Drehmoment-Trumm, dessen Drehmomentspitze bei unglaublichen niedrigen 2600 U/min liegt, schon in den Begrenzer zwiebeln. Und bei rund 175 km/h ist definitiv Schluss. Wie schön, dass der Klang aus Auspuff und Airbox als glatte Eins durchgeht: dumpf, kraftvoll und von leichtem Stößelstangentickern begleitet … einfach betörend. Bleibt zu hoffen, dass auch die EU-Versionen mit diesem famosen Klangteppich glänzen, denn dem Vernehmen nach werden die EU-Modelle mit  gedämpfteren Auspufftöpfen und einer Reduzierung im Ansaugtrakt kommen. So um die zehn PS und 20 Nm werden somit voraussichtlich auf der Strecke bleiben.

Unser Fazit
Keine Frage, die neue Indian Chief hat das Zeug dazu, die Legende wiederzubeleben. Diese Chief kann an die Erfolge Indians der ersten Dekaden des vorigen Jahrhunderts anknüpfen. Die komplette Neuentwicklung ist auf Anhieb richtig gut und stimmig geworden. Motor, Fahrwerk, Bremsen – alles top! Wer bereit ist, Premium-Preise ab 23.675 Euro für ein Premium-Produkt zu zahlen, der erhält erstmals seit dem Konkurs der Marke im Jahre 1953 wieder eine echte Indian.
Artikel aus der Ausgabe: 4/13
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