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Sie meinen, Softail und Dyna, sprich Äpfel und Birnen, kann man nicht vergleichen? Doch, doch, das geht. Vor allem, wenn es neben den Gemeinsamkeiten auch so viele Unterschiede gibt.
Wir haben der beliebten Softail Fat Boy Special die Dyna Low Rider gegenübergestellt. Beides sind typische Cruiser, beide haben ein Sechsganggetriebe und werden im Grunde vom fast gleichen Motor angetrieben.

Kapitel Motor
Das einschränkende Wörtchen „fast“ im vorherigen Satz steht nicht umsonst da. Denn die Dyna wird vom Twin-Cam-103-Motor angetrieben, die Softail dagegen vom Twin-Cam-103 B-Motor. Das zusätzliche „B“ beim Softail-Motor steht für „Balanced“, was bedeutet, dass der Motor der Softail Ausgleichswellen besitzt, genauer, deren zwei; und diese werden über je eine Rollenkette von der Kurbelwelle angetrieben. Der Dyna-Antrieb kommt ohne diese Ausgleichswellen aus, weil er – im Gegensatz zu dem fest mit dem Chassis verschraubten Softail-Aggregat – schwingungsentkoppelt in Gummilagern aufgehängt ist. Normalerweise gereicht dieser Umstand den Dynas zum Vorteil. In der Regel sind sie etwas spritziger, weil der Motor leichter ist und vor allem keine schwergewichtigen Ausgleichswellen antreiben muss. Zudem sorgt der in Gummi gelagerte Motor im Leerlauf für eine Menge Unterhaltung bei Fahrer und Zuschauer, denn bei Standgas zappelt der V2 in seinem Rohrkäfig wie ein Fisch im Netz. Good Vibrations – herrlich!

Im Falle der hier betrachteten Low Rider allerdings verpufft dieser Vorteil leider in der 2-in-1-Auspuffanlage. Die schluckt wegen ihres geringen Topfvolumens glatte drei PS im Vergleich zur nominell 79 PS starken Softail. Schade eigentlich, denn die Dyna punktet mit 21 Kilo weniger Gewicht und könnte der Fat Boy deshalb normalerweise bei den Fahrleistungen eine lange Nase zeigen. Ist aber nicht der Fall, der Auspuff schluckt nicht nur drei Pferde an Leistung, sondern darüber hinaus auch noch schmerzliche sechs Newtonmeter Drehmoment. Die Motorenwertung geht deshalb trotz der sympathischen Dyna-Vibrations (die nennenswert aber nur im Stand stattfinden) knapp an die Softail.

Die Fat Boy macht ihrem Namen alle Ehre, denn sie kommt massig daher. Dagegen sieht die 21 Kilogramm leichtere Low Rider fast schlank aus

Kapitel Fahrwerk und Fahrspaß
So ähnlich die Motoren sind, so unähnlich sind die Stahlrohrfahrwerke der beiden Probanden. Die Softail macht – nomen est omen – hinten großspurig einen auf Starrrahmen, ist aber in Wirklichkeit versteckt gefedert. Die Dyna macht mit ihren Stereofederbeinen keinen Hehl aus ihrem konventionellen Konzept. Indes, im Fahrbetrieb punktet die Low Rider gleich in mehreren Disziplinen: Der kürzere Nachlauf (Low Rider: 128 mm, Fat Boy Special: 147 mm) beschert der Dyna in Verbindung mit den deutlich schmaleren Reifen einen spürba­ren Vorteil beim Handling. Sie schwenkt leichter ein in Kurven, braucht bei gleicher Kurvengeschwindigkeit weniger Schräglage und lässt sich auch leichter wieder aufrichten …

Damit kein Missverständnis entsteht: Die Fat Boy ist nicht unhandlich. Sie lenkt willig in Kurven ein, braucht dafür aber mehr Fahrerinput. Sie ist das schwerere Motorrad und rollt auf den breiteren Reifen. Die Dyna ist einfach ein paar Tacken agiler. Tja, und dann muss man auch noch­mals dringend das Thema Schräglagenfreiheit aufgreifen. Die mit Trittbrettern bewehrte Softail setzt schon auf, wenn der Fahrer das Wort Kurve bloß denkt. Selbst bei langsamem Wenden auf einer breiten Landstraße ist es für die Fat Boy kein Problem, mit den Trittbrettkanten Kontakt zum Boden herzustellen. Das nervt. 25 Grad mögliche Schräglage gibt Harley für die Softail an, das ist viel zu wenig, da sollte künftig mehr drin sein. Die Low Rider zeigt, obwohl ihr Name anderes vermuten lässt, wie’s besser geht. 30 Grad Schräglage sind zwar auch nicht das Gelbe vom Ei, in der Praxis bringen die fünf zusätzlichen Grade aber ein echtes Plus an Fahrspaß. Apropos Low Rider: Komischerweise fällt die Sitzhöhe bei der Fat Boy 10 Millimeter niedriger aus als auf der Dyna. Das Kapitel Fahrwerk und Fahrspaß gewinnt die Dyna.

Kapitel Bremsen
Hier gibt es bei diesem Vergleich keine Wertung, weil wir zu den Vergleichsfahrten noch nicht die neue 2015er Softail mit der neuen Vorderradbremse zur Verfügung hat­ten. Das ist schade, denn vom Papier her wäre die Dyna mit ihrer Doppelscheibenbremse (und ihrem Mindergewicht) eigentlich klar im Vorteil bei der Bremsenperformance. Aber das ist reine Theorie. Darüber hinaus ist die Doppelscheibe der Dyna – milde ausgedrückt – sehr defensiv ausgelegt und das Einscheiben-Ensemble der 2015er Softail nagelneu. Da wir das aber nicht gleichzeitig nebeneinander testen konnten, unterbleibt hier eine Wertung.

Schade eigentlich: Der zugeschnürte 2-in-1-Auspuff der handlichen Low Rider stiehlt dem Bike eine gute Portion Lebendigkeit

Kapitel Sound
Nichts ist für einen V2 so wichtig wie der Sound. Was nutzen mir 1700 Kubik in zwei Zylindern, wenn sich das verhaltene Geräusch unter mir nach der Lokomotive der Augsburger Puppenkiste anhört. Nicht umsonst bauen fast alle Harleyistas Zubehörtüten an ihren Bock. Was den Sound ab Werk angeht, hat die Softail eindeutig die Nase vorn. Ihre 2-in-2-Anlage ist mit einem Soundsystem ausgerüstet, das bei bestimmten Drehzahlen den lauteren der beiden Endtöpfe freischaltet. Das klingt dann richtig gut, viel mehr braucht man eigentlich gar nicht. Die Dyna hat so etwas nicht. Ihr einzelner Endtopf ist so zugeschnürt wie die Damentaillen zur Zeit des Rokoko. Was aus diesem Topf rauspröttelt, ist erbärmlich, einer Twin Cam nicht wert. Die Soundwertung geht deshalb eindeutig an die Softail.

FAZIT
Von den Kapitelwertungen her geht dieser Vergleich denkbar knapp zugunsten der Fat Boy Special aus. Mit dem unseligen Auspuff an der Dyna haben sich die Entwickler wahrlich keinen Gefallen getan. Er frisst Leistung, er frisst Kraft und ist Schuld am lauen Sound. Er allein ist verantwortlich dafür, dass die Low Rider sowohl in der Motorwertung als auch in der Soundwertung abkackt. Gleichwohl ist die Low Rider das dynamischere Motorrad. Bei Handling, Schräglagenfreiheit und Fahrspaß liegt sie vorne. Und satte 5600 Euro billiger ist sie auch noch. Möge jeder selbst entscheiden, welche der oben genannten Kriterien ihm wichtiger sind.
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