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Wem zum Them „Road King“ lediglich gemütliches Cruisen, Tourentauglichkeit und Komfort einfällt, der sollte jetzt aufhorchen: Es geht auch anders!
Äußerlich verrät diese „105th Anniversary“-Road King nicht viel über ihr wahres Wesen. Besitzer Thomas Gärtner, Harley-Vertragshändler im Rhein-Neckar-Raum, mag es eher unauffällig. Die kupferfarbene Sonderlackierung des Cruisers harmoniert wunderbar zu der klassischen, leicht üppigen Linie. Allein der Name steht, im Gegensatz zur Ambition des Besitzers, nicht für Unauffälligkeit. Der „König der Straße“ braucht keine Diät. Er trumpft mit üppigen Pfunden und trägt seine Proportionen und das relativ hohe Gewicht mit Stolz, jedoch zum Preis der Behäbigkeit. In vorliegendem Fall aber, die Headline verrät es, verhält es sich ganz anders. Unauffälligkeit ist oftmals ein Vorteil. Genauso unauffällig wie der sprichwörtliche „Wolf im Schafspelz“ kann man sich  – von den Ahnungslosen hoffnungslos unterschätzt – an seine Beute herantasten, um sich ganz plötzlich und genüsslich über sie herzumachen.

Äußerlich sieht man diesem Jubiläumsmodell praktisch nichts an. Doch wehe, wenn sie losgelassen …

Bevor ich den Schlüssel der Road King ausgehändigt bekomme, drehe ich ein paar Runden um das Bike. Die schiere Masse dieses Reisegefährts ist imposant. Bei genauerem Hinschauen entdecke ich ein erstes Indiz für Customizing: Ein Schriftzug an den Kühlrippen verrät ein entscheidendes Detail über ihren Charakter: Jims 131. Im Kopf fängt die große Rechnerei an: 131 Kubikinches entsprechen einem Hubraum von über 2,1 Liter. Das kann sich sehen lassen! Auf der linken Motorseite ist eine weitere kleine Plakette angebracht: „Jims Race Engine“ steht da. Das hört sich gut an. Die  Skepsis gegenüber dem schweren Tourer ist mit einem Mal verflogen.

Braves Äußeres, wilder Kern: JIMS Road King

Bevor der Motor gestartet wird, müssen zwei Dekompressionsventile neben den Zündkerzen gedrückt werden. Betätigt man diese Ventile nicht, reicht die Kraft des E-Starters nicht aus, um die Kurbelwelle zu drehen. Nachdem der Motor läuft, ballert die elektrisch verstellbare Kess-Tech-Anlage auf Knopfdruck sonor vor sich hin. Wegen der fehlenden Ausgleichswellen vibrieren trotz gummigelagertem Motor die Lenkerenden im Standlauf zünftig mit –  ich bekomme eine Vorahnung davon, was gleich abgehen wird. Ich lege den ersten Gang ein und los geht’s. Vor der ersten Kurve schalte ich vom zweiten in den ersten Gang zurück und wundere mich, dass das Hinterrad heftig blockiert. Zur Vorsicht gemahnt, geht die Fahrt weiter.



Nach zehn Minuten Landstraße folgt ein kurzes Stück über die Autobahn. Der Adler ist nun aus dem Horst. Die Beschleunigung dieses 2,1 Liter Aggregats ist phänomenal. In bequemer Sitzposition hinter dem ausladenden Windschutz genieße ich den fulminanten Vortrieb. Eben kurz mal am Gas gezupft und dem Fahrer stehen bei 4.000 Umdrehungen bärenstarke 174 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung. Die Road King mutiert vom kultivierten Tourer zum Autobahnräuber! Das begleitende Auto mit unserem Fotografen drin verschwindet im Rückspiegel wie das Raumschiff Enterprise im Orbit beim Umschalten auf „Warp-Antrieb“. Bei knapp 220 km/h ist der Spaß zu Ende und das ist besser so. Für solche Endgeschwindigkeiten ist das Fahrwerk der Road King nicht ausgelegt. Dennoch konnte bei zügiger Geradeausfahrt keine Unruhe im Fahrwerk entdeckt werden. Das Bike fährt wie auf Schienen, lediglich zu viel Seitenwind bringen den Koloss mit dem cW-Wert eines Kühlschrank ein wenig in Bedrängnis.

Widersprüchliche Aussagen: Auf dem Luftfiltergehäuse steht 96 cui, am Kopf prangt die Zahl 131. Die höhere Angabe stimmt und bedeutet 2150 ccm Hubraum

Auf der darauf folgenden Landstraßen-Etappe genieße ich die vorbeiziehende Landschaft und das schaltfaule Cruisen mit diesem überpotenten Motor. Es bewahrheitet sich die alte Weisheit: Hast du genügend Leistung, fährst du eher souverän als hippelig. Die stets abrufbare Leistung macht total gelassen. Mit diesem Gerät bist du wirklich der „König der Landstraße“. Thomas Gärtner verrät uns beim anschließenden Gespräch sein Vorhaben: „Da geht noch mehr, der Motor ist noch nicht an seiner Leistungsgrenze.“ Wir lauschen gespannt. Wenn sich zu den jetzt vorhandenen knapp 120 Pferden noch weitere 20 bis 30 dazu gesellen sollten, kann die Jagdsaison auf pfeilschnelle Sportler eröffnet werden. Wir werden an der Sache dranbleiben und berichten. Und Vorsicht an alle: Ein Wolf im Schafspelz treibt künftig sein Unwesen auf deutschen Straßen.


Modifikationen
Motor: Jims Race Engine, 2146 ccm (131 cui), Modelljahr 2008
Gemischaufbereitung: EFI, Saugrohrdurchmesser 58 mm
Verdichtung: 10,5:1
Luftfilter: Screamin’ Eagle AC
Auspuff: Kess Tech ESM
Räder: vorn Pirelli Route 130/90-16, hinten Pirelli Route 140/90-16

Kontakt
Harley-Davidson Rhein-Neckar
Am Herrschaftsweiher 21
67071 Ludwigshafen-Ruchheim
Tel.: 06237-92690
www.hd-rhein-neckar.com

 
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