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Sie war von vornherein als giftiges Biest für Puristen und harte Burschen konzipiert. Die Buchstaben „CH“ in der Modellbezeichnung XLCH stehen für Competition Hot. Das Macho-Gerät hat 55 PS, im hochverdichteten OHV-Motor werkeln vergrößerte Ventile in halbkugelförmigen High-Domed-Brennräumen. Hier erzählt uns der Sammler und anerkannte Ästhet Christoph Madaus, wie er diesem seltenen Prachtstück kam.
Harley-Davidson XLCH von 1962

„In den letzten Jahren interessiere ich mich zunehmend für die Rennhistorie von Harley-Davidson, vor allem basierend auf den Fahrzeugen der Sportster-Baureihe. Da Rennsportmotorräder von H-D heute kaum oder nur zu unerschwinglichen Preisen zu bekommen sind, gilt mein Augenmerk den Bikes mit mehr oder weniger sportlichen Genen. Neben der KHRM, die eine echte Rennmaschine ist, und der XR 1000, einem Straßenabkömmling der XR 750, fehlte mir noch etwas Sportliches mit Eisen-Sportster-Motor. Dieser Platz sollte mit der schon vorhandenen XLCR 1000 und einem weiteren Motorrad ausgefüllt werden. Eigentlich müsste das eine XLR sein. Diese Maschine ist an Klarheit und Ästhetik kaum zu übertreffen. Aber leider auch auf dem Markt praktisch nicht verfügbar. Vor Jahren wurde ein Exemplar bei Yoshi Kosakas Garage Company aufgebaut (der genialste Laden, den ich kenne) und in Pebble Beach gezeigt. Das allein zeigt die Hochkarätigkeit einer solchen Maschine. Der XLR ähnlich, und auch aus dem Jahr 1962 ist meine XLCH. Dieser Typ wurde mit der XLC von H-D 1958 ursprünglich als Wettbewerbs-Kundenmotorrad entwickelt und angeboten, dann aber ein Jahr später mit Beleuchtung als Straßenmotorrad legalisiert. Die XLC, auch als Competition Bike im Angebot, aber mit niedrigerer Verdichtung, verschwand nach einem Jahr Bauzeit. Die CH hat, um Gewicht zu sparen, keine Batterie, sondern eine Fairbanks-Morse-Magnetzündung. Dies macht allerdings das Starten mit dem Kickstarter zu einem schwierigen Akt, quasi mit Zufallscharakter. Die CH war zu ihrer Zeit das schnellste Straßenmotorrad der USA, heute würde man Superbike dazu sagen. Sie lief 190 km/h und konnte es auch mit den Engländern aufnehmen.

Viele Jahre suchte ich also eine unverbastelte, komplette XLCH des Baujahrs 1962. Ein solches Fahrzeug ist in Europa eigentlich nicht zu finden. Also beobachtete ich wie gewöhnlich lange Zeit die Angebote bei ebay.com in den USA. Auch dort ist das Angebot an XLCH knapp. Oder es sind jüngere Baujahre. Dann endlich, im Frühjahr 2012 war es soweit: Bike entdeckt und zugeschlagen. Gratulation, hurra, das Bike ist mein. Doch dann kommt immer das unschöne Thema des Transports nach Deutschland. Also erst mal Samstagabend in Alarmstimmung Michael Behrens von DHL kontaktiert. Der war gerade auf dem Weg nach Daytona, und sicherte mir einen Platz im Container nach Europa zu. Nur der Transport von Wisconsin nach Orlando müsse ich selbst organisieren. Der Zufall, das der Verkäufer mit seiner Trailer Queen auch nach Daytona wollte, war fast zu schön. Er nahm das Bike mit. So kam das gute Stück sicher in der Cargo City Süd, Frankfurt, an …

 

Einzelstück: Modell mit LinksschaltungDie erste Live-Sichtung zeigte, dass Fotos immer etwas schmeicheln. Trotzdem, es war alles da. Und schließlich kaufe ich lieber eine unrestaurierte Maschine, als eine die bereits Überarbeitete, die dann teurer ist, und man dann trotzdem von vorne beginnt, weil alles irgendwie nur mittelmäßig ist. Renovierte Karren aus den USA entsprechen eigentlich nie unseren europäischen Vorstellungen.
Beim Zerlegen zeigte sich, dass der Rahmen durch Erleichterungsbohrungen im hochbelasteten Gußteil im Bereich des Anlenkpunkts der Schwinge und weiterer sinnfreier Modifikationen nicht verkehrssicher und damit unbrauchbar war. Zum Glück konnte ich einen ´62er Rahmen in hervorragendem Zustand in den USA ersteigern, und im Zuge des Weihnachtsurlaubs im Flugzeug mit nach Hause nehmen.
Die Überholung des Motors habe ich wie auch schon bei meiner KHRM Bernd Kramer überlassen. Dabei wurde die Schaltung motorintern von rechts nach links verlegt. Keine ganz einfache Aufgabe. Der Motor ist damit sicher das einzige Exemplar mit Blechprimärdeckel und Schaltung links. Den Blechdeckel habe ich dann noch mit einem ausgelaserten Stahldichtrand von fünf Millimeter Stärke versehen, damit er einigermaßen dicht ist. Der Motor wurde komplett revidiert, im Bereich der Kanäle optimiert und die Gussteile in Silber keramikbeschichtet. Eine leistungsfähige Ölpumpe kam natürlich auch dazu. Das Motorrad muss eine Kanada-Erstauslieferung gewesen sein, da der Tacho Kilometer pro Stunde anzeigt. Welch glückliche Fügung, da der Orginaltacho allein als Meilen-Exemplar super rar ist. Bei den Federbeinen, die nicht original waren, hatte ich noch ein unrestauriertes Paar Gabriel Shocks von der KHRM, die genau zu der CH gehören. Nach der Überarbeitung funktionieren sie so gut oder schlecht wie damals und verleihen dem Moped ein authentisches Fahrverhalten. Nach einem Großauftrag an den Verchromer wurde die Maschine in Ruhe Das Luftfiltergehäuse stammt aus einem 80er Jahre Fuel-Injection-Kit  für Evos von Accelzusammengebaut. Das sich der Aufbau der CH nicht sonderlich von dem der KHRM unterscheidet, ging es ganz zügig voran.
Die ersten Testfahrten zeigten, dass zwischen der KHRM und der XLCH leistungsmäßig doch eine echte Evolution stattgefunden hat. Der Flathead war mit der KHRM sicher in seiner höchsten Entwicklung angekommen, wie man an den zahlreichen Rennerfolgen gesehen hat. Aber die OHV-Motoren waren dann doch einen echte Stufe weiter.“
 



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