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Es ist das Jahr von Harley-Davidson. Nur wenige Wochen nach der Vorstellung der überarbeiteten Touring-Generation zündet der Hersteller mit der brandneuen „Street” die nächste Bombe und stellt die Weichen für die Zukunft
Neue Harley-Davidson

Vor wenigen Wochen erst überraschte Harley-Davidson die Motorradwelt mit dem „Project Rushmore“. Unter dem vielklingenden Arbeitstitel unterzog der Hersteller aus Milwaukee seine Touring-Familie einer derart umfangreichen Überarbeitung, wie sie es in der 110-jährigen Firmengeschichte bis dato noch nicht gegeben hatte. Und Harley setzt erstmals beim 45°-V2 auf eine partielle Wasserkühlung. Ein Novum, denn viele befürchteten schon den Bruch mit der Tradition. Die Abkehr von den luftgekühlten Motoren ist zwar noch nicht gänzlich vollzogen, aber Wasser scheint in diesem Jahr das beherrschende Element zu sein. Und wenn Harley-Davidson mit „Global News“ ausgerechnet nach Mailand zur EICMA, einer internationalen Motorradmesse, einlädt, dann darf man schon etwas Besonderes erwarten. Zwar hatten die Buschtrommeln schon seit geraumer Zeit verlauten lassen, dass es sich angeblich um eine neue Modellfamilie unterhalb der Sportster-Reihe handeln solle, die Überraschung war dann aber doch groß.

„Street“ – so schlicht und einfach lautet die Bezeichnung des neuen Modells. Wahlweise mit 750 oder 500 ccm großem, flüssigkeitsgekühltem 60°-V2-Motor mit je vier Ventilen pro Zylinder, wobei in Deutschland nur die 750er Version erhältlich sein wird. „Revolution X“ nennt Harley sein neu­es Aggregat, in Anlehnung an den Dampfhammer aus der V-Rod. Der Motor ist eine Neuentwicklung und wird in der 750er-Variante voraussichtlich 35 kW also 48 PS leisten. Damit kann die „Street“ bei uns mit der Einsteiger-Führerscheinklasse A2 gefahren werden. Als Chassis dient ein ebenfalls neuer Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen mit einem, wie Harley-Davidson betont, gro­ßen Lenkeinschlag, um die Street in urba­nen Gefilden schön handlich zu machen. Mit einem Radstand von 1511 Millimeter und vorne 17-Zoll- und hinten 15-Zoll-Rädern sollte die Agilität passen, zumal der Hinterreifen nur 140 Millimeter schmal ist …

 

„Dark Custom Look” nennt Harley-Davidson das dunkle Design seiner neuesten ModellfamilieDas Fahrwerk selbst ist konventionell und besteht unteren anderem aus einer klassi­schen Telegabel. Die 2-in-1-Auspuffanlage verläuft unter der mittig montierten Fußrastenanlage. Außerdem ist die Sitzposition der Sitzbank angenehm niedrig und somit auch für kürzere Beine bestens geeignet. Wie es sich für eine echte Harley gehört, bestehen der abschließbare Tank und die Schutzbleche aus Metall. Auf den Einsatz von Plastik wurde hier bewusst verzichtet, um die H-D-Authentizität zu wahren. Warum dann allerdings die Seitendeckel aus schnödem, unlackiertem Plastik bestehen, erschließt sich nicht so ganz.

Bei der Beleuchtung setzt Harley auf zeitgemäße Technik und verbaut LED-Blinker und eine LED-Heckleuchte. Wie die meis­ten Modelle trägt auch die „Street“ nur je eine Scheibenbremse vorn und hinten. Die soll­ten aber locker ausreichen, um die Fahrzeugmasse vernünftig zu verzögern, denn der Company ist mit der Street etwas gelungen, was man von einer Harley sonst nicht erwartet: vergleichsweise geringes Gewicht! Gerade einmal um die 220 Kilogramm soll die Neue auf die Waage bringen, fahrfertig wohlgemerkt. Damit ist sie fast einen Zentner leichter als die kleinste Sportster. Und das sieht man der „Street“ auch an. Von vorn wirkt sie trotz der Lampenmaske schmal, fast schon filigran. Auch Seiten- und Rückansicht bestätigen den Eindruck. Zwar wirkt das Heck mit seinem überlade­nen Kennzeichenträger etwas klobig, aber kundige Hände werden das sicher schnell ändern; denn wie für alle Harley-Modelle wird Milwaukee auch für die „Street“ einen umfangreichen Zubehörkatalog bereithalten. Beide Hubraumvarianten werden nur im „Dark Custom Look“ erhältlich sein. Dabei kann der Kunde zwischen Matt- oder Glanzschwarz wählen. Chrom sucht man an der „Street“ vergeblich. „Die beiden neuen Maschinen ergänzen unser Dark-Custom-Line-up, das mit dazu beitrug, uns in den vergangenen fünf Jahren zur Nummer 1 unter den von jungen Erwachsenen bevorzugten Motorradmarken in den USA zu machen“, erläutert Mark Levatich, Presi­dent and Chief Operating Officer der Harley-Davidson Motor Company.

Keine Frage, mit der neuen Modellreihe will sich Harley-Davidson nicht nur in den Vereinigten Staaten eine neue Zielgruppe erschließen, denn die bisherige liegt beim Altersdurchschnitt in einem Bereich, der für den Hersteller in den kommenden Jahren kritisch werden könnte. Die Big Twins sind für junge Leute zu uninteressant, zu Die „Street“ wirkt für Harley-Verhältnisse fast schon filigranschwer, zu teuer oder all das zusammen. Um sich auch für die Zukunft zu rüsten, musste zwangsläufig etwas her, was es der neuen Zielgruppe leicht macht, aufs Motorrad zu steigen und es dort zu bewegen, wo sie sich am meisten aufhält – im städtischen oder „urbanen Bereich“, wie sich die Marketingleute gerne ausdrücken. Genau dafür wurde die „Street“ konzipiert. Nicht für das Kilometerfressen auf endlosen amerikani­schen Highways oder tagelangen Touren. Deshalb fiel wohl auch die Entscheidung zugunsten eines kleinen, flüssigkeitsgekühlten Motors. Bei zu erwartendem Stop- and-go-Verkehr in großen Metropolen ist das nicht nur kühltechnisch sicherer, sondern für den Fahrer auch angenehmer als ein luftgekühlter Big Twin, der seine Hitze gnadenlos auf die Unterschenkel abstrahlt. Abgesehen davon dürfte sich das neue Triebwerk als zukunfts­sicher auch im Hinblick auf mögliche Verschärfungen der Abgasemissionen erweisen. Bekanntlich steht mit der Einführung der Euro-4-Norm bei Motorrädern eine weitere Hürde an, die insbesondere den heutigen luftgekühlten Motoren Schwierigkei­ten bei der Homo­lo­gation bereiten könnte. Und sehr wahrscheinlich schielt Harley-Davidson mit Asien auch auf den weltgrößten Markt für motorisierte Zweiräder. Schließlich hat man in Indien bereits ein Werk, in dem Fahrzeu­ge produziert werden.

Harley stellt sich also in der Breite auf, um als Hersteller global an Bedeutung zu gewinnen. Auch in Europa möchte Harley-Davidson weiterwachsen, wie Senior Vice President und Chief Marketing Officer Mark-Hans Richer auf der Präsentation in Mailand betonte. Mit der „Street“ sind die Weichen gestellt, auch dank des attraktiven Einstiegspreises, der vermutlich klar unter der gün­s­tigsten Sportster liegen wird. In den USA soll die „Street“ zwischen 6.700 und 7.500 Dollar kos­ten. Für Deutschland könnte das der Preis in Euro sein. Die Markteinführung erfolgt im zweiten Quartal 2014 zunächst in den Staaten, Italien, Spanien, Portugal und Indien. In Deutschland kommt die „Street“ in der 750-ccm-Version fürs Modelljahr 2015, sie wird also ab Ende August 2014 bei den Händlern stehen.

 



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