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Indian Roadmaster - Fahrbericht

26.09.2014  |  Text: Heinrich Christmann  |   Bilder: Hersteller
Indian Roadmaster - Fahrbericht Indian Roadmaster - Fahrbericht Indian Roadmaster - Fahrbericht Indian Roadmaster - Fahrbericht Indian Roadmaster - Fahrbericht Indian Roadmaster - Fahrbericht
Indian Roadmaster - Fahrbericht
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Nicht nur nach unten, auch nach oben hat Indian sein Modellprogramm ausgebaut. Wir fuhren den neuen Super-Luxustourer Roadmaster
Wer sich in der Modellhistorie von Indian auskennt, weiß, dass es das Modell Roadmaster schon einmal gab. Von 1947 bis zum bitteren Konkurs 1953 hatte die Marke aus Springfield/Massachusetts 
bereits ein Modell mit diesem Namen im Programm. Die neue 2015er Roadmaster markiert derzeit das Spitzenprodukt der in den letzten Jahren sehr professionell wiederbelebten Marke.

Technisch basiert die neue Roadmaster auf der im letzten Jahr vorgestellten Chieftain. Auch sie wird angetrieben von dem bereits bekannten 1.811 ccm großen Thunder-Stroke-Motor. Als Flaggschiff bietet der schwere Tourer allerdings eine ganze Menge mehr Luxus als die Chieftain. Die augenfälligsten Merkmale sind natürlich die größere Frontscheibe, das gro­ße Topcase mit Soziussitzlehne und die voluminösen Beinschilde. Die größere, per Knopfdruck elektrisch stufenlos einstellbare Windschutzscheibe entlastet den Fahrer spürbar besser als die der Chieftain. Auf der Roadmaster kommen auch Großgewachsene in den Genuss von gutem Windschutz.

Unglaubliche 140 Liter fassen die fünf Stauräume insgesamt

Die neuen Beinschilde sehen aufgrund ihrer Form auf den ersten Blicke zwar etwas gewöhnungsbedürftig aus, sie funktionieren aber sehr gut. Bei heißem Wetter kann man mit einem Handgriff Klappen öffnen, um etwas mehr Luft an die Beine zu lassen. Ist es kalt oder nass, schließt man die Klappen und sitzt dann recht wohlbehütet hinter den Schützern. Auch gut: Es befinden sich kleine, ein paar Liter fassen­de Stauräume in den Beinschilden. Apropos Stauraum: Satte 143 Liter bietet die Gepäckabteile der Roadmaster insgesamt, den Löwenanteil dabei schluckt das riesi­ge Topcase. Dass die Koffer und das Topcase zentral per Funkfernbedienung geöffnet und geschlossen werden können, ist kein Gimmick, sondern im täglichen Gebrauch eine ganz feine Sache.

Auch sonst ist der Luxus-Tourer vollgestopft mit Accessories, die das Biker-Leben zwar leichter, das Gerät dadurch aber auch deutlich schwerer machen. Zehnstufig beheizbare Fahrerhandgriffe, getrennt regelbare Sitzheizungen für Fahrer und Passagier, in mehreren Höhen und Winkel er-
gonomisch verstellbare Trittbretter für den Sozius, Echtleder-Sitze, Infotainement-System mit Bluetooth, Keyless Ignition, Tempomat, Reifendruck-Monitoring und die LED-Leuchten verwöhnen die Passagiere mit allerlei Annehmlichkeiten, lassen zusammen mit reichlich Chrom das Fahrzeug-gewicht auf vollgetankt 420 Kilogramm schnalzen.

Das Cockpit ist luxuriös, aber angenehm dezent gehalten

Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass sich die Roadmaster erstaunlich leichtfüßig fahren lässt. Beim Rangieren und extremer Langsamfahrt spürt man etwas den hohen Schwerpunkt, der vor allem vom Topcase herrührt, aber bereits wenig über Schritttempo verflüchtigt sich das hohe Fahrzeuggewicht wie von Geis­terhand. Die 16-Zöller vorne und hinten machen die Fuhre schön handlich, und die drei Scheibenbremsen inklusive ABS haben den Super-Tourer stets souverän im Griff.

Die Roadmaster gibt es in Schwarz, Indian-Rot und dem Zweitonlack Indian-Rot/Elfenbein-Creme. Die Preise beginnen bei 27.990 Euro, die Garantie beträgt 5 Jahre ohne Kilometerbegrenzung.
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Stand:24 March 2019 09:42:27/fahrtests/indian+roadmaster+-+fahrbericht_174.html