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Harley-Davidson Neuheiten 2016

18.09.2015  |  Text: Dr. Heinrich Christmann  |   Bilder: Hersteller
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Harley-Davidson Neuheiten 2016
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Die große Revolution aus Milwaukee blieb zwar aus, dafür gibt es aber reichlich positive Evolution beim Harley-Davidson Modelljahrgang 2016
Drei neue Dark-Custom-Modelle, die kraftvollste Cruiser-Familie der Unternehmensgeschichte, ein neuer Tourendampfer und zahlreiche Verbesserungen in puncto Leistung und Styling kennzeichnen die Modellpalette für 2016.

Street 750 und Sportster
Einzige Änderung an der wassergekühlten Street 750 ist ein neues Bremssystem. Über die Sportster-Familie gibt es da schon deutlich mehr und sehr Erfreuliches zu berichten: Mit neuen Fahrwerkskomponenten sowie in Form und Polsterung optimierten Sitzen sorgen die Sportster-Typen des Modelljahrs 2016 für ein Plus an Komfort und Fahrspaß. Die neuen Sitze bieten dem Fahrer dank neuer Polstermaterialien und einer optimierten Form mehr Halt und Bequemlichkeit. Das Sportster Fahrwerk verfügt jetzt über eine neue Cartridge-Gabel und neue Emulsions-Federbeine am Heck. Letztere arbeiten mit Stickstoff sowie einem separaten Ölreservoir. Die Vorspannung der progressiv gewickelten Federn kann stufenlos reguliert werden. Analog zu den neuen Federbeinen warten auch die neuen Gabelinnereien mit progressiv gewickelten Federn auf. Geänderte Federraten und ein neues Dämpfungsventil sollen ein Durchschlagen beim harten Anbremsen wirkungsvoll unterbinden.

Die beiden Knaller sind die neu gestaltete Iron 883 und der nachgeschärfte Bestseller Forty-Eight. Die Iron 883 kommt mit neuen, mega stylischen Mattlacken, gechopptem Frontfender, schwarzem Triebwerk samt schwarzer Auspuffanlage, einem Drag Bar Lenker und einem quer gesteppten, üppig gepolsterten Solositz. Der gerippte Luftfilter und das Bullet-Hole-Design an Zahnriemenabdeckung, Auspuffhitzeschilden und am Frontfenderhalter erinnern an den Race-Look klassischer, durch Bohrungen gewichtsreduzierter Motorräder.

Auch die Forty-Eight profitiert von gründlicher Detailarbeit. Als einzige Sportster besitzt sie künftig eine stämmige Gabel mit 49 Millimetern Standrohrdurchmesser. Die neue Tankgrafik mit den schmalen Streifen wird an mehreren Stellen des Fahrzeugs zitiert, zum Beispiel auf dem Sitz, am Riemenschutz und an den verchromten Auspuffblenden. Zudem sind die Speichenräder Geschichte, die Forty-Eight rollt jetzt auf feingliedrigen Gussrädern, die im Nabenbereich eine stylische Zierüberfräsung aufweisen.

Wir sind – mit Ausnahme der Road Glide Ultra – bereits alle Neuheiten des Jahrgangs 2016 gefahren und können konstatieren, dass die höherwertigen Fahrwerkskomponenten den Sportstern sehr gut tun …

Dyna
Das Thema „neue Dynas“ ist einigermaßen schnell abgehandelt: Im Westen nichts Neues! Als einzige „Neuheit“, wenn man das so bezeichnen mag, kann man die Street Bob jetzt auch als „Special“ ordern, dann kommt diese mit dem Lenker der Fat Bob, vorverlegter Fußrastenanlage, Sitzbank mit Soziusplatz und neuen Gussrädern. Beim Fahrtest überraschte die „Street Bob Special“ mit einer sehr gelungenen Sitzposition und besten Manieren beim Fahren. Ganz klare Sache: Die „Special“ ist die bessere Street Bob.

Die Dyna Street Bob, von Haus aus eigentlich ein milder Chopper mit halbhohem Apehanger, bekommt durch wenige Modifikationen fahrerisch einen völlig anderen Charakter

Softail
Hier tat sich technisch am meisten! Alle Softails des Jahrgangs 2016 sind mit dem druckigeren „High Output Twin Cam 103B“-Motor ausgestattet. Der hat andere Nockenwellen und den voluminöseren Luftfilter der Touring-Modelle, was vor allem dem Punch im unteren und mittleren Drehzahlbereich zugute kommt. Zudem kommen einige Standard-Softails schon ab Werk mit Tempomat, bei allen anderen kann man dieses Feature hinzuordern. Der Evergreen Heritage Softail Classic bekam mit neu gezeichneten Packtaschen, neu gestalteten Conchos undeinem neuen Tanklogo eine milde optische Modellpflege.

Mit diesem olivgrünen Mattlack und dem Stern auf dem Tank, der die alten WLA-Maschinen aus dem World War II zitiert, ist die neue Softail Slim S nicht nur der stärkste, sondern auch der coolste Cruiser des Modell-Portfolios

Die wichtigsten Neuheiten stellen aber die beiden „S“-Modelle dar. Richtig gelesen: Ab jetzt gibt es eine Fat Boy S und eine Softail Slim S. Und die haben es faustdick hinter ihren Twin-Cam-Ohren, sind sie nämlich mit dem 110 cui großen Screamin’-Eagle-Motor bestückt, der bislang den sündteuren, luxuriösen CVO-Modellen vorbehalten war. 92 PS und 145 Nm Drehmoment in einer Slim oder Fat Boy … alter Schwede, da geht was! Wir konnten den beiden S-Modellen im katalonischen Hügelland bereits die Sporen geben und fordern: Dieser Motor muss künftig in alle Big Twins von Harley. Der drückt wie Bolle und kann dem Wettbewerb aus Minnesota endlich das Wasser reichen. Für uns die Topneuheit des Jahres.

In der Fat Boy S sitzt der gleiche potente Screamin’ Eagle Twin Cam 110 wie in der Slim S. Lediglich die Luftfiltergehäuse der beiden unterscheiden sich

V-Rods und Touring
Bei den V-Rods Night Rod Special und Muscle gibt es nur zu vermelden: Ja, es gibt sie noch. Und nein, es gibt keinerlei technischen Änderungen an ihnen. Die Touring-Familie hat dagegen wieder Zuwachs bekommen. Zwei Jahre war sie auch in den USA nicht zu haben, jetzt kommt sie wieder, und zwar auch zu uns. Die Rede ist von Megaschiff Road Glide Ultra. Ihr etwas leichteres Schwestermodell Road Glide Special gibt es seit letztem Jahr, die „Ultra“ packt jetzt noch ein riesiges Topcase obendrauf, wie wir das von den E-Glide-Ultras kennen. Und selbstverständlich profitiert auch die neue Road Glide Ultra von all den Goodies, die im vorletzten Jahr mit dem „Project Rushmore“ in die Touring-Familie eingeflossen sind.

CVO        
Drei CVO-Modelle wird es geben, alle drei sind dicke Tourer. CVO Limited, CVO Road Glide Ultra und CVO Street Glide heißen die neuen Luxusdampfer aus der Sonderabteilung „Custom Vehicle Operations“. Neben neuen spektakulären Lacken gibt es erstmals bei den CVOs ein fortwährend arbeitendes Reifendruckkontrollsystem. Bei geringstem Druckverlust melden Sensoren das an den Bordrechner, der eine Warnmeldung auf dem großen Infotainment-Monitor zeigt.

Unser vorläufiges Fazit
Zwar gibt es keine echte Neuheit in Gestalt eines komplett neu entwickelten Motorrads, aber mit der technischen und optischen Aufwertung der Dark-Custom-Sportster Iron 883 und Forty-Eight, dem behutsamen motorischen Aufrüsten der Softails und den beiden Screamin’ Eagle befeuerten Krachern Fat Boy S und Slim S, ist Harley gut aufgestellt. All das in Tateinheit mit etlichen neuen, teils hochgradig attraktiven Lacken … Saison 2016, du kannst kommen!
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Stand:24 March 2019 10:23:38/fahrtests/harleys+neuheiten+2016_159.html