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Harley-Davidson Electra Glide Ultra Limited - Tourer in Topform

22.11.2013  |  Text: Dr. Heinrich Christmann  |   Bilder: Carsten Heil
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Harley-Davidson Electra Glide Ultra Limited - Tourer in Topform
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Harleys „Project Rushmore“ ist viel mehr als eine bloße Modellpflegemaßnahme. Noch nie fiel eine Modellüberarbeitung so tiefgreifend aus, noch nie hat sie solch eklatant positive Resultate erbracht. Wie kam es dazu?
Nun, wir haben einfach zugehört. Wir haben viele Tausend unserer Kunden befragt und sind mit Hunderten auf große Tour gegangen“, erklärt Mark-Hans Richer, der Chief Marketing Officer der Company. „So haben wir herausbekommen, wo wir ansetzen müssen. Die Leute haben uns gesagt, was alles verbesserungswürdig ist an unseren Bikes und all diese Punkte haben wir aufgegriffen.“

Was dabei herauskam, ist inzwischen bekannt. Der neue Motor ist dank neuer Nockenwellen und eines neuen Luftfiltergehäuses laut Hersteller eine Spur kräftiger geworden, die gut funktionierende Integral-Bremsanlage ist ein Quantensprung für Harley-Davidson und auch der Komfort für den Fahrer ist gestiegen. Die Verwirbelungen hinter der neu gestalteten „Batwing“-Verklei­dung sind dank des waagerecht liegenden, „Slipstream“ getauften Hinterlüftungsschlitzes um gut 20 Prozent weniger geworden, das schont die Ohren, die Nerven und die Halsmuskulatur. Dazu kommen komfortablere Sitze, neue Handarmaturen, hellere LED-Lampen und – welch ein Segen – überarbeitete Koffersysteme mit einem genial einfach zu bedienenden Einhandsystem. Die Tatsache, dass das viel kleiner aussehende, neue Topcase in Wirklichkeit sogar mehr Stauvolumen bietet als sein Vorgänger, zeigt, wie geschickt die Designer gearbeitet haben …

Schade! Zumindest bei unserem Testexemplar war von einer Leistungssteigerung nichts zu spüren

„All new“ ist auch das Infotainment-System. Fahrer moderner Autos sind ja inzwischen ziemlich verwöhnt, was die interaktive Vernetzung mit der gesamten Welt angeht. Damit der Dauer-Smartphone-User auf seiner Harley keine Entzugserscheinun­gen erleiden muss, wurden zwei neue Infotainment-Systeme entwickelt. Das günsti­gere namens „Boom! Box 4.3“ wird an den Modellen Street Glide und E-Glide Ultra Classic verbaut, an der Ultra Limited kommt das teurere System „Boom! Box 6.5 GT“ zum Einsatz. Die Systeme kombinieren Audio-, Kommunikations-, Navigations- und Informationsfunktionen in einem einzigen Modul. Der Audioteil verfügt über einen Recei­ver für analogen und digitalen Empfang. Mobiltelefone und Musikplayer lassen sich dank einer Bluetooth-Konnektivität kabellos mit dem Verstärker verbinden. Das System kann per Sprachsteuerung bedient werden und verfügt über eine sogenannte „Text-to-Speech“-Technologie, die geschriebene Texte in Audiodateien mit natürli­cher Aussprache verwandelt. Fünfwege-Joysticks an den Lenkerarmaturen bilden die Schnittstelle zwischen dem Fahrer und dem Infotainment-System.

Die Instrumente sind neu gezeichnet und jetzt deutlich besser ablesbar, der 16,5 Zentimeter große Touchscreen-Bildschirm lässt sich auch bedienen, wenn man Handschuhe anhat. Die Bedienung des Infotainment-Systems ist selbsterklärend und leicht

Während das günstigere Paket mit einem 11 cm großen Monitor auskommen muss, verwöhnt das an der Limited verbaute 6.5 GT mit einem 16,5 cm großen farbigen Touchscreen. Die Anlage verfügt über ein integriertes Navigationssystem, über das nicht nur die schnellste oder kürzeste, sondern auch die landschaftlich reizvollste oder kurvenreichste Strecke abgerufen werden kann. Der Frequenzgang der Anlage wurde auf die Einsatzumgebung abgestimmt, will heißen: Eine automatische Loudness-Funktion gleicht Bässe und Höhen an die Lautstärke an, so dass sich bei jeder Fahrgeschwindigkeit ein kraftvolles, gut verständliches Klangbild ergibt. Wir haben das Navi unter verschiedensten Geschwindigkeits- und damit Geräuschsituationen getestet und sind vollauf zufrieden. In jeder Situation waren die Anweisungen der netten Dame aus den Lautsprechern gut zu verstehen, auch der Musikgenuss kam nicht zu kurz. Handys können nicht nur vernetzt, sondern in der wasserdichten, gepolsterten „Juke­-box“ rechts neben dem Bildschirm auch geladen werden.

FAZIT
Trotz des konkret gewollten und von Harley-Davidson sorgsam gepflegten Retro-Designs sind die Touring-Motorräder aus Milwaukee kommunikationstechnisch inzwischen im Hier und Jetzt angekommen. Zudem sind sie nicht nur hübscher, sondern auch dynamischer (Motor), prakti­scher (Koffer) und sicherer (Integralbremssystem) geworden. Kurz: Sie sind das Beste, was je in Amerika im Touren-Segment gebaut wurde.
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Stand:24 March 2019 09:37:42/fahrtests/harley-davidson+electra+glide+ultra+limited+-+tourer+in+topform_174.html