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Vom 28. bis zum 30. Juni rockten die Hamburg Harley Days die Hansestadt
Rock ’n’ Roll ist mehr als Bill Haley, Chuck Berry und Elvis Presley; er ist – da sind sich nicht nur Musiker einig – eine Lebenseinstellung: intensiv, fetzig und unabhängig. Vielleicht passt er deswegen so gut zu Hamburg, wo Kaiserkeller, Indra und Star-Club als Bühnen der Musikrevolution Geschichte schrieben. Und vielleicht harmoniert Harley-Davidson gerade aus diesem Grund so gut mit der weltoffenen Hansestadt. 2019 traten die Hamburg Harley Days vom 28. bis zum 30. Juni bei brennend heißem Sommerwetter einmal mehr den Beweis an.



Der Großmarkt ist der Hot Spot
Motorrad-, Musik- und Partyfans aus aller Herren Länder pilgerten in Deutschlands Norden – zum Feiern, Biken, Tanzen, Staunen, Fachsimpeln, um Freunde wiederzutreffen und den Geist des Rock ’n’ Roll hochleben zu lassen. An den drei Eventlocations zählte man über die drei Festivaltage hinweg rund 400000 Besucher. Europas größter eintrittsfreier Motorrad-City-Event machte seinem Ruf einmal mehr alle Ehre: Am Großmarkt hatte Harley-Davidson auf rund 40000 Quadratmeter Fläche mächtig aufgefahren. An rund hundert Händlerständen fand man die wohl umfassendste Motorrad- und Zubehörausstellung der Republik. Wer ganz relaxed das Kommen und Gehen der Biker beobachtete, konnte feststellen, dass tatsächlich keine Harley einer anderen gleicht. Diese Einzigartigkeit unterstrichen auch das deutsche und das österreichische Siegerbike des „Battle of the Kings“-Contests – made by Thunderbike Harley-Davidson Niederrhein und Harley-Davidson St. Pölten –, die auf der Bühne präsentiert wurden, sowie die Ride-in-Bikeshow in der Mönckebergstraße, bei der am Samstag die schönsten Motorräder im harten Wettstreit gegeneinander antraten. Für mindestens ebenso viel Gesprächsstoff sorgte die LiveWire. Das erste elektrisch angetriebene Motorrad eines Großserienherstellers durfte nicht nur erstmals auf einem deutschen Harley-Davidson-Event bestaunt werden – vielmehr war Anfassen ausdrücklich erwünscht, denn die Maschine war auf einem authentischen Fahrsimulator montiert. Während sie einen wichtigen Teil der Zukunft von Harley-Davidson repräsentiert, standen vier detailgetreue Repliken der Custombikes aus dem Roadmovie „Easy Rider“ für einen bedeutenden Part der Markenhistorie. Vor fünfzig Jahren brachte der Kultstreifen das rebellische Lebensgefühl der Jugend auf den Punkt und seine eigentlichen Stars waren die „Captain America“ und das „Billy Bike“, zwei umgebaute Panhead-Harleys. Dass Motorräder in Hamburg keineswegs nur zum Bewundern bereitstanden, unterstreicht die Tatsache, dass jeder Gast mit einem gültigen Führerschein bei einer Probefahrt einer neuen Harley eigenhändig auf den Zahn fühlen durfte. Rund 350 Besucher machten von diesem Angebot Gebrauch.



Für Adrenalinschübe bei den Zuschauern sorgte Pitt’s Todeswand, Deutschlands traditionsreichste Steilwandschau, und auf geführten Touren konnten sich die Gäste davon überzeugen, dass Deutschlands Norden auch Bikern einiges zu bieten hat. Zahlreiche Caterer stillten Hunger und Durst der Gäste und fünfzehn Bands legten sich auf den zwei Open-Air-Bühnen ins Zeug. Geboten wurde ein breites Spektrum aus Blues, Rock, Country, Hardrock und – natürlich – Rock ’n’ Roll. Neben Lokalmatadoren wie Ohrenfeindt traten die Kris Barras Band aus Großbritannien und die Laura Cox Band aus Frankreich ins Rampenlicht. Alle, die bis in die Morgenstunden weiterfeiern wollten, zog es auf die Reeperbahn, die sich wieder als bunte Biker- und Partymeile präsentierte.

Parade mit prominenten Guides
Rund 7000 Motorradfahrer formierten sich am Sonntag unter der Führung von Schauspieler Marek Erhardt, „Kiezpirat“ Kalle Haverland, Ex-Bodyguard Eddy Kante, Schauspieler Ingo Kantorek, Youtuber Keno Veith und „Kult-Kieztouren“-Führer Fabian Zahrt zur großen Parade. Das Startsignal gab US-Generalkonsul Richard Yoneoka. Ein Abschied zwar – jedoch keineswegs für immer. Harley-Davidson kommt natürlich wieder zurück nach Hamburg: Vom 26. bis zum 28. Juni 2020.

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