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Vor zwei Jahren sah es so aus, als ob sich eine neue Design-Richtung fest etablieren könnte. Scharfe Kanten waren plötzlich mega in. Doch die außerordentlich kräftige „Old Style“-Welle spülte diesen zart keimenden Trend erstaunlich schnell hinweg. Hier einer der schönsten und radikalsten Vertreter der „Konvex-Konkav-O-Manie“
Die Halbwertzeit von Designtrends in der Custombikeindustrie ist fast vergleichbar mit der von Damenschuhmode. Ständig muss was Neues her, man kann doch unmöglich in Daytona oder Faak mit dem gleichen Bike aufkreuzen wie vor zwei Jahren. Klingt irgendwie ziemlich abgedreht, ist aber angesichts des Ansatzes, warum Menschen überhaupt individualisierte und individualisierende Custombikes fahren, durchaus nachvollziehbar. Custombiker wollen sich in allererster Linie von anderen Mitmenschen und Mitbikern unterscheiden – und dies auf möglichst exaltierte Weise. Entwickelt sich jedoch ein Trend wie etwa der Breitreifenhype zur Massenbewegung, geht dem Einzelnen – sofern er vorher ein Trendsetter war – die Aufmerksamkeit der staunenden Außenwelt verloren: Wenn jeder ultrabreit fährt, ist das nichts Besonderes mehr, eine Gegenbewegung zu schmaleren Reifen ist dann vorprogrammiert. Und genau wie in der Bekleidungsmode gibt es in unserer Szene Designrichtungen, die am Markt eine lange Präsenz haben und auch solche, die wie ein Strohfeuer kurz und heftig aufflammen und dann verlöschen.

Stealth-Optik auf zwei Rädern

Ein solcher „Kurzläufer“ war die Mode, möglichst viele Ecken und Kanten und gegenläufige Rundungen und Radien am Bike unterzubringen. Die hier gezeigte „Ultimatum“ ist ein Paradebeispiel für diesen Stil. Und gerade weil dieses Design sich nicht massenhaft durchsetzte, hat der Besitzer eines solchen Bikes auf der Individualistenskala mindestens 100 Punkte. Die „Ultimatum“ getaufte Maschine wurde in nur drei Monaten von drei motorradbesessenen Freaks gebaut, denen neben der spektakulären Optik auch technische Extravaganz, gekoppelt mit alltagstauglicher Fahrbarkeit wichtig war. „ Es gibt zu viele ‚Trailerqueens‘ in unserem Business,“ so Ariel Alfonzo, einer der drei Gründer von Ultimate Cycles, „Motorräder sind nicht zum Rumstehen, sondern zum Fahren da.“ Und deshalb war es auch kein Problem, als der Autor dieses Berichts darum bat, für die Fotoaufnahmen an eine schönere Location zu wechseln.

Die kantige Dreiecks-Optik ist markant, hat sich aber nicht am Markt durchgesetzt

„No problem“, sprach Ariel, schwang sich auf das lange Gerät, drückte den Starter und brauste, nachdem die Air Suspension das Heck in eine fahrbare Höhe hochgepumpt hatte, voraus an den kleinen Weiher in Miami Lakes. „Alle Lackteile an dem Bike sind aus Stahlblech von uns handgefertigt worden. Kunststoff- oder Glasfaserkram kommt für uns nicht in Frage“, erklärt Ariel. Inzwischen ist Isaac dazugekommen. Er ist Gründungsmitglied der kleinen Firma, aber nicht handwerklich in ihr tätig. Isaac ist Rechtsanwalt, unterhält drei Kanzleien in Südflorida und ist so etwas wie der Geldgeber und Syndikus des Unternehmens; nebenbei fährt er im Amateurstatus Motorradrennen auf einem Suzuki GSX-R Supersportler, was ihn sympathisch macht, beweist dies doch, dass er nicht scheuklappig auf Cruiser und Chopper fixiert ist. Der Dritte im Bunde heißt Sal. Der arbeitete vor seiner Zeit bei Ultimate zehn Jahre als lizensierter Flugzeugmechaniker und hatunendlich viel Schraubererfahrung aus dieser Zeit mitgebracht. Folgerichtig war es auch Sals Idee, statt profaner Spiegel eine rückwärts gerichtete Kamera ins Heck einzubauen. Der dazugehörige Monitor sitzt als Kombiinstrument vorne in der kantigen Lenker-Riser-Einheit. Der Motor ist ein über und über verchromtes, verziertes und graviertes Billet-Teil, dessen genaue Herkunft die Jungs für sich behalten wollten. Das RSD-Getriebe stammt von Baker, die verchromten, filigranen CNC-Räder fräste PM.



Trotz all der überbordenden kantigen und gezackten Formen ist das Bike extrem clean gehalten. Sichtbare Hydraulik- oder Elektrikleitungen sucht man vergebens, die sind gut versteckt. „Dieser Hauch von einem Heckfender ist aber nichts für schlechtes Wetter“, stellte ich fest. „No problem“, meinte Ariel, „so schrecklich viel regnet es hier nicht. Allerdings nervt die weit verbreitete Rasensprengerei etwas. Die Sprinklerköpfe sind oft so nachlässig positioniert, dass sie einen Teil der Straße mitbewässern. Wenn du durch die Brühe durchmusst, und das ist gar nicht so selten, gibt’s jedes Mal einen nassen Rücken bis ins Genick. Shit happens …“, lachte der in Brooklyn geborene Wahl-Südstaatler und schwang sich auf den Bock, um für die Fahrfotos zu posieren.



 
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