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Gewöhnlich werden Bikes anlässlich eines Fotoshootings vorher stundenlang geputzt und in jeder Ritze blitzeblank gewienert. Nicht so bei Toddi, der nur trocken anmerkte, die Karre sei eigentlich recht sauber, weil er ein paar Tage zuvor im Regen unterwegs war
Was ist das für ein Typ? Und was ist das bitte für ein Bike, das ausschaut, als wenn es kaum zehn Kilometer am Stück schaffen würde, ohne liegenzubleiben. Toddi, der es sich seit Jahren zur Passion gemacht hat, alte Harleys nach seinem Gusto umzubauen, gehört zu den Typen, die kein Blatt vor den Mund nehmen und die einen Scheiß darauf geben, wenn man ihnen vorwirft, klassische Bikes zu „verunstalten“. „Ich mache aus Schrott, den ich zusammensuche, wieder fahrbare Bikes, die mir gefallen“, so Toddi, „das muss nicht jedem gefallen, ich mach das so, wie ich es cool finde.“

Der hier gezeigte Chopper ist seine Alltagsbitch, mit der wider Erwarten sehr viel mehr als zehn Kilometer am Stück möglich sind. Man solle sich nicht von der Optik täuschen lassen, meint Toddi, denn technisch sei fast alles komplett überholt, nur halt eben nicht neu verchromt oder geputzt. Das Herzstück des Bikes bildet ein 53er-Panhead-Motor, der komplett revidiert wurde. Mit neuen Kolben, überholter Kurbelwelle, neuen Lagern und Dichtungen ist er sogar komplett dicht und springt meistens auf den ersten Kick an. Mit dem 42er-Dellorto-Vergaser, einer Speed-Fire-Zündung und einem Ratchet-Top-Getriebe ist der Ofen so zuverlässig wie früher, und damit sind die Amerikaner schließlich auch etliche Meilen gefahren.

Die Optik täuscht – hier ist alles technisch komplett überholt. Nur der Lenker fährt sich nicht so klasse, aber da muss man halt durch, so Toddi. Zur Sicherheit fährt der Herr mit

Der Auspuff ist ein Eigenbau, in den sogar Schalldämpfer montiert sind, denn die Polizei soll ja keine Anhaltspunkte haben, um den Ofen stillzulegen. Der Rahmen ist ein klassischer Wishbone, der komplett original blieb, aber das war es dann auch schon mit originalen Teilen an dem Bike. Der Lenkkopfwinkel von drei Grad plus wurde über geänderte Lagerschalen erreicht und um einen vernünftigen Nachlauf zu gewährleisten, ist die Gabel um vier Zoll verlängert. Der Heckfender stammt aus einer Lagerauflösung. Der Tank stammt von einer alten NSU und die Sitzbank sowie die Sissybar wurden selbst angefertigt. Für etwas Licht sorgt ein Snooker-Scheinwerfer, das Rücklicht fertigte Toddi aus Resten an, die er in seiner kleinen Werkstatt gefunden hat. Gebremst wird klassisch mit Trommelbremsen, die in Speichenräder montiert sind, die er auf einem Flohmarkt fand. Hinten arbeitet sogar eine hydraulische Trommelbremse, die gleichzeitig auch als Kettenradträger dient. Der Lenker, so Toddi, sei sein Stil und selbst gemacht, „nur ganz ehrlich, das fährt sich nicht so klasse, aber da muss man halt durch, wenn man seinen Stil durchziehen möchte.“ Die Fußrasten, der Öltank sowie die Griffe und Hebel stammen ebenfalls vom Teilemarkt. Nur die Flammen auf dem Tank sind recht frisch von Chiko’s Pinstriping gemacht; stilgerecht sehen sie aber aus, als wenn sie vor fünfzig Jahren aufgebracht worden wären.



Seitdem Toddi das Bike als Daily Runner nutzt, hat es außer Regen kein Wasser gesehen und auf dem Ölfilter haben sich schon reichlich Gummireste vom Abrieb angesammelt. Wenn man es richtig betrachtet, dann ist das Bike Toddis Beitrag zum Umweltschutz, denn von der Umweltbilanz her dürfte dessen Herstellung so viel Ressourcen verbraucht haben wie ein Handstaubsauger, nur dass man mit dem Bike mehr Spaß hat und es die Motorradfans polarisierend in zwei Lager teilt. Zum einen sind da die Bewunderer für den lässigen Stil, zum anderen gibt es Leute, die nicht verstehen, wie man altes Material so verunstalten kann. Indes, Toddi ist das völlig wurscht, für ihn zählt nur, sein Ding zu machen und möglichst pannenfrei zu den Old-School-Treffen zu kommen.
Motor
Typ: orig. H-D Panhead, Bj. 1953, 1200 ccm
Vergaser: Dellorto 42 mm
Auspuff: Fishtail, Eigenbau Starchoppers 68
Zündung: Speed Fire

Getriebe
Typ: orig. Ratchet-Top Viergang
Kupplung: Fußkupplung
Primärantrieb: 1,5 Zoll Beltdrive

Fahrwerk
Rahmen: orig. H-D Starrrahmen „Wishbone“
Lenkkopfwinkel: 3° plus
Gabel: Springergabel, plus 4 Zoll
Gabelbrücken:     Starchoppers 68
Räder: vo. 3,00-21, hi. 4,50-18
Bereifung: vo. Shinko, hi. Firestone
Bremsen: Trommel, vo. manuell, hi. hydraulisch

Accessories
Tank/Öltank: NSU/orig. H-D
Lenker und Riser: Starchoppers 68
Griffe: aus dem Müll
Fender hi.: Starchoppers 68
Sitz: Starchoppers 68
Fußrasten: H-D
Elektrik: Starchoppers 68
Lampe: Snooker
Rücklicht: Snooker und Reste
Lack-Idee: original altes Öl und Dreck vom Fahren
Flammen auf dem Tank: Chiko’s Pinstriping

Kontakt
www.starchoppers68.de

 
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