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Carsten Fritzen, der sich auf seiner Visitenkarte selbst „the angry kraut“ (zu Deutsch: der wütende Deutsche) nennt, erzählt hier recht amüsant, wie er zu seiner Shovelhead kam
Als ich die Teile für dieses Projekt kaufte, hatte ich keine große Idee, was ich daraus machen sollte. Mein Kumpel Ben brauchte Geld und machte mir einen guten Preis für den ganzen Kram. In meiner Werkstatt hatte ich einen Extratisch frei für Projekte. Ich stellte den Rahmen drauf, platzierte das Getriebe darin und drapierte den Rest drumherum. Der Santee-Rahmen war ausgelegt für einen dicken Evo-Motor und ein Fünfganggetriebe, also war reichlich Platz für den Shovelhead-Motor und die alte Viergangschaltbox, die mit in der großen Teilekiste lag. Einige wesentliche Brocken wie Vergaser, Primärantrieb, Zündung und Lenker fehlten zwar, dafür waren andere Parts wie ein verchromter Horseshoe-Öltank, eine Wide-Glide-Gabel und ein Tank dabei, diese Teile fand ich aber nicht sonderlich faszinierend.



Was ich bauen wollte, war etwas, was ich in Deutschland nie legal auf die Straße bekommen würde. Nicht umsonst bin ich 2008 nach South Carolina ausgewandert. Swapmeets, eBay Craigslist plus und gute Kumpel waren alles, was es brauchte, um die richtigen Teile zu bekommen und die hässlichen loszuwerden. Der ein oder andere Antik-Flohmarkt war auch hilfreich. Angefangen, den ganzen Mist zusammenzustecken, hatte ich Ende Januar, fertig werden wollte ich rechtzeitig zum Smoke-Out im Juni in Rockingham, North Carolina (quasi das hipsterfreie Chopperfest an der Ostküste anstatt Born-Free in South California). Der Umstand, dass ich mir Mitte Februar beim Skateboarden meinen rechten Fuß brutal demoliert hatte (großer Zeh gebrochen und alle Knorpel zerstört), war in der Werkstatt nicht gerade förderlich, andererseits hatte ich dadurch etwas mehr freie Zeit, die ich sonst „auf der Arbeit vertrödelt“ hätte. Motor und Getriebe wurden im Sitzen überholt, die Änderungen am Rahmen konnten auch ohne große Sprünge erledigt werden – und wozu hat man Freunde, wenn zum Beispiel der Motor in den Rahmen muss. Als der „Roller“ mit Motor und Getriebe auf dem Lift stand, war ich auch schon wieder besser zu Fuß und konnte mich um die Kleinigkeiten wie Lenker, Sissybar, Auspuff und die als Trittbretter dienenden Bass-Drum-Pedale kümmern.



Das Setup für die Fußkupplung hat mit die meiste Zeit verschlungen. Tank und Öltank um etwa vier Zentimeter schmaler zu machen, war nicht wirklich notwendig, aber das Gerät sollte so schmal wie möglich werden und durch eine normale Zimmertür passen. Warum? Keine Ahnung! Mir war halt danach. Mit Rohre verbiegen hab ich es nicht so, aber feilen geht ganz gut. Also habe ich ein paar alte Kawasaki-Lenker, die in der Werkstatt rumhingen, zerschnitten und einen speziellen Lenker daraus gefertigt. Der hält einen davon ab, zu dicht auf seinen Vordermann aufzufahren, weil über diesen Lenker drüberzufliegen wirklich keine Option ist. Den Messingbecher und die Untersetzer, aus denen ich den Luftfilter, den Ring am Front-Pulley und das Pointcover gebastelt habe, fand ich auf einem Flohmarkt. Die Tatsache, dass da überall „Made in India“ draufstand und auf dem Nachhauseweg Judas Priest aus dem Autoradio brüllte, vereinfachte die Namensgebung des bösen Bikes. Als der Motor in einer Vollmondnacht zum ersten Mal loshämmerte, passte das dann auch dazu: „The Green Manalishi with the two pronged crown“ war geboren.

Man beachte, wie hoch oben Carsten die Trittbretter platziert hat, die übrigens von einer Ludwig-Fußmaschine stammen

Zum Smoke-Out-Treffen hatte ich das Ding „street legal“, also in South Carolina zugelassen. Ohne die Kickstarthilfe von Kumpeln wäre ich da jedoch nie angekommen. Mein rechter Fuß war der Andrews-Nocke noch immer nicht gewachsen und den Shovel mit links ankicken geht nicht wirklich. Zu dem Zeitpunkt hatte das Bike noch keine Farbe und die Sissybar war noch nicht verchromt, der Auspuff noch nicht beschichtet. All das wurde nach und nach zwischendurch im Laufe des Sommers erledigt. Nachdem ich zirka 3000 Meilen gefahren war und die ganzen kleinen Details ausgebessert waren, wurde im Winter alles zerlegt und der Rahmen pulverbeschichtet. Jetzt bin ich zufrieden. Das Teil wurde zum Fahren gebaut, nicht, um Trophäen abzustauben und auf dem Hänger transportiert zu werden! Special thanks to Bobo Hartzoge for the amazing paint job and Ben Jordan for the powder coating and selling me the whole sh!t!“
Motor
Typ: orig. FLH Shovelhead, 1310 ccm, Bj. 1981
Zylinderköpfe: orig. H-D modifiziert
Zylinderkopfdeckel: orig. H-D
Kolben: Wiseco 0.30" over
Stößelstangen: S&S, einstellbar
Rollenstößel: JIMS Hydro
Nockenwelle: Andrews B Grind
Zündung: Dyna/Blue Streak Points
Vergaser: S&S Super E
Luftfilter: Eigenbau
Auspuffanlage: Krümmer Eigenbau Angry Kraut 2-in-1, keramikbeschichtet
Endtopf: Eigenbau Angry Kraut Fishtail
Leistung in PS: Reichlich, das Ding macht Wheelies und vernascht 96-cui-S&S-Shovels auf der Viertelmeile

Getriebe
Typ: orig. H-D Viergang, Bj. 1974
Primärtrieb: 2" BDL
Sekundärtrieb: Rollenkette
Kupplung: BDL

Fahrwerk
Rahmen: Santee, stark modifiziert
Gabel: Durfee Girder
Räder: vo. 21" Spool, hi. 16" orig. H-D
Bereifung: vo.: 21" Avon Speedmaster, hi.: 16" Shinko 270
Bremse: nur hinten Buell Sechskolben, modif.

Accessories
Benzintank: BSA, 1" schmaler
Öltank: Mooneyes, 1.5" schmaler
Fender: hi. Factory Metal Works
Lenker/Lenkergriffe: Eigenbau Angry Kraut
Handhebel: GSX-R 1000
Fußrastenanlage: Ludwig Chicago Speed King Bass Drum Pedals, modifiziert
Rücklicht: Eigenbau 25 ccm Stihl Kettensäge-Kolben mit LED’s
Spiegel: Eigenbau, aus Messing-Kerzenleuchter
Sitz: Jordan Design

Kontakt
Instagram: @angry_kraut
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