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Hier nun Teil 2 der Ehinger-Saga, die vor zwei Jahren mit dem „Snowracer“ begann. Das neue Bike namens „Speedster“ ist eine Verbeugung vor den Speedway-Racern der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts
Die Speedster ist das zweite Bike einer Trilogie, die in Zukunft schließlich mit einem sehr speziellen, außerordentlich exaltierten Salzseerenner enden wird“, verrät Uwe Ehinger. Angesichts des jetzt debütierten Bikes kommt bei uns jedenfalls schon Vorfreude auf. Schauen wir uns die neue „Speedster“ einmal genauer an.

Die bei Weitem auffälligste Baueinheit ist der Motor. Flüchtige Betrachter könnten auf den Gedanken kommen, es handele sich um einen irgendwie etwas anders aussehen­den Knucklehead. Auch ein früher Shovel mit durchbrochenen Rockerboxencover könnte vermutet werden. Die Wahrheit jedoch lautet ganz anders: Der Rumpfmotor stammt nämlich von dem Seitenventilermodell „U“ aus dem Baujahr 1937. Er besitzt demnach vier Nockenwellen, die ehedem vier stehende Ventile gesteuert haben. Der ausgewiesene Flathead-Guru Ehinger dachte sich, „warum eigentlich nicht mal einen Flathead in einen ohv-Motor umbauen (ohv = over head valves)?“ Gedacht, getan. Uwe konstruierte mit Computer Aided Design eine neue Rockerboxen-Einheit, als Basis seiner Eigenkonstruktion benutzte er Knucklehead-Köpfe.



Die Kipphebel liegen bei Ehingers Konstruktion komplett offen, Fett schmiert den geringen „Spiel“-Raum zwischen den Kipphebenwellen und den Kipphebelgehäusen. Das Ventilschaftende, auf das das Kipphebelärmchen drückt, ist dagegen nicht geschmiert, hier muss in regelmäßigen Abständen per Hand die gute alte Außenschmierung mittels Ölkännchen herhalten. „Ist überhaupt kein Problem, das Bike ist ja nicht für Fernreisen gedacht, und früher hat das mit der Außenölung per Hand ja schließlich auch funktioniert. Die haben das sogar während der Fahrt gemacht“, be­ruhigt Konstrukteur Uwe. Die Rockerhalter selbst sind aus Aluminium CNC-gefräst. Zusammengebaut und lauffähig gemacht wurde der Motor von Pille aus Hannover …

Für den Primärtrieb mit dem außergewöhnlich schmalen 1-Zoll-Belt zeichnet – wer sonst!? – Swen Naber von NHPower verantwortlich. Von dort geht’s über eine Trockenkupplung zum Vierganggetriebe des „U“-Motors. Auch für das Rolling Chassis, die Blecharbeiten und den Lack holte sich Uwe hervorragende Handwerker in das „Speedster“-Boot. Udo Sacher von U.S.Custombikes war für den Rahmen, die Gabel und letztendlich für den Zusammenbau des Motorrads verantwortlich. In enger inhaltlicher Abstimmung mit Projektchef Uwe änderte Udo den Starrrahmen erheblich ab. Die komplette vordere Partie ist ebenso Eigenbau wie die unterm Motor verlaufenden, jetzt runden unteren Downtubes. Der vormals mit zwei Downtubes versehene VG-Rahmen wurde von Udo im Bereich unterm Lenkkopf auf Single Down umgebaut, alle Rohrverbindungen sind mit Absicht vermufft, um eine alte Optik zu erreichen. Gut 45 Millimeter verschmälerte Udo auch die Springergabel, was zur Folge hatte, dass auch die Radnaben verschmälert werden mussten. Hinten am Heck beließ man es wegen des Hinterrads bei der originalen Breite des Heckrahmens, allerdings wurde auch er etwa in Höhe des hinteren Sitzbankendes „genarrowed“, wie das auf Neudeutsch heißt.



Apropos Sitzbank: Dieses mit goldglitterfarbenem Kunstleder überzogene Brötchen in der Form einer asymmetrischen Salami hat gleich zwei Funktionen, denn es beherbergt den Öltank der Trockensumpfschmierung. Für das Sheet Metal war Bernhard Naumann aka „der Blechmann“ verantwortlich. Er dengelte – gewohnt genial – wunderschöne Mini-Tankhälften, den Heckfender, das Frontschild und etliche Kleinteile mehr aus Aluminium. Auch die Bugschürze und die kleinen Schutzkäfige für die Beringer-Stopper stammen von ihm. Um das ohnehin nicht üppige Tankvolumen etwas zu erhöhen, wurde noch zwischen den beiden konvex gebogenen Oberzügen mit Flachblechen ein kleiner Zusatzraum für Sprit geschaffen. Komplettiert wird das ungewöhnliche Arrangement durch selbst gefräste Lenkerstummel im Dogbone-Stil, eigene CNC-Gabelbrücken, einem Kurzhubgasgriff und einem Stoßdämpfer aus dem MTB-Bereich. Auch die Bremsmomentabstützung am Vor­derrad durch eine Parallelogrammkonstruktion ist ein Eigenbau. „Da nervt es dann doch gewaltig, wenn ausgerechnet eines der wenigen Teile, die wir zugekauft haben, nicht funktioniert. Der Magneto vom amerikanischen Hersteller Wico ist ein Neuteil, kostet schlanke 1800 Dollar und tut’s nicht“, ärgert sich Mastermind Uwe.



Sei’s drum, das bekommen die Jungs garantiert noch in den Griff, es gibt ja schließlich Magnetos, die funktionieren. Übrigens: Uwe ist der erste Deutsche, der mit seinem Bike als „Invited Builder“ zur Born Free Show in Kalifornien eingeladen wurde. Am letzten Juni-Wochenende fand dieser Weltmittelpunkt der Biker-Coolness statt, Uwes „Speedster“ wurde in der Höhle des Löwen mit dem Pokal „Best Flathead“ bedacht. Congrats …
 
MOTOR
Lower End: orig. H-D Flathead Model „U“
Upper End: Ehinger Kraftrad, Umbau von Flathead auf ohv 
Bohrung/Hub: 82,5 x 112,7 mm
Hubraum: 1207 ccm
Zylinderköpfe: Knuckle-Style Ehinger Kraftrad
Rocker: außenliegend Ehinger Kraftrad
Vergaser: Linkert M74B
Ansaugstutzen: Harolds
Auspuff: Ehinger Kraftrad Speedway

GETRIEBE
Typ: orig. H-D Viergang
Primärtrieb: 1”-Belt von NHPower
Sekundärtrieb: Rollenkette

FAHRWERK
Typ: Stahlrohrrahmen, stark modif. U.S.Custombikes
Gabel: Springer, stark modif., Ehinger-Gabelbrücke
Räder: vo. 2.75 x 23”, hi. 2.75 x 22”
Bremsen: vo. und hi. Beringer Inboard

ACCESSORIES
Benzintanks: Blechmann
Öltank: Blechmann, in Sitzbank
Lenker: Springer/Dogbones, Ehinger Kraftrad
Scheinwerfer: Hella
Sitzbank: Ehinger Kraftrad
Schutzblech: Blechmann
Lackierung: Schrammwerk

KONTAKT
www.ehingerkraftrad.com
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