Modul inp - eng_banner nicht gefunden. Warning: include(): Filename cannot be empty in /var/www/vhosts/huber-verlag.de/cms.huber-verlag.de/files/templates/default/system/system_builder.php on line 68 Warning: include(): Filename cannot be empty in /var/www/vhosts/huber-verlag.de/cms.huber-verlag.de/files/templates/default/system/system_builder.php on line 68 Warning: include(): Filename cannot be empty in /var/www/vhosts/huber-verlag.de/cms.huber-verlag.de/files/templates/default/system/system_builder.php on line 68 Warning: include(): Failed opening '' for inclusion (include_path='.:/opt/plesk/php/5.3/share/pear') in /var/www/vhosts/huber-verlag.de/cms.huber-verlag.de/files/templates/default/system/system_builder.php on line 68
Ein elend langer Radstand von 1,62 Meter, 250 Kilo auf der Waage und dann noch nicht mal 100 Pferde – hört sich nicht gerade nach Sportmotorrad an. Stummellenker, Halbschale und zurückverlegte Fußrasten – hört sich nicht gerade nach Harley an. Das Auge aber erkennt: Hier haben wir es mit einem höchst begehrenswerten Harley-Sportmotorrad zu tun
Welchen Anteil hat eigentlich der Motor an der Fahrfreude? Hat das schon mal jemand ermittelt? Fünfzig Prozent inklusive Sounduntermalung … vielleicht? Und das Fahrwerk? Die Bremsen? Okay, kann man natürlich nicht ernsthaft messen, schon klar. Aber gehen wir mal davon aus, dass ein emotional ansprechender Maschinenraum die halbe Miete ist, dann ist Sacha Lakic mit seinem neuesten Wurf schon auf der sicheren Seite. Der einstmalige Bimota-, Yamaha- und Voxan-Designer hat sich diesmal an schweres Gerät gewagt: Die Basis für seine BT-03 war eine Harley-Davidson Softail Fat Bob. Von Haus hat deren Milwaukee-Eight-Motor fast 1,9 Liter Hubraum und 94 Pferdestärken; aber vor allem: bärige 155 Newtonmeter bei 3000 Touren. Milwaukees jüngster Big Twin ist bekanntermaßen ein großer Wurf, er steckt nur leider in einem für Fans des Leichtbaus untragbaren Chassis. Riesiger Radstand, vorverlegte Rasten … die Serien-Fat-Bob ist halt ein Cruiser und ihre 306 Kilo können nun wirklich nicht als Leichtbauweise gelten. Lakic versteht was von gutem Design. Sein Honda-CX-Racer ist die wohl geilste Güllepumpe ever. Aber wenn der Antrieb, wie eingangs philosophiert, der größte Brocken in Sachen Fahrspaß ist, dann können es Fahrwerk und Bremsen nicht mehr rausreißen. Und ein 500er-Motörchen aus den 70er Jahren treibt nun wirklich niemandem mehr Tränen der Begeisterung in die Augen.



Jetzt also hat sich Lakic unter seinem Label Blacktrack Motors erstmals ein Milwaukee-Modell vorgeknöpft. Der Grund: Harleys legendärer XLCR Cafe Racer aus den 70er Jahren war schon sein Lieblingsmotorrad, als er noch Kind war, und diesmal wollte er auch keine halben Sachen hinsichtlich des Antriebs mehr haben. Aber aus einem Power-Cruiser der Schwergewichtsklasse einen veritablen Sportler zu schnitzen, gehört nicht zu der Art von Projekten, die man mal so eben mit Bolt-on-Teilen und ein paar Eigenbaubrocken realisieren kann.

Dabei ist die Basis keine schlechte: Regelmäßige Leser der DREAM-MACHINES wissen, dass wir die Fahreigenschaften der Softail Fat Bob schon des Öfteren gelobt haben, sieht man mal von einer gewissen Sturheit beim Einlenken ab, die man aber mit anderer Bereifung in den Griff bekommt. Der Rahmen ist wunderbar steif, der luftgekühlte V2 vereint Good Vibrations mit geschmeidiger Laufkultur und überaus strammem Huf, das Zusammenspiel von Antrieb und Fahrwerk ist fein austariert. Alles in allem ein höchst unterhaltsames Stück Motorrad, das durchaus flott um die Ecke geht, wenn der Fahrer es an den Hörnern packt.

Satte Fünfzig Kilo Gewichtsreduktion ,machen die BT-03 leichter als eine Iron 883

Doch wie lässt sich aus dem tiefliegenden Easy-Rider-Gestühl die sportliche Linie eines Cafe Racers herauspellen? Erst mal weg mit dem kompletten Heckrahmen, den Fenderstruts und dem Kotflügel. Übrig bleibt das nackte Monofederbein, das sich in Cantilever-Manier am Oberrohr unterm Tank abstützt. Lakic konstruiert einen markanten, dreiteiligen Aluminium-Hilfsrahmen, der an den vorhandenen Aufnahmepunkten befestigt wird und das ebenfalls selbst entwickelte Heckteil in luftige Höhe bringt. Das ist der Anfang vom Ende der tiefen Cruiser-Linie. Die Operation gelingt, eine extra angefertigte Verkleidung verdeckt nun die offene Wunde über dem Monofederbein, die das eliminierte Cruiser-Heck zwischen Haupt- und Hilfsrahmen hinterlassen hat.

Nun arbeitet sich Lakic Richtung Frontend vor, entwirft einen schnittigen Tank, der unübersehbar vom Design von Willie Gs XLCR inspiriert ist und dennoch Lakics ganz eigene Formensprache widerspiegelt. Zuvor aber montiert er noch den auf dem alten Spritfass sitzenden Tacho ab und flanscht ihn zusammen mit den selbstkonstruierten Gabelbrücken an den Lenkkopf. Denn zum einen ist das große Rundinstrument recht ansehnlich, zum anderen hat er absolut keine Lust, sich mit irgendwelchen CAN-Bus-Fehlern rumzuschlagen, die es bei der Verwendung anderer Instrumente hagelt. Stimmig wird die Linie schließlich durch die Eigenbau-Halbschale, die zusammen mit Tank und Heck eine hinreißend sportliche Silhouette ergibt. Die „Entcruiserung“ der Fat Bob wird komplettiert durch die Umrüstung auf absolute Top-Komponenten: Öhlins-Fahrwerk, Beringer-Bremsen, 17-Zoll-Dymag-Schmiederäder mit Michelin-Power-RS-Gummis. Über die paar zusätzlichen Gäule, die der atmungsaktive Sreamin’-Eagle-Luftfilter im Verbund mit den aktiven Jekill-&-Hyde-Töpfen bringt, brauchen wir wohl nicht zu reden.

Form und Mittelsteg des Tanks sollen bewusst an die XLCR von Willie G. erinnern

Beim Ausritt ist die Lakic-Fat-Bob natürlich nicht wiederzuerkennen: Die Umbauarbeiten brachten einen Gewichtsverlust von gut einem Zentner, womit die BT-03 sogar leichter ist als eine serienmäßige 883er-Sportster. Und plötzlich ist da ein Bezug zum Vorderrad, kein Aufsetzen in Schräglage mehr, kein zähes Abwinkeln in Kurven. Kehren bleiben hingegen weiterhin arbeitsintensiv, denn an der Fahrwerksgeometrie hat sich durch die Eingriffe nichts geändert. Am Motor auch nicht – und der ist ja, wie wir inzwischen wissen, schon die halbe Miete.
Weitere Bike-Portraits Berichte
Rückruf für 2009er H-D Dynas 09.01.2009
Rückruf für 2009er H-D Dynas

Betroffen sind hierzulande die Dyna-Modelle Street Bob, Fat Bob und Super Glide Cu

Harley-Davidson Street Bob vs Fat Bob - Ein Vergleich der dynamischen Roberts 21.03.2014
Harley-Davidson Street Bob vs Fat Bob - Ein Vergleich der dynamischen Roberts

Die Dynas Street Bob und Fat Bob sind hierzulande feste Bänke in den Verkaufsstatistike …

H-D Westpoint Augsburg 06.07.2018
H-D Westpoint Augsburg

Als es um die Teilnahme zum Battle oft the Kings ging, kam für uns nur ein Motor …

Harley-Davison Street Bob Special Fahrbericht - Der bessere Straßen-Robert 15.07.2016
Harley-Davison Street Bob Special Fahrbericht - Der bessere Straßen-Robert

Für 2016 bietet die Motor Company eine individualisierte Version der überaus erfolgreichen Str …

Harley-Modelle 2008 19.09.2007
Harley-Modelle 2008

Die Softail-Baureihe wird durch die Factory-Custombikes „Rocker“ und „Rocker C“ bereic …

Ungleiche Dyna-Brüder 30.09.2009
Ungleiche Dyna-Brüder

Sie sind die mit Abstand bestverkauften Harley-Modelle. Die beiden Dynas Street Bob und Fat Bo …

Magazine des Huber Verlages








Liebe Besucher, wir aktualisieren gerade die Technik unserer Website. Es kann daher sein dass in dieser Woche vermehrt Störungen auftreten.