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Don Performance wollte aus einem Elefanten keine Gazelle machen. Vielmehr war der Plan, aus dem Dickschiff so viel Power wie möglich zu holen und die Softail sowohl straßen- als auch renntauglich für die Achtelmeile zu machen
Dieser Spagat ist dem Bremer Triumvirat Don Performance, Harley Container und Ulf Penner gelungen. Das bezeugen schon die ersten Rennergebnisse in der Saison 2018. Doch der Reihe nach: Don Performance programmiert Mappings für die V-Twins aus Milwaukee. Da liegt es nahe, einmal auszutesten, wie viel Leistung aus dem Serienmotor zu holen ist. Hierzu montierten die Jungs einen modifizierten Stage-4-Kit mit eigener Nockenwelle in den 114 Kubikinch großen Milwaukee-Eight-Motor, der durch den Kit auf 117 Kubikinch (1923 ccm) aufgeblasen wird. Für den Straßenbetrieb wurde eine verstellbare Auspuffanlage sowie ein Luftfilter von S&S montiert. Das Ergebnis war mit angepasstem Mapping eine Leistung jenseits von 130 PS und ein Drehmoment von über 200 Newtonmeter. Da die Softail nur eine Bremsscheibe hat, bestätigte der TÜV eine Leistung von 130 PS, die legal gefahren werden dürfen.

Für den Straßenbetrieb haben die Bremer Jungs die Fat Boy auf den Bridgestone Battlecruise H50 gestellt. Eine gute Wahl!

Doch damit gaben sich die leistungshungrigen Burschen natürlich nicht zufrieden. Also modifizierte das Team die Auspuffanlage, um einen besseren Gasfluss zu erhalten, und fertigte einen Lufttrichter an, der die Leistung nach ausgiebigen Testfahrten auf dem Prüfstand nochmals steigerte. Am Ende leistete das Triebwerk satte 157 PS und 208 Newtonmeter, womit Chris Pfeiffer, mehrfacher Stunt-Weltmeister und Sieger des Erzbergrodeos, auf der Achtelmeile zu kämpfen hatte, weil der Serienreifen schlicht überfordert war. Zum zweiten Rennen zog das Team einen 245er-Slick von Hoosier auf, was dem Bike einen unglaublichen Vortrieb bescherte und für einige siegreiche Läufe sorgte. Don sagte uns, dass natürlich noch mehr Leistung machbar ist, das ginge dann aber zu Lasten der Haltbarkeit und die Kupplung würde dann auch irgendwann abrauchen. Rauch war auch das Stichwort beim Fotoshooting, das in der Rennkonfiguration vorgenommen wurde. Zur Testfahrt wechselten wir den Rennreifen gegen ein legales Pendant, montierten einen seitlichen Kennzeichenhalter und den zugelassenen S&S-Luftfilter drauf. Der Auspuff blieb offen, auch das Mapping war in der „Race Konfiguration“. Beim Starten des Motors hatte das Bike eine etwas höhere Leerlaufdrehzahl als normal und vermittelte den Eindruck eines Dinosauriers, den man mit Red Bull vollgepumpt hat. Die Gasannahme war aggressiv und der Klang schlicht der Hammer. Um mich an die Kupplung zu gewöhnen, machte ich einige Startversuche, bei denen das Hinterrad leider einige Millimeter des kostbaren Gummis auf der Straße liegen ließ, was aber mächtig Spaß gemacht hat.



Danach ging die Testfahrt über die Hafen- und Landstraßen rund um den Harley Container in Bremen. Schon nach einigen Metern stand fest: Dieses Bike ist ein Biest, das einen erfahrenen Piloten bedingt. Beim Beschleunigen im zweiten Gang verliert das Hinterrad gnadenlos die Haftung und zeichnet schwarze Striche auf den Asphalt. Im dritten Gang springt das Bike ab 2000 Umdrehungen gnadenlos voran und bekommt bei 4500 U/min nochmals einen Extraschub. Schon bei leichtem Gasanlegen ist der Führerschein gefährdet, also ab auf die Autobahn. Die dritte Fahrstufe reicht auf dem Beschleunigungsstreifen allemal, um sofort nach links zu wechseln. Beim Beschleunigen bekommt man lange Arme, bereits nach kurzer Zeit ist der letzte Gang eingelegt. 3000 Umdrehungen bedeuten dann lockere 160 Sachen, zieht man dann am Kabel, geht es ohne Ruckeln und Unterbrechung bis auf zirka 230 Stundenkilometer, was in mir die Frage aufwarf, welchen Geschwindigkeitsindex die Reifen wohl haben, und ob der hintere Gummi nicht vielleicht doch bei dem anfänglichen Burn-out Schaden genommen haben könnte. Also runter vom Gas und ab auf die Landstraße, wo die Softail sich wohler fühlt. Überholmanöver geschehen in Sekunden und selbst in Ortschaften bei Tempo fünfzig im dritten Gang ruckelt nichts. Herausbeschleunigen geht mit einem leichten Dreh am Gasgriff, wobei man nach wenigen Metern schon wieder bei der zugelassenen Landstraßengeschwindigkeit angelangt ist.

Für die Straße wurde der milder einatmende Lufilter von S&S gewählt

Für Kunden wird die Leistung und das Drehmoment je nach der Auspuff- und Luftfilterkonfiguration angepasst. Don sagte uns, dass er bereits für die meisten Konfigurationen Maps angelegt hat. Dieses Bike sollte einfach nur mal zeigen, wie viel Potenzial in dem Motor steckt. Ich denke, schon die Straßenversion reicht völlig aus, um viel Freude mit dem Milwaukee-Eight zu haben, vor allem überfordert diese mildere Version weder Motor und Kupplung noch den Fahrer. Das Bike ist genau das, was man einen Powercruiser nennt, es ist dank seiner kaum veränderten Optik ein echter Wolf im Schafspelz.
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