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Der Tank dieses Bikes schürt uralte Männerängste. Was, wenn man bei einem Abflug mit dem Gemächt an dem goldenen Dorn hängen bliebe?
Der deutschstämmige Ungarn Zsolt Müller hatte aber keine Kastrationsfantasien, als er diesen Tank schuf. Vielmehr wollte er einen Hingucker, eine Form, die noch niemand gezeigt hat – und das ist ihm zweifelsohne gelungen. Die Basis dieses designerischen Kabinettstückchens war ein originaler Tank eines Simson-Mopeds. Den gestaltete der Ungarn recht skurril um und pfropfte ihn fast schwebend auf das Oberrohr. Doch nicht der Tank ist das Highlight an diesem Bike. Vielmehr sind es die erstaunlichen Fahrwerkskomponenten, die uns für das Bike einnahmen.

Der wahrscheinlich kleinste Auspuff-„Topf“ der Harley- und V2-Welt

Zsolt Müller hat die Fähigkeit, mit Metall umgehen zu können, in die Wiege gelegt bekommen. Sowohl sein Großvater wie auch sein Urgroßvater waren schwäbische Schmiede. Auch Klein-Zsolt fing schon früh an, Fahrräder umzukonstruieren. Inzwischen ist er im Custombike-Bau etabliert. An der ”Last Minute” fallen vor allem die Radaufhängungen auf. Beide Räder – vorne ist es Achtzehnzöller, hinten ein riesiger Einundzwanzigzöller – werden von geschwungenen, gelochten Holmen mit Doppel-T-Profil gehalten. Diese Holme wurden, wie das gesammte übrige Fahrzeug auch, von Zsolt selbst hergestellt. Das Grundmaterial waren vier Millimeter dicke Edelstahlplatten, aus denen der Ungar die Formen per Laserstrahl herausschnitt. Dann wurde gebogen, gedengelt und poliert, die T-Stücke und die Aufnahmen angeschweißt. Während das Heck starr ausgelegt ist, besitzt die Vordergabel eine Miniwippe im Lenkkopf. Der formal sehr schön gestaltete Öltank ist asymmetrisch geteilt. Im vorderen Drittel brachte der Customizer die Elektrik unter, der Rest ist Öltank.
Der minimalistische Rahmen verfügt über keine Unterzüge, das Sportster-Aggregat ist fest mit dem Oberrohr verschraubt
Den Kupplungszug – bestätigt wird die Kupplung durch Drehen des Griffs – verlegte der Ungar durch das Lenkerende. Zur Minimierung der Betätigungskräfte schaltete er zwischen Zug und Ausrücker eine Umlenkrolle, die die Kräfte nach Art eines Flaschenzuges um fünfzig Prozent minimieren. Der Rahmen ist denkbar minimalistisch ausgeführt. Auf Unterzüge wurde verzichtet, stattdessen wurde der Motor fest mit dem massiven Oberrohr verschraubt und dient somit als versteifendes Fahrwerksteil. Gebremst wird nur hinten per spezieller Ritzelbremse, die Abgase entströmen dem kleinsten Auspuff-”Topf”, den wir je gesehen haben. Wer Spaß an diesem wirklich außergewöhnlichen Fahrzeug hat, kann es kaufen. 11.000 Euro ruft Zsolt Müller dafür auf. Kleines Geld, wie wir meinen. Und über Blinker und einen Kennzeichenhalter lässt sich mit dem Metallkünstler sicher auch noch reden.


Erbauer/Besitzer: Mücechoppers (Zsolt Müller)

Motor
Typ: orig. H-D XL1200 Sportster, Bj. ’88, 1200 ccm
Vergaser: RevTech
Luftfilter: RevTech
Auspuffanlage: Mücechoppers

Getriebe
Typ: orig. H-D
Kupplung: orig. H-D
Primär: orig. H-D

Fahrwerk
Rahmen: Mücechoppers
Rake/Stretch: 35°
Gabel: Mücechoppers
Schwinge: Mücechoppers
Räder: vo. 3,5 x 18”, hi. 4,25 x  21”
Bremsen: vo. keine, hi. Mücechoppers

Accessories
Benzintank: Mücechoppers
Öltank: Mücechoppers
Fender hi.: Mücechoppers
Lemker/Lenkergriffe: Mücechoppers
Handhebel: Mücechoppers
Lenkerschalter: Mücechoppers
Fußrastenanlage: Mücechoppers
Frontlampe: von Auto (Hella)
Lampenhalter: Mücechoppers
Anzeigeinstrumente: LED (1 Stück)
Rücklicht: AN-2 Flugzeug
Sitzbank: Mücechoppers
Lack: Gábor Hucker

Kontakt
Mücechoppers, Zsolt Müller
www.mucechoppers.hu
 
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