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Als der Dyna Low Rider S im Zuge des Wegfalls der gesamten Dyna-Familie vor anderthalb Jahren der Garaus gemacht wurde, gab es großes Heulen und Zähneknirschen innerhalb der Insiderszene. Seinerzeit zu Recht! Heute können wir aufatmen, denn eine würdige Nachfolgerin ist da, die in vielen Punkten ihrer Ahnin sogar überlegen ist
Die Harley-Designer haben die neue Softail Low Rider S optisch extrem nahe an die Vorgängerin angelehnt. „Wir haben sämtliche relevanten Stilelemente der Dyna Low Rider S aufgegriffen und versucht, diese noch mal ein Stück weit anzuschärfen“, so einer der Projektverantwortlichen aus Milwaukee. Die frappierende Ähnlichkeit zur Vorgängerin war also Programm. Sogar das Lackschema mit den bronzefarbenen Gussrädern hat man übernommen, wobei man sagen muss, dass das jetzige, etwas zurückgenommene Matt-Bronze der Neuen noch besser kommt.

Die 28 Grad Lenkkopfwinkel und der überschaubare Nachlaufwert von 145 Millimeter tragen zum guten Handling der Low Rider S bei

Der Motor
Zum Milwaukee-Eight-Motor ist eigentlich schon alles gesagt und geschrieben worden. Der im Falle der Low Rider S 1868 Kubikzentimeter große Vierventiler ist ein Drehmoment-Stier sondergleichen, 155 Newtonmeter bei 3000 Umdrehungen sind ein Brett, an dem sich die Konkurrenz messen lassen muss. Egal, in welchem Gang man gerade fährt, es ist immer der richtige. Ab 1500 Umdrehungen geht es dem Triebwerk gut, bei 2000 spannt es die Muskeln an und darüber geht es ab auf diese herrlich kräftige Drehmomentwoge, auf der man in kurvigem Geläuf unendlich souverän surfen kann. Zu keinem Zeitpunkt kommt das Gefühl auf, untermotorisiert zu sein, das Aggregat ist putzmunter und präsent und macht in jeder Drehzahllage Spaß. Verwunderlich ist die Tatsache, dass fast alle Kollegen, den Autor eingeschlossen, nach einer guten halben Stunde Freeway kribbelige oder eingeschlafene Hände plagten. Gerade bei einer Softail ist das ungewöhnlich, denn immerhin besitzt deren Motor zur Vermeidung von Vibrationen zwei Ausgleichswellen. Andererseits ist er zwecks besserer Fahrwerksstabilität fest mit dem Rahmen verschraubt, was wiederum dem Hineingelangen von Vibrationen ins Chassis Vorschub leistet.

Das Fahrwerk
Das Chassis funktioniert bekannt gut, schnelle Etappen auf den teilweise provisorisch geflickten Freeways im Hinterland von San Diego meisterte die Low Rider S überlegen. Der sichere Geradeauslauf ist ein Genuss, lediglich wenn Längsrillen ins Spiel kommen, lässt sich das Chassis mal kurz beeindrucken, was aber augenblicklich wieder abklingt, sobald die Räder die Rillen verlassen. Gut gefallen hat uns die Steifigkeit und Abstimmung der kräftigen Upside-down-Gabel. Auch das Monofederbein an der Hinterhand verrichtete unauffällig einen guten Job. Der Wunsch nach mehr Federweg kam nie auf, das ein oder andere Schlagloch im urbanen Großraum wurde lässig weggeschnupft.

Drehmoment satt: Egal, in welchem Gang man gerade fährt, es ist immer der richtige

Die größte Überraschung aber war das Handling dieser neuen Softail. Die Entwickler verpassten ihr einen 28 Grad messenden Lenkkopfwinkel und 145 Millimeter Nachlauf (normale Low Rider: 30 Grad, 163 Millimeter), was der Fahrbarkeit extrem zugutekommt. Rangieren, langsam fahren, abwinkeln vor Kurven, alles geht wie von selbst. Es sind kaum Lenkkräfte seitens des Fahrers vonnöten, auch das Umwerfen in schnellen Wechselkurven gelingt problemlos. Sobald sie fährt, schmelzen bei dieser Softail scheinbar die Pfunde weg, das ist erstaunlich, denn immerhin bewegt man 308 Kilo Masse.

Eingefangen wird diese Masse von einer sehr gut funktionierenden Doppelscheibenbremse, die auch nach längerer Zeit und intensiver Beanspruchung keinerlei Anzeichen von Fading zeigte. Zum Vergessen dagegen ist die Bremse hinten. Der Journalistentrupp hat während des Tages des Öfteren die Maschinen gewechselt, doch auf jedem Bike das gleiche Bild: Die Hinterradbremse ist stumpf, annähernd ohne Wirkung. In diesem Punkt gilt es nachzubessern! Die richtig gute Nachricht: Das ehedem virulente Problem mit der Schräglagenfreiheit ist keines mehr. All diejenigen neuen Softails mit mehr als 110 Millimeter Federweg hinten und schmalem Hinterrad (maximal 180 mm) verfügen über genügend Schräglagenfreiheit. Vorbei die Zeiten, als es in jeder zweiten Kurve grässlich gekratzt hat und man Gefahr lief, vom aufsetzenden Trittbretthalter in die Schlucht, den Fels, die Leitplanke oder in den Gegenverkehr befördert zu werden. Mit der Low Rider S kann man beherzt Kurven heizen.

Schicke Erscheinung: Die vielen geschwärzten Teile stehen der neuen Low Rider S prächtig

Ergonomie
Tja, einen hab ich noch, aber das muss einfach zur Sprache kommen. Was überhaupt gar nicht geht, ist die Sitzposition auf diesem Motorrad. Die Kombination mit dem tiefen Sitz, dem viel zu hoch angebrachten Lenker und der wahnwitzig „mittig“ montierten Rastenanlage ist ein absolutes No-Go. Vom ersten Fahrmeter an kam das Gefühl auf, im falschen Film zu sitzen. Die Hände fast auf Schulterniveau, die Knie locker fünfzehn Zentimeter höher als der Hintern, das ist eine perfekte Haltung, allerdings nur auf dem Klo! Die Company wäre gut beraten, auf diesen ganzen Coastal- und Club-Style zu pfeifen und Interessenten optional ein Ergonomie-Paket mit sechs bis acht Zentimeter niedrigeren Risern und achtzehn Zentimeter weiter nach vorn verlegten Rasten anzubieten. Das hätte das Motorrad verdient. Vielleicht hatten wir ja deshalb alle kribbelige Hände, weil uns das Blut in die Arme abgeflossen ist!?

Fazit
All diejenigen, die keine Dyna Low Rider S mehr bekommen haben, müssen sich nicht grämen. Ein paar Änderungen an der Sitzergonomie, hinten Sintermetallbeläge in den Zwicker und man hat ein tolles Motorrad: Optik, Motor, Fahrwerk, Bremsen – das passt alles bei der Low Rider S. Und wer partout noch einen Ticken mehr Club-Style braucht, kann sich bei Harley eine größere Lampenmaske kaufen. Mit dem coolen Ding kann man sich dann auch an der Waterkant, im Westerwald oder im Voralpenland fühlen wie in SoCal.
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