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Seit mehr als fünfzehn Jahren begeistert und prägt Frédéric Duban die französische Customszene mit gewagten Entwürfen, aber stets mit geschmackssicherer und meisterhafter Ausführung
Eine Besonderheit an Fred, er selbst nennt sich gerne Dub, ist, dass er sich immer wieder bemüht, Kleinserien auf den Markt zu bringen, die in limitierter Auflage von ihm gefertigt werden. Mit seiner aktuellen Kreation, der DPone, hat er es sogar zur offiziellen Zulassungsfähigkeit geschafft. Schon als Jugendlicher war der heute 39 Jahre alte Fred Duban sehr erfolgsorientiert und zielstrebig. Keine Herausforderung war ihm groß genug. Er arbeitete bei unterschiedlichen Firmen, bis er schließlich im lothringischen Metz bei Milwaukee Twin landete, wo er unter den Fittichen von Jean-Marie Hérard seine ersten Schritte in der V2-Branche machte. Aber wie so oft: Wenn zwei Alpha-Männchen aufeinandertreffen, geht das nicht lange gut.  Fred entschied, es selbst zu probieren und stürzte sich in seinem Heimatdorf Pont-à-Mousson in sein eigenes Abenteuer. Als großer Fan von Jesse James träumte Fred vom gleichen Erfolg wie der Junge aus Long Beach. Zu diesem Zeitpunkt konnte man das unglaubliche Potential des immer lächelnden Burschen aus dem Departement Meurthe-et-Moselle nur erahnen.

Durch europaweite Zertifizierung ist der Bau einer Kleinserie möglich

Fred entschied sich, sich nach vorn zu orientieren und startete eine wirklich bemerkenswerte Karriere. Er ist thematisch sehr sicher und wie sein Vorbild aus Kalifornien entwickelte er schon früh eine Menge eigener Teile, die er dann an seinen Custom-Motorräder verbaute. Recht schnell entstand so der eigene Dub-Style. Bestätigt durch seine wachsenden Erfolge und die gute Resonanz der Leute, grenzte er sich durch erste limitierte Kleinserien wie „von Dutch“ und „Proto Slug“ von der übrigen Szene ab. Bei seiner jüngsten Bike-Kreation geht er noch einen Schritt weiter. Die Besonderheit der in diesem Artikel vorgestellten „DPone“ ist eine europaweite Zertifizierung, bis zu 250 Exemplare können davon gefertigt werden; und das alles mit der schönen, kleinen Plakette am Rahmen, ein Gütezeichen für ein zertifiziertes Dub-Performance-Motorrad. Fred plant derzeit, zwölf Maschinen pro Jahr zu bauen. Der Kunde bekommt ein komplett legales Bike mit der Möglichkeit, es mit einer Farbe seiner Wahl zu personalisieren. Kleiner Wermutstropfen: In Deutschland und der Schweiz steht die Homologation noch aus, da hier verschiedene Bestimmungen anders sind.

 Das 110-cui-Aggregat beamt uns ins Vergaserzeitalter zurück

Fred wollte mit seinem DPone-Projekt den besten Kompromiss aus furiosem Aufbau und notwendiger Vernunft darstellen. Von einem eigenen Starrrahmen ausgehend, hat er einen ersten Schritt gemacht, um sich grundsätzlich von der normalen Serienfertigung und der Industrie abzuheben. Für zarter besaitete Einsteiger gibt es immerhin einen gefederten Sattel. Die mittig angebrachte Fußrastenanlage zwingt einen nicht, die Füße nach vorn zu strecken, sondern erlaubt – typisch Fred – sportlicheres Fahren. Der 110er S&S-Motor im Evo-Style beamt uns ins Vergaserzeitalter zurück und unterstreicht den V-Twin-Look der 90er. Der Motor ist übrigens nur mit feinsten Parts ausgestattet, unter anderem wurde der Primärantrieb bei Dub überarbeitet, auch der Luftfilter kommt aus eigener Fertigung. Die Bremsanlage vorn stammt vom Edelfranzosen Beringer, hinten verzögert eine Anlage von Performance Machine. Auf Rizoma fiel die Wahl beim Lenker, wobei zu beachten ist, dass viele Bauteile den Namen Dub Performance tragen. Dies zeigt den Einfluss von Fred in der Motorradindustrie, den er bis heute durch seine Entwicklungen und Gestaltungen diverser Produkte erreicht hat. Weitere Teile wie der Tank zeigen, dass in diesem Bike hausgemachte Spezialitäten stecken, die sich komplett vom Standard abheben, zum Beispiel das hintere Schutzblech mit integriertem Öltank und die zahlreichen Halterungen und Anpassungen, die die Technik und das Design perfekt vereinen.

Gehört ins Museum of Modern Art: Hinterachsaufnahme der DPone

Bei der Premiere der „DPone“ vor zwei Monaten im Kreise etlicher bekannter Customizer überzeugte das Motorrad auch den Rest der Szene. Brachialer Motor, viel Hightech, eine gesunde Portion Vernunft und zur Krönung die Carte Grise (Brief, Zulassung) von Dub Performance. Das Paket ist annähernd perfekt. Wäre da nicht der exklusive Preis. Jedes dieser Schätzchen kostet einen Festpreis von 80.000 Euro. Kein Schnäppchen, wie wir feststellen müssen. Es gilt aber zu beachten, welch hohe Fertigungsqualität in den Bikes von Dub steckt. Überdies erwies sich der Weg zur Zertifizierung als nervenaufreibend, es gab Hürden, die auch in Frankreich nicht leicht zu nehmen sind.
 
Erbauer: Dub Performance

MOTOR
Typ: S&S Evo-Style, 110 cui (1802 ccm)
Zündung: IST/S&S
Vergaser: S&S Super E
Luftfilter: Window Air von Dub Perf.
Auspuff: Dub Perf./BSL

GETRIEBE
Typ: Baker Right-Side-Drive-Fünfgang
Kupplung: Primo
Kupplungsgeber: Hydraulisch von Dub Perf.
Primärantrieb: Primo 2”
Primärkasten: Dub Perf. m. einstellb. Beltspanner
Sekundärantrieb: AFAM 530 Kette

FAHRWERK
Rahmen: Dub Perf. Starrrahmen  
Lenkkopfwinkel: 33°
Gabelbeine: Öhlins Upside-Down
Gabelbrücken: Dub Perf., gefräst und eloxiert
Federung hi.: angeschraubtes Aluminium-Frästeil
Rad vo.: 21 Zoll HDW, 60 Speichen mit 120/70-21
Rad hi.: 20 Zoll HDW, 60 Speichen mit 280/40-20
Bremsen: vo. Beringer Aerotec Vierkolbenzange an Beringer-Scheiben, hi. PM an Beringer-Scheibe, Halter jeweils Dub Perf., Geberzylinder hi. ISR

ACCESSORIES
Benzintank: Dub Perf.
Öltank: Dub Perf., im Heckfender integriert
Lenker/Riser: Rizoma/Dub Perf.
Griffe: Rizoma
Fender hi.:  Dub Perf.
Scheinwerfer: V-Rod, Halter Dub Perf.
Rücklicht: CCI, Halter Dub Perf.
Blinker: motogadget
Tacho: motogadget im Lenker
Fußrastenanlage: Dub Perf.
Sitz: Schale Dub Perf., Leder von Seb Cycles
Sitzfederung: Minidämpfer hydropneumatisch

KONTAKT
www.dub-performance.com
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