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Wir haben mal Äpfel mit Birnen verglichen. Oder eigentlich doch nicht! Immerhin gehören die bestverkaufte Harley hierzulande, die Street Bob, und die Breakout als viertbestverkaufte gemeinsam zur Softail-Familie. Wenn da nicht der immense Preisunterschied wäre
Betrachtet man beide Motorräder in der billigsten Lackvariante Vivid Black, liegen 9.300 Euro Preisunterschied zwischen den beiden Softail-Modellen. Man kann es aber noch bunter treiben. Wer die Breakout in einer Custom-Farbe oder mit Zweifarbenlack möchte, muss nochmals 1.500 Euro extra raustun, die Differenz zur glanzschwarzen Street Bob beträgt dann sagenhafte 10.800 Euro. Wohlgemerkt: Beide werden vom Milwaukee-Eight-Motor befeuert, beide haben fast das gleiche Fahrwerk, beide sind mit dem gleichen Tank ausgestattet und bei beiden sitzt jeweils nur eine Scheibenbremse am Vorder- und am Hinterrad. Auch bei der Gabel kein weltbewegender Unterschied: Beide besitzen eine konventionelle Telegabel. Für die 10.800 Euro Preisunterschied bekommt man einen nagelneuen VW Up oder auch eine Harley, beispielsweise die Iron 883. Wer noch schlaffe 195 Euro drauflegt, bekommt für 10.995 Euro sogar eine Iron 1200.



Am Motor kann’s nicht liegen
Da kommt die Frage auf: Wo steckt die viele Kohle in der Breakout? Fakt ist: Im Modelljahr 2020 gibt es die Breakout nur noch als 114er-Variante. Die hat 123 Kubikzentimeter mehr Hubraum als der 107er-Motor der Street Bob, leistet auf dem Papier sieben PS mehr und hat zehn Newtonmeter mehr Drehmoment. Ein bisschen mehr Hub oder ein Quäntchen mehr Bohrung kosten den Hersteller in der Produktion zwar kein Geld, trotzdem verlangt Harley für den größeren Motor einen Mehrpreis von 2.100 Euro. Damit ist aber immer noch nicht geklärt, wieso die Breakout – jetzt „motorbereinigt“ – dann immer noch 7.500 bis 8.500 Euro teurer ist. Auch die Tatsache, dass der Motor der Breakout viel mehr Chrom trägt, kann den Preisunterschied zur Street Bob nicht befriedigend erklären. Als letzter Erklärungsversuch müssen die Räder und deren Bereifung herhalten. Die Street Bob steht auf simplen Drahtspeichenrädern, die Breakout beeindruckt mit riesigen Leichtmetallgussrädern, vor allem vom 240er-Hinterreifen sind viele Kunden wohl angetan. Den Preisunterschied kann aber auch das letztlich nicht erklären, denn das teuerste Softail-Modell überhaupt, die Heritage 114, steht auch auf Drahtspeichenrädern, die Differenz zwischen Drahtspeiche und Gussrad kann also für den Hersteller in der Produktion nicht dramatisch hoch sein.

Nur eine ist superhandlich
Kommen wir zur Praxis: Wir waren mit beiden Fahrzeugen gleichzeitig unterwegs, konnten dadurch schön durchwechseln, denn nur so erschließen sich einem Unterschiede im Charakter der Fahrwerke, die einem sonst nicht so krass auffallen würden. Hauptunterschied bei den Probanden ist die Größe und die Breite der Bereifung. Die Street Bob ist mit ihrem 100er-Vorderreifen und dem 150er-Hinterreifen geradezu vernünftig bereift und fährt entsprechend gut ums Eck. Einlenken in Kurven, Schräglage halten, raus aus den Kurven, geht alles wie geschmiert. Genau so soll das sein! Lediglich mit der Sitzposition der Street Bob werden wir keinen Frieden mehr schließen. Der halbhohe Ape ist mindestens zehn Zentimeter zu hoch und die mittigen Fußrasten sitzen an der völlig falschen Stelle. Das Wort „falsch“ passt hier goldrichtig, denn großgewachsene Fahrer haben ständig das Gefühl, im falschen Film zu sitzen. Hier muss der geneigte Interessent noch gut 750 Euro für Vorverlegte, einen anderen Lenker und einen Sitz mit mehr Rückhalt einplanen, dann hat er ein feines, für Harley-Verhältnisse superhandliches Möppchen.

Die Breakout liegt so satt wie das berühmte Brett auf der Straße

Ganz anders die Breakout. Dieses lange Ding leidet in engem Geläuf und schnellen Wechselkurven unendlich unter der mäßig handlichen Erstbereifung. Es ist zwar alles schon ein wenig besser geworden, seit Harley die Michelin Scorcher 11 draufmacht (noch 2017 waren grottenschlechte Dunlop D408/407 montiert), aber optimal geht anders. Der 21-Zöller vorn ist auch nur wegen der Show verbaut, das Ding produziert spürbar mehr Kreiselkräfte als das 19-Zoll-Rad der Street Bob, was dem Handling abträglich ist. Und der 240er hinten will immer ellenlange Wege gehen, die Breakout strebt in jeder Kurve nach außen. Das muss man mögen, gewöhnt sich aber mit der Zeit daran. Was uns richtig gut gefallen hat, war, dass die Breakout sehr satt liegt. Wenn der Fahrer sie mit Kraft-Input in Schräglage gezwungen hat, liegt sie wegen des niedrigen Schwerpunkts und dem riesigen Radstand wie das vielzitierte Brett. Das erhöht das Zutrauen in die Maschine enorm.

Fazit
Warum die Breakout so viel mehr Geld kostet, konnten wir nicht herauskristallisieren. Die viel billigere Street Bob spendet mit ihrem 1745 Kubikzentimeter großen Milwaukee-Eight echtes Big-Twin-Feeling und fährt sich dabei sehr handlich. Die Breakout macht vor der Eisdiele mehr her, ob das aber 10.000 Euro Mehrpreis wert ist, sei dahingestellt. Hätten wir die Wahl, fiele diese auf die Street Bob, die einen niedrigeren Lenker und vorverlegte Rasten bekommen würde. Mit der Angeberbereifung der Breakout in Erstausrüsterqualität können wir nichts anfangen, beim Motorradfahren ist Fahrspaß immer noch das Wichtigste, und davon bietet die Street Bob auf Anhieb mehr.

Street Bob
Motor: Milwaukee-Eight 107
Bohrung x Hub (mm): 100 x 111,1 mm
Hubraum: 1745 ccm
Ventiltrieb: ohv Vierventiler, Steuerung über Stößelstangen
Gemischaufbereitung: elektron. Kraftstoffeinspritzung, Saugrohr 55 mm
Leistung (laut Hersteller): 87 PS bei 5020 U/min
Drehmoment (laut Hersteller): 145 Nm bei 3000 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h
Getriebe: Sechsgang
Sekundärtrieb: Zahnriemen
Radstand: 1630 mm
Lenkkopfwinkel: 30°
Nachlauf: 157 mm
Bereifung: vo. 100/90 B19 Dunlop D401F, hi. 150/80 B16 Dunlop D401T
Leergewicht (fahrfertig): 297 kg
Zuladung: 229 kg
Tankinhalt: 13,2 l (davon 3,8 l Reserve)
Sitzhöhe ohne Fahrer: 680 mm
Preis (in Deutschland): ab 14.495 Euro zuzüglich 560,- Euro Nebenkosten



Breakout
Motor: Milwaukee-Eight 114
Bohrung x Hub (mm): 102 x 114,3 mm
Hubraum: 1868 ccm
Ventiltrieb: ohv Vierventiler, Steuerung über Stößelstangen
Gemischaufbereitung: elektron. Kraftstoffeinspritzung, Saugrohr 55 mm
Leistung (laut Hersteller): 94 PS bei 5020 U/min
Drehmoment (laut Hersteller): 155 Nm bei 3000 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h
Getriebe: Sechsgang
Sekundärtrieb: Zahnriemen
Radstand: 1695 mm
Lenkkopfwinkel: 34°
Gabelwinkel: 36°
Nachlauf: 145 mm
Bereifung: vo. 130/60 B21 Michelin Scorcher 11, hi. 240/40 R18 Michelin Scorcher 11
Leergewicht (fahrfertig): 305 kg
Zuladung: 228 kg
Tankinhalt: 13,2 l (davon 3,8 l Reserve)
Sitzhöhe ohne Fahrer: 665 mm
Preis (in Deutschland): ab 23.795 Euro zuzüglich 560,00 Euro Nebenkosten


















 
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