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Jorgen Karlssons 2-Liter-Sportster gewinnt nie irgendwelche Shows. Das Motorrad ist ein absoluter „Schläfer“, die Inkarnation des Wolfs im Schafspelz. Der Motor wurde von Top-Fuel-Dragbike-Fahrer und Motorgenie Charley Karling gebaut, er liefert sagenhafte 163 PS ans Hinterrad!
Ich habe es bislang geflissentlich unterlassen, einen meiner Kumpel mit der Sportster fahren zu lassen. Sie hat viel zu viel Power. Weißt du, das Ding drückt 100 PS bei 3000 U/min! Die Leistung schlägt zu wie bei einem Knockout-Schlag, und wenn du das Gas wegnimmst, ist die Motorbremswirkung ebenso heftig. Charley Karling hat eine Probefahrt gemacht, aber der ist 1500 PS starke Nitro-Bikes gewohnt, das ist nochmals ein ganz anderes Level. Mit dem Sportster-Motor wollte ich versuchen, an die Grenzen des Machbaren zu gehen.“



Jorgen Karlsson aus Stockholm arbeitet als Ingenieur und Schiffsbauer für die schwedische Marine. Seine Leidenschaft ist alles, was mit Technik zu tun hat. Unter anderem ist er Mitglied der Vintage Fleet, einer Gruppe von Jungs, die alte Torpedoboote und andere Marineschiffe am Laufen hält. Die Gruppe hat einen eigenen Hafen auf einer Insel im Stockholmer Archipel, also war es logisch, das Fotoshooting dort durchzuführen. Jorgen kaufte die Sportster, eine 1993er XLH 1200, bereits im Jahr 2004. Der schwedische Harley-Davidson-Importeur hatte das Bike ein wenig in Richtung „Flat Track“ umgebaut und es in seinem Schaufenster auf Stockholms Hauptboulevard präsentiert. Jorgen kaufte es und fuhr ein paar Jahre lang, doch dann langweilte ihn der Motor, insgeheim träumte er von einem 100-Kubikinch-Motor von S&S.

„Ich besorgte mir einen 100-Kubikincher und verpasste ihm eine Kraftstoffeinspritzung, aber der kam nie richtig ins Laufen. Zweimal hatte er einen Kolbenfresser und es gab ein Klappergeräusch von den Zylindern her. Mein genialer Kumpel Charley Karling sezierte das Teil und stellte fest, dass beide Gusszylinder von Axtell nicht rund waren und das hintere Pleuel nicht zu hundert Prozent gerade war.“ Jorgen setzte den S&S-Motor fachgerecht instand und verkaufte ihn. Schon zu diesem Zeitpunkt war er angefixt von einem ultimativen, kompromisslosen XL-Motor. Charley und er wollten einen zuverlässigen, starken Motor mit guter Laufleistung. Sie entschieden sich für 4125 Zoll Hub und 4375 Zoll Bohrung, was 124 Kubikzoll (2032 ccm) ergibt, ein kurzhubiger Motor, der Drehzahlen liebt.

Viel Anerkennung von denen, die verstehen, worum es hier geht

Da traf es sich gut, dass der Chef der S&S-Racing-Abteilung ein alter Freund von Karling ist. Maßgeschneiderte Produkte von S&S Special Applications zu bestellen, war kein Problem. Ein Racinggehäuse, Köpfe mit 2,2 Zoll großen Einlassventilen und 1,8 Zoll großen Auslassventilen, spezielle Lifter und eine Delphi-VFI-Kraftstoffeinspritzung mit 2 x 51 Millimeter Saugrohrdurchmesser wurden geordert. Die Nockenwellen sind RedShift 625 und die 8-Zoll-Pleuel wurden eigens von Carrillo hergestellt. Auch die JE-Kolben sind einmalig. Den Edelstahlauspuff schweißte Jorgen selbst. Da das Motorgehäuse nur für den Renneinsatz gedacht ist, hat es keinen Platz für eine Lichtmaschine. Also haben die Jungs einen 3-Phasen-Generator aus einer Hayabusa an das Primärgehäuse angeflanscht. Trotz des relativ überschaubaren Hubs geriet der Motor für den Serienrahmen zu hoch. Hier kamen die Jungs von Unique Custom Cycles ins Spiel, sie ersetzten kurzerhand das obere Rahmenrohr durch ein höheres aus Chrom-Molybdän. Das Hinterrad führt eine Metmachex-Aluminiumschwinge und ein Paar Öhlins-HD-143-Dämpfer, vorn federt und dämpft eine ISR-Gabel mit Öhlins-Innereien, die Gabelbrücken sind maßgefertigt. Die Alufelgen kommen von Akront, die Radnaben und Bremsen lieferte ebenfalls ISR. Nach der Lackierung und Endmontage war es Zeit für die Jungfernfahrt. Jorgens Puls raste, als er zum ersten Mal in den Sattel stieg und den ersten Gang einlegte.



Der Prüfstand hatte dem Triebwerk 163 PS und 195 Newtonmeter Drehmoment bescheinigt, das Dreifache der Serienleistung! Jorgen hat ein wahrlich extremes Bike gebaut, das so diskret aussieht wie eine leicht modifizierte Sporty. „Macht mir gar nichts. Wenn ich auf einer Show neben einem auffälligen Langgabler parke, werde ich nie der Gewinner sein. Sicher ist das ein wenig ungerecht – aber ich bekomme viel Anerkennung von denen, die wirklich verstehen, worum es hier geht. Und das reicht mir völlig aus!“
Motor
Typ: S&S Special Application/Karling Racing Engines   
Hubraum: 124 cui (2032 Kubik)
Nockenwellen: RedShift 625 V2
Kolben: JE, Sonderanfertigung
Pleuel: Carillo, Sonderanfertigung
Gemischaufbereitung: VFI von Delphi
Auspuff: Edelstahl, handgefertigt vom Besitzer
Zündung: Delphi
Startermotor: All Balls, 1,4 kW

Getriebe
Typ: Baker Sechsgang XL6
Primärtrieb: Triplex-Kette
Kupplung: Bandit, Sonderanfertigung

Fahrwerk
Rahmen: orig. H-D XL, Bj. 1993, wesentlich modif.
Gabel: ISR Upside-Down, mit Öhlins-Innereien
Gabelbrücken: ISR, Sonderanfertigung
Schwinge: Metmachex Aluminium
Stoßdämpfer: Öhlins HD 143
Räder: Akront-Felgen an ISR-Naben, vo. 120/70 x 18, hi. 150/70 x 18
Bremsen: ISR-Scheiben an ISR-Sechskolbenzangen                                                      

Accessories
Tank: orig. H-D Sportster
Öltank: orig. Sportster, größer gemacht
Fender: vo. orig., hi. Fiberglas vom Besitzer
Sitzbank: Echtleder
Lenker: orig. XL
Lenkerschalter: ISR
Fußrasten: Storz Performance/Salo Racing
Lampe: orig. XL
Rücklicht: Lucas Replica
Lack: Hakan Lindberg
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