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Gerne werden die auffälligen Gemeinsamkeiten der Produkte von Harley-Davidson und Massey Ferguson kolportiert und das geht weit über die phonetischen Ähnlichkeiten der beiden Doppelnamen hinaus. Und selbst wenn sich die Dinge derzeit ändern (erst recht seit der Vorstellung der vollelektrischen H-D LiveWire), so ist der technologische Archaismus immer noch das Bindeglied zwischen diesen beiden amerikanischen Marken
Und auch wenn einige dieses „Alles-über-einen-Kamm-scheren“ vielleicht nicht mögen werden, Christophe vom Atelier C&C setzte noch eins drauf und nannte seine Custom-Sportster stolz und bewusst „C&C Tractor“. So was Ähnliches gab es schon mal hier bei uns in Deutschland. Die Custom Ranch baute  Anfang des neuen Millenniums aus einer Softail eine „John Deere“-Variante, mit mächtig dicken Rädern, dem ikonischen grünen Lack und den typischen gelben Akzenten, und hat das Thema perfekt umgesetzt. Christophe hat die „Traktor-Thematik“ jetzt wieder aufgegriffen und sie auf ein neues Niveau gehoben.

Auf alt getrimmt: Die Indian-Style-Gabel und die Ballonreifen-Räder verströmen das Flair der 20er Jahre, der Zahnriemenantrieb zum Hinterrad allerdings entlarvt das Bike als recht moderne Konstruktion

Was man wissen muss, ist, dass Christophe nicht an der Côte d’Azur geboren wurde, wo sich heutzutage sein Atelier in Fréjus befindet. Vielmehr kommt er aus der sehr ländlich geprägten Auvergne. Es ist nicht sicher, ob seine ursprünglichen, ruralen Wurzeln mitverantwortlich dafür sind, dass er auf den Wunsch eines neuen Kunden sofort ansprang. Dieser Kunde wollte etwas richtig „Uriges, Altmodisches“ auf Sportster-Basis und Christophe kam direkt das Traktor-Thema in den Sinn. Und weil es für ihn von vornherein nicht in Betracht kam, bloß mit Farbe und ein paar groben Bauteilen einen auf Traktor zu machen, entschloss er sich schon früh, Chassis und Aufbau des Bikes selbst zu gestalten.

Die XL1200 aus dem Baujahr 1991 wurde komplett zerlegt, nur der Motor blieb fast unangetastet. Als Basis besorgte sich Christophe einen Einrohr-Downtube-Starrrahmen von Paughco, den er mit einer Indian-Leaf-Gabelreplik von Zodiac kombinierte. Dazu gesellten sich modifizierte Electra-Glide-Räder im 16-Zoll-Format, auf die echte Traktorreifen aufgezogen wurden. Um das Fahren sicher zu machen, verzichtete er nicht auf moderne Scheibenbremsen, vorn verzögert eine kleine 10-Zoll-Scheibe von AJP, hinten sitzt eine riesige 330-Millimeter-Scheibe von Arlen Ness, die von dem originalen Bremssattel einer Sportster in die Zange genommen wird.

Bei der Sicherheit wurde nicht gespart, das Bike hat Top Bremsen

Der allzu braven Evolution-Optik des Motors konnte man mit allerlei gerippten Covern von EMD auf die Sprünge helfen. Besonders gelungen finden wir ein Detail am Nockenwellen-Cover. Dort montierte der Designer den winzigen Zylinderkopfdeckel eines kleinen Zweitaktmotors inklusive Zündkerze, Stecker und Zündkabel – das sieht unheimlich wichtig aus, hat aber ausschließlich dekorativen Charakter. Auch ziemlich abgedreht ist die völlig offen präsentierte Verstellmechanik am Auspuffende. Dieses manuelle Auslassventilsystem wird per Bowdenzug über einen kleinen Hebel (stammt von einem echten Traktor) gesteuert, der in der Mitte des Benzintanks sitzt. Stichwort Benzintank: Der ist natürlich selbst gemacht. In der linken Hälfte sitzt der Großteil der Elektrik, ein Instument und das Zündschloss eines – na, was wohl? –, jawohl, Traktors, in der rechten Tankhälfte schwappt Sprit. Falls der Fahrer sich mal verschätzt und ohne Sprit liegenbleiben sollte, hat er die Hilfe direkt an Bord. Hinten links, im Dreieck vor der Hinterachse, sitzt ein Reservetank. Dieser muss nicht abgebaut werden, denn mittels eines Schalters kann eine elektrische Kraftstoffpumpe aktiviert werden, die den Sprit in die obere rechte Tankhälfte befördert.

Urig: Die sichtbare Auspuffklappe wird über ein bewusst sehr offen verlegtes Bowdenzugsystem aktiviert

Der Starrrahmen ist übrigens nicht so unkomfortabel, wie er aussieht. Der Erbauer hat den Rahmen so modifiziert, dass er eine Sitzrohr-Federung im Stil des von Harley patentierten „Ful Floteing“-Sitzes einbauen konnte. Die Sitzpfanne selbst stammt von einem Kleintraktor, unter dem Sitz baumelt eine Ledertasche mit Zündkerzenschlüssel. Kollege Bagur durfte das Bike auf einem kleinen Landsträßchen in der Nähe der Fotolocation testen, und obwohl er Respekt vor den ungeschlachten Traktorreifen hatte, erwies sich das Bike als sehr einfach zu fahren, es war „fast bequem“. Die Ergonomie hilft dabei. Der selbst gebaute Lenker ist breit genug, um das Bike sicher dirigieren zu können. Was die Farbe betrifft, so haben Christophe und Kunde Alain auf das originale Blau und Rot der Marke Fordson Tractor zurückgegriffen, ein smarter Schachzug, der perfekt zum Stil des C&C Tractors passt. Christophe hat fast ein ganzes Jahr an diesem Projekt gearbeitet, aber wir können nach der Lektüre dieses Berichts viel leichter verstehen, warum es so lange gedauert hat, ein Bike mit agrikulturellem Hintergrund zu bauen.
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