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Nach mehrjähriger Vorbereitung startete vor zwei Jahren die erste Veranstaltung dieses Namens. Seinerzeit waren nur Bikes zugelassen, die nicht jünger als Baujahr 1916 sind. In diesem Jahr wurde das Starterfeld um Maschinen bis Baujahr 1929 erweitert. Erneut begleitete Michael Lichter für uns die über 6.000 Kilometer lange Tour.
Cannonball Run 2012. Die Teilnehmer gaben alles....

Gestartet wurde das Coast to Coast-Rennen in diesem Jahr in Newburgh im Staat New York. Genau 69 Teilnehmer mit insgesamt 60 Fahrzeugen fanden sich ein. Neben den zahlenmäßig am stärksten vertretenen Amerikanern waren auch Piloten aus Kanada, England, Irland, Italien, Japan, Polen, Frankreich, Deutschland, Südafrika und Australien angereist. Als jüngster Starter trat der 20-jährige Buck Carson auf seiner BSA 500 aus dem Jahr 1927 an. Mit seinen 69 Lebensjahren konnte dagegen der älteste Teilnehmer, Victor Boocock, auf einiges mehr an Erfahrung zurückblicken. Beide wollten während der Tour ihren Geburtstag feiern. Beim jungen Buck klappte das in Süd-Dakota, Victor allerdings stürzte am zweiten Tag der Tour, als ihm der Hinterreifen platzte; zum Glück ist ihm nicht viel passiert. Er setzte aber etliche Etappen aus, um das Bike zu reparieren und nahm erst die letzten drei Tage wieder am Rennen teil.

Die Bandbreite der Bikes reichte von den amerikanischen Marken Harley-Davidson, Indian, Excelsior und Henderson über die briti­schen Vertreter Rudge, BSA, Triumph, Sunbeam und Velocette. Ferner gab es deutsche BMWs und eine australische Invincible JAP. So unterschiedlich wie die Bikes war auch das Auftreten der Teilnehmer. Zum Teil erschienen diese mit komplett eingerichteten Werkstattwagen als Begleitfahrzeug. Andere nutzten nur einen Pickup. Einige Fahrer besitzen ihre Bikes seit Jahren, schrauben selbst und kennen deshalb jedes Geräusch ihres Fahrzeugs. Aber es gab auch welche, die sich ein fertig restauriertes Bike extra für diese Veranstaltung zugelegt haben. Doch egal, ob mit großem Budget oder auf schmalem Fuß unterwegs, alle hatten ihren Spaß.
 
Selbst Teilnehmer aus Australien waren dabeiUnd wenn es Probleme gab, half jeder jedem. Der Geist des Cannonball Run erfasste alle. Doch leider half dies einigen Teilnehmern wenig. Bereits am Start lichtete sich das Feld. Zwei Bikes waren zum Startzeitpunkt nicht zum Laufen zu bewegen, ein anderes strich schon nach einer Meile die Segel. So kamen am Abend der ersten Etappe noch 57 Fahrzeuge im 210 Meilen entfernten Ort Wellsboro in Pennsylvania an. Um die Tour für die jüngeren Bikes nicht zu leicht zu gestalten, wurde die Gesamtstrecke um rund 25 Prozent verlängert. Gewertet wurde die täglich aus eigener Kraft zurückgelegte Strecke, wobei die Punkte sich nach dem Alter des Bikes, dessen Hubraum und dem Alter des Fahrers errechnen. Unter den Fahrern waren natürlich auch einige Wiederholungstäter, die bereits 2010 am ersten Cannonball Run teilgenommen haben. So startete als einziger Customizer auch der Japaner Shinya Kimura erneut mit seiner Indian C-3 aus dem Jahr 1915. Er wechselte sich beim Fahren wie schon vor zwei Jahren mit seinem eigens aus Japan eingeflogenen Freund Yoshimasa Niimi ab. Dieser Umstand führte zwar zu Punktabzug, aber das war den Jungs egal. Sie traten nicht an, um zu gewinnen, sondern um die Atmosphäre zu genießen. Und immerhin waren die beiden Japaner die Einzigen, die die ganze Tour stets standesgemäß in zeitgenössischer Bekleidung bewältigten. Selbst in den Rocky Mountains, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, als die meisten anderen Fahrer sich moderner Hilfsmittel bedienten, zogen sie das durch. Dafür gab es zwar keine Extrapunkte und am Ende kamen sie auch nicht ins Ziel, Spaß hatten die Jungs aber definitiv.
Es ist noch ein langer Weg bis ins Ziel
Die größte Rivalität, wenn man das so nennen will, bestand zwischen den vierzylindrigen Hendersons und den Harleys. Besonders Joe Gardella, der eine 1914er Harley fuhr, kämpfte mit den rund zehn Jahre jüngeren Bikes. Manche Szene hätte sich auch zu den Anfangstagen der zweirädrigen Mobilisierung zutragen können. Der Australier Chris Knoop, der an seiner von ihm restaurierten Invincible JAP von 1925 einen fast ebenso alten Beiwagen montiert hatte, musste nach vier Tagen solo weiter fahren, da er mit Boot zu langsam war. Seine Frau musste auf das Begleitfahrzeug umsteigen. Leider blieb das Team dennoch nicht von Problemen verschont. Bereits am ersten Tag riss der Gaszug, irgendwo in Iowa streikte dann die Kupplung. Chris fuhr aber noch zwei Tage tapfer weiter, bis er das Problem in einer Werkstatt in Sturgis beheben konnte. Trotz allem hatte er immer ein breites Grinsen im Gesicht.

Während der Tour, die sich auf unglaubliche 3.956 Meilen (6.367 km) erstreckte, erlebten die Teilnehmer alle Extreme. Es ging durch weite Ebenen, über die Rocky Mountains, mal schien die Sonne, mal regnete es oder der Wind blies so stark, dass die Bikes beim Tanken fast weggeweht wurden. Für einen kurzen Schreck sorgte ein Autofahrer, der beim Abbiegen ein Bike übersah. Der Fahrer konnte nach einem Check im Hospital und der Reparatur seines Bikes weiter an der Tour teilnehmen und diese sogar erfolgreich beenden. So gab es jeden Tag zahlreiche Anekdoten, für deren Aufzählung hier der Platz fehlt.
Trotz des erweiterten, verjüngten Starterfelds und der längeren Strecke, siegte mit Brad Wilmarth am Ende der gleiche Fahrer, der auch schon 2010 mit seiner Excelsior des Baujahrs 1913 triumphieren konnte. Das Bike, das nur über einen einzigen Gang verfügt, ist simpel aufgebaut und daher im Bedarfsfall schnell zu reparieren. Vielleicht ist Brads Geheimnis für den wiederholten Sieg aber auch die Tatsache, dass die Bremsen seiner Excelsior denkbar wirkungs-arm sind und Brad so selten an Stop-Schildern anhielt. Wie die anderen 43 Finisher, aber auch alle anderen Mitfahrer und Helfer, hat er in 17 Etappen-Tagen große Momente erlebt, Erinnerungen gespeichert, alte Freundschaften gepflegt und neue dazu gewonnen. Wir sind gespannt, ob und wann es eine neue, dann dritte Auflage dieses Runs geben wird. Wenn es soweit ist, werden wir berichten.
 

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