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Mit seiner „F 32“ hat Fred Kodlin den ersten Bagger mit einem 32 Zoll großen Vorderrad vorgelegt. Wir sind das Teil gefahren …
Diese 32 Zoll am Vorderrad, sie reichen mir bis zur Hüfte – und wecken sehr widerstreitende Gefühle in meiner Brust. Ein Vorderrad mit mehr als 80 Zentimetern Durchmesser ist, keine Frage, völlig crazy. Findet übrigens auch Fred Kodlin, Schöpfer dieses F 32 getauften Baggers. Mit der Hand am Arm hat der gelernte Heizungsbauer und Schmiede- sowie Kfz-Meister das Krad nach dem Entwurf seines Sohnes Len aus rohem Blech und Rohr zusammengezimmert. „Unser erster und einziger Beitrag zum Thema 32 Zoll“, sagt Fred, „den mussten wir bringen. Bei den Amis ist das voll im Trend, und wir wollten zeigen: Auch wir können das.“ Dieser Bagger, er ist Deutschlands, ja wahrscheinlich Europas erster Mega-Wheeler.

Per Airride in Front und Heck senkt sich das Bike auf zwei stützen ab

Freds 25-jähriger Sohn Len, von Kindes­beinen an mittendrin im weltprämierten Kodlin’schen Motorradbauwahnsinn, ist mittlerweile Partner und entwirft das Gros der Eigenbauten mit Fred als väterlichem Berater an seiner Seite. „Drei Entwürfe hat er gezeichnet, dann wussten wir: So wollen wir das machen.“ Beinahe ein Jahr verging vom Entwurf bis zum fertigen Objekt – „Ich habe ja immer mehrere Eisen im Feuer, die meine Zuwendung erfordern“, erklärt Fred. Und die F 32 ist kein Umbau, sie ist ein kompletter Eigenbau. Mit Ausnahme des Twin Cam 103 von Harley-Davidson ist alles Handarbeit: der Rahmen, die Fender, der Tank, die Sitzbank und ja, auch die elektropneumatisch öffnenden Koffer. Den Motor legte Fred vertrauensvoll in die bewährten Hände des Pfälzers Günther Sohn von G&R. Dessen Torquemaster-Kit, der eine neue Kurbelwelle, Zylinder samt -köpfen, Nockenwellen und Kolben beinhaltet, pusht den Milwaukee-Schlegel auf 2030 Kubikzentimeter Hubraum, 150 PS und fast 200 Newtonmeter Drehmoment …

High End, nicht nur, was die HiFi-Anlage angeht: Der linke Koffer dient als Soundkörper

Wie fährt sich das? „Das darfst du jetzt mal ausprobieren, wir sind ja erst fertig geworden, mehr als ein paar Meter auf dem Parkplatz hab ich damit auch noch nicht gemacht.“ Puh, ganz geheuer ist mir das nicht. Nicht wegen des Rads, das zwinge ich schon unter die Knute. Doch das hier ist blass machende Handwerkskunst – und ein knapp 230.000 Euro teures Vermögen. Selfmade hin oder her, die Bodywork-Komponenten fügen sich so ebenmäßig an- und ineinander wie die geheimnisvollen Gesichtszüge der Mona Lisa, jeder kleine Wassertropfen aus den tiefhängen­den Wolken wird sorgsam abgewischt. Jeder Kratzer wäre ein Verbrechen, und der Luftspalt zwischen den Koffern und dem Asphalt ist gering. Auf dem Ständer liegt die F völlig nahtlos auf dem Asphalt. F wie Flunder. Doch dann aktiviert Fred das integrierte Airride und hebt das Ding von den Standstützen. Ich übernehme. Startknopf, Milwaukee-Poltern, wir rollen. Das aus­la­den­de Krad stabilisiert sich rasch. So, jetzt du, Twin Cam! Was sich auf dem Papier nach Monsterdruckwelle anhört, verebbt in Kodlins Bagger ziemlich sanftmütig. Kunststoff sucht man da vergebens, die komplette Fahrwerkstruktur samt Aufbauten und Koffern besteht aus ehrlichem Metall. Das wiegt: 339 Kilogramm, sagt Fred. Hat er das wirklich alles selbst gedengelt? Fred hat mir seine Hände gezeigt. Er hat.



Uff, ein donnernder Roadtrain im Tiefflug, gefühlt mit einer Reihe von Waggons im Schlepptau. F 32 nennt Fred sein Werk. 32 ist klar, das F soll an Formula One oder F-Kampfjets gemahnen. Mir drängen akut andere Assoziationen ins Hirn: F wie Fucking Big Wheel, F wie Flying Fortress, F wie Fury under your ass. Dreht man den gepushten Twin Cam, werden die knapp sieben Zentner Blech doch sehr lebendig. Enge Kurven mute ich uns nicht zu – Stichwort Kreiselkräfte. Unerwartet gefügig, der Blechberg. Handlich kann dieses Rad nicht sein, doch noch reagiert es zäh-geschmeidig auf das per Lenkstange getriggerte Kippmoment. Ich erwarte einen sich allmählich steigernden Unwillen, doch der Starrsinn fährt so plötzlich in den Fahrfluss wie die Axt ins Holzscheit. So um die 70 Sachen muss es sein, da meldet das Rad: Schluss jetzt mit dem ziellosen Herumirren, ab jetzt geht’s geradeaus. Wer dann noch steuern will, braucht schlagkräftige Argumente.



In Schräglage traue ich mich nicht. Zu eng geht es da zu. „Ein paar Zentimeter Bodenfreiheit kann ich noch rausholen“, sagt Fred, „Len wollte es unbedingt so tief haben. Das ist ein hundertprozentiges Showbike, aber eins, das fahren kann, sogar mit TÜV.“ Dafür braucht es Spiegel – und einen anderen Auspuff. Mit dem montierten doppelläufigen Donnerrohr kann die F 32 sogar Feuer spucken: Auf Knopfdruck presst eine separate Einspritzpumpe über Magnetventile unverbranntes Gemisch in die Rohre, je eine Zündkerze an jeder Mündung zünden den Feuerball, der bis zu fünf Meter weit rollt. Passende Lichtshow zum Sound, den die in den linken Koffer integrierte und per Bluetooth vom Handy aus steuerbare Highend-Anlage liefert. Ein weiteres Indiz für Freds vollendete Handarbeit: Der Bass wummert wie blöd, doch das Blech bleibt stumm. Auf dem Strip bist du damit der Star, im Mittelgebirge weniger. Doch da hängen ja auch keine Da Vincis an den Bäumen.
 
MOTOR
Typ: Basis orig. H-D Twin Cam 103, getunt von G&R RACING, Bj: 2015, 2030 ccm
Kolben und Kurbelwelle: G&R
Zylinder und Zylinderköpfe: G&R
Luftfilter: F. Kodlin Motorcycles
Auspuffanlage: F. Kodlin Motorcycles
Leistung: 150 PS; Drehmoment: 196 Nm   

GETRIEBE
Getriebe: orig. H-D Sechsgang
Kupplung: Screamin’ Eagle 

FAHRWERK
Rahmen: F. Kodlin Motorcycles Kustom Bagger frame, Bj. 2015
Lenkkopfneigung: 38°
Schwinge: F. Kodlin Motorcycles
Stoßdämpfer hi.: F. Kodlin Motorcycles Air Suspension
Gabel: F. Kodlin Motorcycles Air Suspension
Rad vo.: F. Kodlin Motorcycles 4 x 32” mit VeeRubber 140/40 – 32 
Rad hi.: Scheibenrad 5.5 x 18” mit 200/45-18
Bremsen vo.: PM Sechskolbenzangen an Kodlin-Scheiben 
Bremsen hi.: PM Vierkolbenzange an Kodlin-Scheibe

ACCESSORIES
Benzin- und Öltank: F. Kodlin Motorcycles 
Fender: F. Kodlin Motorcycles 
Lenker: F. Kodlin Motorcycles 
Armaturen/Griffe: PM für hydraulische Kupplung
Trittbretter:   F. Kodlin  Motorcycles „F32“ Trittbretter
Sitzbank: Echtleder MaikX
Elektrik: F. Kodlin Motorcycles
Lampe und Rücklicht: F. Kodlin Motorcycles LED 
Blinker: F. Kodlin Motorcycles 
Fahrzeugidee, Design, Konzept: Len Kodlin
Lackierung Idee: Len Kodlin 
Ausführung: Marcel Sinnwell u. Fred Kodlin
Wert: 229.000,- Euro
Specials: High-End-Soundanlage via Bluetooth, elektro­pneumatische Kofferhaubenöffner, pneumatischer Haupt­ständer, „Flammenwerfer“ im Auspuff

KONTAKT
www.kodlin.com
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