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Robert Andersson baut Chopper. Aber nur mit den legendären Custom-Teilen aus den 70er Jahren. Nur der wahre, sprich der echte Scheiß. Altes Rezept, beste Zutaten
Robert verwendet fast nur Bauteile der legendären Customizer von Kultmarken wie AEE, Harman, Invader oder GME. Nachgebauter Taiwan-Kram kommt ihm nicht ans Bike. Viele seiner Teile sind älter als vierzig Jahre. Um diese Parts aufzutreiben, ist ihm keine Mühe zu groß und selten ein Preis zu hoch. Das ist die große Leidenschaft des Customizers aus Uppsala. „Alles Brocken, die früher keiner haben wollte. Die Leute haben das Zeug teilweise weggeschmissen. Heutzutage ist das alles wieder groß in Mode und wird inzwischen zu horrenden Preisen auf eBay vergoldet.

Passt perfekt zur damaligen Hippie-Zeit: Die psychedelische Lackierung wirkt wie ein „gezuckerter LSD-Trip“

Hauptsächlich die Japaner krallen sich das Zeug containerweise. Die haben echt einen guten Geschmack. Aber manchmal sind da Teile dabei, die ich unbedingt haben muss, auch wenn der Preis echt eine Hausnummer ist.“ Seine Jugend verlebte der gebürtige Finne in einem Küstenstädtchen im finnischen Norden. „Harleys gab es da keine, aber ein paar frühe Chopper-Magazine aus Schweden verirrten sich in unsere Läden. Und später kam dann das Magazin „Street Chopper“ aus Kalifornien dazu. Ich hab damals alles gelesen, was ich in die Finger kriegen konnte. In den Achtzigern haben sich meine Freunde noch über mich lustig gemacht. Aber seit retro angesagt und trendy ist, bin ich natürlich weit vorne.“



Ob fette Harley, Brit-Bike oder japanischer Vierzylinder, für Robert ist dabei nur wichtig, dass es glitzert und glänzt und die richtigen Teile aus den richtigen Jahren drangeschraubt wurden. „Damit bin ich aufgewachsen, das hat einfach den größten Eindruck bei mir hinterlassen. Bereits in den späten Siebzigern ging es mit der Szene bergab, Teile aus Zubehörschmieden wie die von Arlen Ness wurden immer hässlicher.“ Nicht weniger als acht Bikes hat er zurzeit in Arbeit. Ein paar Ironhead-Sportster, eine Panhead und eine Triumph. Als Nächstes steht eine alte Sporty mit einer überlangen 40-Zoll-Girdergabel des fast schon sagenumwobenen Customizers John Harman an.

Typisch für die Seventies: Invader-Räder mit fünf viereckigen Speichen

Die Arbeit an der hier vorgestellten Harley begann vor drei Jahren. Als Basis diente ein alter Straightleg-Rahmen aus den 40ern. Über eBay fand Robert die Invader-Felgen, die allerdings ein frisches Chrombad nötig hatten. Auf Wolke neun war Robert schließlich, als er eine Girdergabel der legendären „Exotic Cycle Parts“ zwischen seine ölverschmierten Finger bekam. Mit ihrem verdrehten Vierkantprofil ist sie der Inbegriff des 70er-Jahre-Stils. Die perfekt dazu passende Sissybar fertigte er selbst an. Überhaupt ist das Bike ein rollendes Museum aus seltenen, zum Teil einem halben Jahrhundert alten Parts. Verantwortlich für die zeitgenössische Lackierung ist Arnold’s Custom Art, wo man Roberts Vorstellung von einer Lackierung nach Art eines gezuckerten LSD-Trips umsetzte. Da fragt man sich allerdings, woher Robert weiß, wie ein gezuckerter LSD-Trips aussieht? Der dazu augenzwinkernd: „He he he, kein Kommentar. Sagen wir einfach, dass ich vor langer Zeit auch mal jung war.“ Nimmt man die Chopper der 70er genauer unter die Lupe, so sind viele der Meinung, dass diese weder beim Lack noch bei der künstlerischen Gestaltung mit den heutigen Bikes mithalten können. Robert ist da anderer Meinung. „Ich habe viele Bilder von Motorrädern von damals gesehen, auf denen wirklich jedes Detail beeindruckend war. Ganz klar gab es auch damals schon Customizer, die genau wussten, was sie taten. So wie ich das sehe, hätte mein Bike auch 1975 schon genau so ausgesehen. Es ist absolut authentisch zusammengebaut.“

Geil: Luftfiltergehäuse von AEE, dahinter ein bildhübscher S&S-Zerstäuber Model L

Bereits in der letzten Saison war Robert mit seinem Label Bad Assid sehr erfolgreich auf mehreren Shows in Schweden, Norwegen und Dänemark vertreten. Stolz verweist er auf einige „Best of Show“ und „People’s Choice“-Pokale. Von einem besonderen Trip jedoch schwärmt er noch, um seine Trophäensammlung zu erweitern: „Ich würde gerne mit einigen Gleichgesinnten einen Container mieten und unsere Bikes zur Born-Free-Show nach Kalifornien verschiffen. Oder zur Mooneyes-Show nach Japan. Allein schon die Events nur zu besuchen wäre cool, aber am geilsten wäre es doch, in diese heiligen Hallen auf dem eigenen Bike einzuschweben.“
Besitzer: Robert Andersson, Uppsala, Schweden

Motor
Typ: H-D Early-Shovel-Style, 1200 ccm
Baujahr: 1966
Kurbelgehäuse: Cal Products Bonneville Case
Nockenwelle: Andrews
Vergaser: S&S Model L  
Auspuff: Eigenbau
Vergaserabdeckung: AEE

Getriebe
Typ: orig. H-D Viergang
Handschaltung: per Jockey-Shift
Primärtrieb: 1,5  Zoll Belt Drive
Kupplung: orig. H-D

Fahrwerk
Rahmen: H-D Straightleg Bj. 1940
Gabel: Exotic Motorcycle Engineering
Verlängerung: 16 Zoll
Räder: Invader
Reifen vo.: Avon Speedmaster 3,00 x 19 Zoll
Reifen hi.: Avon MkII 5,00 x 16 Zoll
Bremsen: hi. H-D mechanische Trommelbremse

Accessories
Benzintank: GME
Öltank: GME
Fender: hi. Triumph
Lenker: 1970er
Lenkergriffe: Gran Turismo
Handhebel: Gran Turismo
Fußrastenanlage: H-D mit Trittbrettern, aus eBay
Frontlampe: Aris (Japan)
Blinker und Rücklicht: J&P
Sitz: Sattlerin Seija
Lack: Balsta Metallsliperi
Lackierer: Tompa Kalsson, Arnolds Custom Art
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