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„Was ist das denn für ’ne Überschrift?“, werden Sie sich mit fragen. Doch das ist schnell erklärt. Der Bike-Name „5ini“ ist der leicht verballhornte Familienname des italienischen Erbauers Marco Cinquini
Für uns war dieses fahrbare Kunstwerk eines der stilistischen Highlights bei den diesjährigen European Championships in Mainz. Italiener haben einfach ein Händchen für Design. Und wenn dann auch noch geile technische Lösungen dazukommen, steht man kopfnickend vor solch einem Bike und freut sich, dass es so etwas gibt. Unser Lieblingsdetail an der „5ini“ (sprich: cinquini, phonetisch: tschinkwini = fünfzig) ist ohne Frage der Doppelvergaser, dessen beide Ansaugtrichter vorwitzig oben aus dem Tank heraus spechten.

Die alte Technik wird von den modernen Rädern betont

Um einen gewissen Trichterstaudruck zu erreichen, und damit des Fahrers Halstuch nicht in die Brennräume eingeschlürft wird, stülpte Erbauer Marco eine kleine Plexiglaskuppel über die offenen Schlünde des Fallstromvergasers vom Typ Dell’Orto Verticale, der ehedem in einem Ferrari Dino 256 Dienst tat. Auch an anderer Stelle sitzt noch ein historisches Ferrari-Bauteil. Der Jockey-Shift war mal der Schalthebel in einem 1940er Testarossa-Rennfahrzeug. Übrigens: Erst ab 1946, exakt dem Baujahr des hier verwendeten Knucklehead-Motors, gab es Ferrari-Autos mit Straßenzulassung. Davor baute der legendäre Enzo Ferrari ausschließlich Rennfahrzeuge.

Die 5ini zeigt die italienische Leichtigkeit des Designs
Den sehr eigen geformten Rahmen schweißte Marco aus Chrom-Molybdän-Stahl zusammen. Hinten ist das Rohrwerk starr, vorn sitzt eine aufwändigst konstruierte Girdergabel, deren Wippschenkel sich auf zwei kräftige Gasdruckdämpfer abstützen. Um die Lendenwirbel des Fahrers nicht über Gebühr zu malträtieren, ist der ansonsten ungepolsterte Sitz über eine Hebelkonstruktion an ein Federbein gekoppelt. Die Bandscheiben werden’s danken. Um die hübsche, augenförmige Heckrahmenpartie optisch sauber zu halten, musste für den Öltank ein anderer Platz her. Der Trockensumpfbehälter ist Teil des mächtigen Tanks. Das Ölfass sitzt am hinteren Ende des langen, von Hand gedengelten Aluminium-Tanks. Auch der Heckfender entstand per Hand und Hammer aus Alu. Lenker, Griffe, Hebel und Fußrasten fertigte die Crew um Marco ebenfalls selbst.

Rücklicht mit offen liegendem, gewebeumflochtenen Kabel und Kennzeichenhalterung

Bei Rädern und Bremsen entschied sich Marco Cinquini bewusst gegen Speichenräder und zeitgenössisch korrekte Trommelbremsen. Der Chef der Garage 65, so der Name des Customshops aus Viareggio, meint, die  modernen CNC-Räder sollen einen optischen Kontrapunkt schaffen zu all den Oldtimer-Parts, die er verwendet hat, denn auch der Tacho beispielsweise stammt aus einem französischen Auto des Baujahres 1949. Lampe und Rücklicht übrigens stammen von einem englischen Fahrrad des Entstehungsjahres 1956. Besonders erwähnenswert ist noch die Positionierung von gleich zwei Hauptbremszylindern vorn. Die sitzen nämlich nicht wie gewohnt am Lenker, sondern unten an der Gabel in Höhe der Felge. Vom Handhebel geht rein mechanisch ein Bowdenzug nach unten. Nach einer Zugverzweigung betätigen dann zwei Drahtzüge synchron jeweils eine kleine Hebelmechanik, die die Kolben der rechts und links sitzenden Hauptbremszylinder beaufschlagen. Ab da geht es via Stahlflexleitungen hydraulisch weiter zu den Scheibenbremszangen von Kustom Tech. Schöne technische Lösungen, super fein verpackt in Oldstyle-Optik. Die können’s einfach, die Italiener.
Erbauer: Garage 65, Marco Cinquini & Crew

Motor
Typ: orig. H-D EL „Knucklehead“, 61 cui, Bj. 1946
Vergaser: Dell’Orto Fallstrom-Doppelvergaser aus Ferrari 256
Auspuff: Garage 65

Getriebe
Typ: orig. H-D, um 90° gedreht

Fahrwerk
Rahmen: Garage 65
Gabel: Girder-Style von Garage 65
Räder: vo. 21” mit MT90-21, hi. 16” mit MT120-16
Bremsen: vorn Doppelscheibe von Kustom Tech, hinten Kustom Tech

Accessories
Benzintank: Alu, handmade Garage 65
Öltank: in Haupttank integriert
Fender: Alu, handmade Garage 65
Lenker: Garage 65
Griffe: Garage 65
Hebel: Garage 65
Jockey-Shift: aus 1940er Ferrari Testarossa
Instrument: Franzöischer Autotacho von 1949
Fußrastenanlage: Garage 65
Lampe/Rücklicht: englische Fahrradlampe von 1956
Sitz: gefedert, Garage 65

Kontakt
www.garage65.it
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