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Ein Cafe-Racer-Jünger baute mit dreißig seine erste Harley
Swerl? Ja, Swerl Company könnte eines Tages der Name von Daniel Carlssons Custombike-Shop werden. Der 30-jährige Schwede hat bereits viele verschiedene Bikes, Autos und Motorroller gebaut, aber diese Sportster ist seine erste Harley-Davidson. Daniel Carlsson aus Falkenberg an der schwedischen Westküste hat einen ungewöhnlichen Job: Er baut Zahnarztpraxen. Richtig gelesen, jemand muss diese Folterkammern ja schließlich einrichten, oder? Der Name Swerl ist jedoch von seinem früheren Job inspiriert. „Ich habe drei Jahre lang als Flugzeugmechaniker an der französischen Riviera gearbeitet, es war ein ziemlich aufregendes Leben. Der Luftstrom aus den Düsentriebwerken wird in dieser Branche als „Wirbel“ (engl. swirl) bezeichnet, also habe ich die Schreibweise etwas geändert. Aber die Chancen stehen gar nicht so gut, dass ich jemals einen Customshop namens Swerl gründen werde. Ich schätze, es ist zu schwierig, mit diesem Zeug einen anständigen Lebensunterhalt zu verdienen“, gibt sich Daniel skeptisch.

Der Hot-Rod-Reifen war von vornherein in die Planungen einbezogen

Daniels Vater Lars besitzt eine Autowerkstatt und Daniel baut seine Projekte in der geräumigen Garage seines Vaters. Zu seinen Spielzeugen gehören eine Honda CB 900 Four Cafe Racer, eine Vierzylinder-Kawa 650 im Flat-Track-Scrambler-Stil, ein Ford Model A, der vielleicht mal zu einem Hot Rod mutiert, ein alter Morris Minor und ein ganzer Haufen Vespas. Aber zurzeit sind alle Projekte auf Eis gelegt. Der Grund: Daniel hat gerade eine neue Flamme und sein Kopf schwebt auf Wolke sieben.

„Früher habe ich meine Freizeit mit meinen Projekten in der Werkstatt verbracht, aber heute ist das anders. Meine Freundin und ich trainieren gerne zusammen und werden diesen Sommer den Stockholm-Marathon mitlaufen.“ Als Daniel seinen Honda Cafe Racer fertig hatte, wollte er mit dem Bike nach Marseille fliegen, um dort die Riviera entlang zu cruisen. Aber auf dem Weg zum Flughafen verreckte der Motor. Diese Nummer zog ihn ziemlich runter, er ließ die kaputte Honda stehen und beschaffte sich eine 1200er Sportster des Baujahrs 1993. Kaum in seinem Besitz, wurde die Harley auch schon Schritt für Schritt umgestaltet.

Mittels Versatz über spezielle  Gabelbrücken steht die Gabel flacher. Über kürzere, härtere Federn senkte der Erbauer die Front noch ein wenig mehr ab

Zuerst wollte er die Sportster so niedrig wie möglich machen. Er hat die Schwinge um drei Zoll verlängert und die Dämpferhalter weit nach hinten versetzt. Am Frontend hatte ein Vorbesitzer den Gabelwinkel bereits über geänderte Brücken flacher gemacht, was Daniel aber nicht genügte. Durch kürzere, härtere Federn senkte er die Front noch ein Stückchen mehr ab. Der Harley-Neuling hatte zunächst keine glasklare Vorstellung davon, wohin die Customreise gehen sollte. Stilbildend und deshalb wichtig war lediglich der ziemlich seltsame Hinterreifen (ein Ribbed Hot Rod Tire von Firestone), der für die Vorderräder von Hot-Rod-Autos gedacht ist. Kann solch ein Gummi wirklich für den Einsatz an einem Motorrad geeignet sein? Daniel lacht: „Ich hatte beim ersten Mal, als es durch einige enge Kurven ging, schon Angst, aber inzwischen funktioniert es eigentlich ziemlich gut. Aber mal sehen, vielleicht wechsele ich auf 18- und 21-Zoll-Räder, um die Kurventauglichkeit zu verbessern.“ Das ganze Bike ist vollgepackt mit seltsamen Details. Einige davon sind Schrottteile von Düsenflugzeugen, andere stammen aus den Wegwerfkübeln der Autowerkstatt seines Vaters, wieder andere aus Auktionen und Antiquitätenmärkten, wie etwa der voll funktionsfähige Feuerlöscher aus dem Jahr 1917. Die geschlitzte Abdeckung vor dem Scheinwerfer war einst ein Schutzschild an einer Bandsäge! Alles in allem ist Daniels Erstlings-Harley zu einem Bike geworden, das in keine bestimmte Kategorie passt, aber das juckt ihn wenig.

Der Feuerlöscher von 1917 ist voll funktionsfähig

„Die Leute können es nennen, wie sie wollen. Für mich ist es ein Bobber mit etwas Cafe-Racer-Einfluss. Mir ging es nicht um einen bestimmten Stil, ich habe vielmehr versucht, etwas Persönliches zu schaffen.“ Wir denken, dass ihm das bestens gelungen ist.
Erbauer: Daniel Carlsson, Falkenberg/Schweden

Motor
Typ: orig. H-D XL 1200
Gemischaufbereitung: Gleichdruckvergaser
Auspuff: Eigenbau Daniel Carlsson

Getriebe
Typ: orig. H-D Fünfgang
Primär und Kupplung: orig. H-D
Sekundär: Rollenkette

Fahrwerk
Rahmen: orig. H-D XL, modif.
Gabel: orig. H-D, gekürzt, andere Innereien
Schwinge: 3 Zoll verlängert, Dämpferhalter nach hinten versetzt
Stoßdämpfer: Zubehör
Räder vo./hi.: orig. H-D
Bereifung: Dunlop Vintage 100/90 x 19", hi. Firestone Ribbed Hot Rod 5.00 x 16"
Bremsen: vo. orig. H-D, hi. ISR

Accessories
Tank: von einem Moped, stark modifiziert
Öltank: orig. H-D
Fender hi.: Eigenbau Daniel Carlsson
Sitzbank: National Uphostery, Malmte
Lenker: Z-Lenker, modifiziert
Handgriffe: Yamaha/H-D
Fußrasten: Eigenbau Daniel Carlsson
Lampe: vom Flohmarkt, Abdeckung Eigenbau
Rücklicht: vom Flohmarkt, modifiziert
Blinker: Rizoma
Lack: Daniel Carlsson (Ton: Mercedes Satin)
Pinstripes: Mark Willhans
Specials: viele motorradfremde Accessories verbaut
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