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Elektrisch kommt – Harleys E-Bike ist serienreif!

28.02.2019  |  Text: Heinrich Christmann  |   Bilder: Hersteller
Bislang war es ein Prototyp, aber jetzt steht Harleys rein elektrisch angetriebenes Motorrad in den Startlöchern. Interessenten können es bereits bestellen
Im Sommer 2015 hat Harleys CEO Matt Levatich angekündigt, dass die LiveWire 2019 auf den Markt kommt. Und er hat Wort gehalten. Vor ein paar Wochen schlug die LiveWire auf der Messe CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas auf und endlich wurden auch einmal ein paar Zahlen genannt. Zur Höchstgeschwindigkeit des E-Motorrads schweigt man sich zwar immer noch aus, aber die Beschleunigung lässt Gutes erahnen.



Die angegebenen 3,5 Sekunden von null auf hundert sind starker Tobak. Diesen Wert erreichen Motorräder mit Ottomotoren, wenn sie nicht allzu schwer sind und über eine Leistung von 100 PS oder mehr verfügen. Auch zur Reichweite gibt es jetzt Angaben. 110 Meilen werden derzeit genannt, das wären um die 177 Kilometer. Das ist nicht die Welt, reicht aber für Bewohner von Ballungsräumen aus. Geladen werden kann die LiveWire an jeder normalen Steckdose, allerdings dauert der Ladevorgang dann ein Weile, eine Stunde Ladezeit bringt dann Energie für zwanzig Kilometer Fahrt. Möglich ist auch eine Gleichstrom-Schnellladung (die schafft theoretische 308 Kilometer Reichweite in einer Stunde), dafür muss dann aber eine Ladestation mit einem sogenannten DCFC-Anschluss vorhanden sein.

Moderne Welt: Connect Service
Neu wird auch der „Connect Service“ sein. Dabei handelt es sich um eine Mobilfunkverbindung zwischen dem Motorrad und dem Smartphone des Besitzers, sofern er die aktuelle Version der Harley‑Davidson-App auf sein Handy geladen hat. Mit H-D Connect kann der Besitzer aus der Ferne Daten zum Zustand des Motorrads wie zum Beispiel zum Ladestatus der Batterie abrufen. Das System sendet zudem Sicherheitswarnungen, wenn die Maschine manipuliert, bewegt oder angefahren wird. Zudem gibt es die Möglichkeit, ein gestohlenes Fahrzeug per GPS zu lokalisieren. H‑D Connect zeigt auch den Standort des geparkten Motorrads auf einer Karte an, verfügt über einen Locator für Ladestationen und sendet automatisch Erinnerungen, wenn eine Wartung ansteht. Im ersten Jahr ist die App kostenlos, danach fällt eine Abonnementgebühr an.

Die Batterie sitzt zwischen den Rahmensträngen, der Motor im silbernen Gehäuse ist schwerpunktgünstig darunter positioniert

Die LiveWire wird es in drei Lackversionen geben. Die Farben „Yellow Fuse“ und „Orange Fuse“ vermitteln den Eindruck von eloxiertem Metall. Für Puristen wird es die LiveWire aber auch in Vivid Black geben. Zum Preis: Der ist hierzulande mit 32.995 Euro recht ambitioniert angesetzt, zur Mobilisierung der Massen wird Harleys erstes E-Bike somit eher nicht sonderlich viel beitragen. Wie sich das Motorrad fährt, wissen wir leider noch nicht, eine Fahrpräsentation steht derzeit noch aus. Aber der folgende Marketingspruch auf der Website von Harley-Davidson Deutschland macht uns schon mal unheimlich neugierig: „Das lauteste, was Sie hören werden, ist Ihr Herzrasen!“ Wir werden sehen.
In drei Farben kann Harleys erstes E-Motorrad geordert werden (von links nach rechts): Vivid Black, Yellow Fuse und Orange Fuse
Topseller im Shop
Stand:22 May 2019 13:25:13/bike-portraits/elektrisch+kommt_19220.html