Daytona Bagger - Tourer aus dem Hause Thunderbike

06.01.2013  |  Text: Dr. Heinrich Christmann  |   Bilder: Volker Rost
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Daytona Bagger - Tourer aus dem Hause Thunderbike
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Nein, nein, dieses Vollblut stammt nicht etwa aus Florida. Es entstand in Hamminkeln am Niederrhein und alle verbauten Teile sind „designed, engineered and made in Germany“
Die Firma Thunderbike in Hamminkeln ist nicht nur der amtierende Weltmeister im Custombike-Bau, sie ist auch und vor allem Harley-Davidson-Vertragshändler. Warum wird das an dieser Stelle so betont? Nun, der Importeur der Marke hat selbstredend ein überragend großes Interesse daran, dass die Bikes, die aus den heiligen Hallen der Vertragspartner in die Hände der Kundschaft übergeben werden, tiptop funktionieren. Erst recht, wenn die Basis von Umbauten auf originalen Harley-Davidson-Motorrädern beruht. Windige technische Halblösungen verbieten sich in diesem Umfeld einfach von selbst, was wiederum erklärt, weshalb zum Beispiel Thunderbike solch aufwändi­ge Fahrwerks-Highlights entwickelt wie das „Bolt-on-Bagger-Rake“-Kit. Übersetzt würde das ungefähr heißen: „Anschraubbarer Lenkkopfwinkel-Veränderungs-Kit für Tourer“. So etwas braucht man, wenn an H-D-Serienrahmen die momentan so beliebten riesigen Vorderräder verbaut werden sollen wie beim hier gezeigten Bike. Doch wieso? Die Antwort: Durch die Verwendung eines viel größeren Vorderrads ändert sich die Rahmengeometrie. Der Lenkkopf wird angehoben, der Nachlauf vergrößert sich auf ein total ungesundes Maß, von vernünfti­gen Handlings-Eigenschaften kann keine Rede mehr sein …

Size matters!: 26 Zoll am Vorderrad, ein verlängerter Tank und große Koffer machen den „Daytona Bagger“ fit für die lange Tour.

Um das Maß des Nachlaufs in solchen Fällen auf einen annähernd der Serie entsprechenden Wert herunterzubringen, hat Thunderbike quasi einen zweiten Zusatzlenkkopf inklusive sehr spezieller Gabelbrücken entwickelt, der vorne an den Serien-Lenkkopf angeschraubt wird und diesen praktisch ersetzt. Der Trick dabei: Die neuen Gabelbrücken haben einen solch dramatischen Versatz, dass die obere Position der Gabelrohre sogar leicht hinter dem Serien-Lenkkopf liegt (siehe hierzu die Grafiken im Kasten). Und das Beste daran: Nichts muss beschädigt, abgeflext oder irreversibel verändert werden. Der ori­gi­nale H-D-Rahmen bleibt bei dieser Operation völlig unversehrt, wer möchte, kann auch seine Serien-Gabelbeine an dem System weiterverwenden. Alles ist ohne Einschränkung rückbaubar. Einem zeitweisen Umbau auf ein Riesenvorderrad steht also nichts im Wege.

Gut fahrbar trotz riesigem Vorderrad

An dem goldgelb und weiß schimmern-den Promotion-Bagger haben die Hammin-kelner natürlich zusätzlich all diejenigen Teile verbaut, die man ab jetzt dort ordern kann. Gemeint ist nicht nur der stark verlängerte Tank (der Kunde kann wählen, ob er seinen eigenen Tank verlängern lässt oder gleich zu einem Aluminium-Custom-Tank von Thunderbike greift), auch der Bagger-Body-Kit „Daytona“ ist ab jetzt lieferbar. Er besteht aus dem Koffersatz, dem Heckfender, einem Rahmencover, der Sitzschale, einer Rücklichtleiste und einem Kennzeichenhalter. All diese Elemente sind speziell aufeinander abgestimmt und bestehen aus Fiberglas. Ebenfalls ganz neu gezeichnet ist die Frontverkleidung, die das von Harley seit jeher eher konservativ umgesetzte Thema „E-Glide-Verkleidung“ ebenso sportiv wie gleichzeitig rassig-elegant interpretiert. Wichtig auch hier: In der entsprechenden Innenschale können – wenn gewünscht – alle Serien-Instrumente des eigenen Bikes weiterverwendet werden.

Riesige Vorderräder verlangen nach besonderen technischen Lösungen, damit das Bike fahrbar bleibt. Thunderbike hat sich einen sehr speziellen Lenkkopf-Gabelbrücken-Kit einfallen lassen

Das Promo-Bike auf diesen Bildern trägt selbstredend noch etliche andere hauseigene Leckerlis wie etwa die Gabel mit riesigen Achsklemmungen, radial verschraubte Bremszangen an Wave-Scheiben und Feinheiten wie Gabel-Cover, Custom-Motordeckel und Auspuffendkappen. Und wer sich beim Schauen auf die Fotos gefragt hat, wo „the heck“ das Rück-/Brems-/Blinklicht denn nun sitzt, dem sei gesagt: Die zwei schmalen schwarzen vertikalen Bänder rechts und links neben dem Kennzeichenhalter werden der von der StVZO verlangten Signalfunktion durchaus gerecht, mit e-Zeichen und allem … versprochen!
MOTOR
Typ: orig. H-D Twin Cam 103, Bj. 2012
Zylinderkopfdeckel: Thunderbike Ribbed
Luftfilter: Thunderbike
Auspuff: Jeckill & Hyde mit TB Endkappen
Special: Auspuff elektr. verstellbar

GETRIEBE
Typ: orig. H-D 6-Gang, Bj. 2012
Primärtrieb/Kupplung: orig. H-D
Sekundär: orig. H-D Belt

FAHRWERK
Rahmen: orig. H-D, Bj. 2012
Lenkkopf: modif. durch TB Bolt-on-Bagger-Rake  
Radstand: plus 150 mm
Nachlauf: 175 mm
Gabel und Federbeine: TB Airride
Schwinge: orig. H-D
Rad vo.: TB 3.75 x 26” mit 120/50-26,
Rad hi.: TB 5.00 x 18” mit 180/65-18
Bremsen: vo. und hi. Zangen und Scheiben komplett TB

ACCESSORIES
Benzintank: Thunderbike
Öltank: orig. H-D
Frontfender: Thunderbike, Stahl
Heckfender und Koffer: Thunderbike Body-Kit
Frontverkleidung: Thunderbike Body-Kit
Lenker: Thunderbike StreetMaster
Griffe: Thunderbike
Fußrasten: CCE Bananaboards
Sitz: Thunderbike
Lampe: H-D V-Rod
Rück-/Brems-Blinklicht: Thunderbike Zeppelin
Kennzeichenhalter: Thunderbike

KONTAKT
www.thunderbike.com
 

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Stand:18 November 2018 13:20:07/bike-portraits/daytona+bagger_174.html