„DYNA HOT ROD BOBBER“ - Custombike auf Street-Bob-Basis

26.07.2013  |  Text: Dietmar Reiter  |   Bilder: Dietmar Reiter
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„DYNA HOT ROD BOBBER“ - Custombike auf Street-Bob-Basis
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Hier erzählt unser Leser Dietmar Reiter, wie er den Umbau einer Street Bob angegangen ist. „Mit meinem letztjährigen Forty-Eight-Umbau hatte ich mir die Latte selbst verdammt hoch gelegt (die „Bobbster 48“ wurde in der DREAM-MACHINES-Ausgabe 3/12 präsentiert, Anm. d. Red.).
Ich wollte aber unbedingt „aufsteigen“, auf einen Big Twin, und wieder sollte es ein cooler Bobber werden, nur noch extremer und fetter. Als Basis schwebte mir eine Dyna Street Bob vor. Da traf es sich hervorragend, dass ich kurz vor der European Bike Week 2012 in Faak einen Käufer für die Sportster fand, denn die musste ich verkaufen, um das Geld für eine Dyna zu haben. Ich nahm Kontakt mit einem Besitzer auf und „Yes“, er hatte seine Street Bob noch. Baujahr 2010, nur 2.700 Kilometer auf der Uhr und der Preis passte obendrein auch. Ich schlug zu. Meinem Projekt „Dyna Hot Rod Bobber“ stand nichts mehr im Weg!

Metamorphose: Vom Chopper mit Apehanger zum klassischen Bobber

Zuhause wurde das Bike erst einmal aufgebockt. Erste Pläne entstanden im Kopf. Je öfter ich um die Bob herumtigerte, desto mehr optische Problemzonen fand ich. Aufgrund der anderen Proportionen ist die ganze Street-Bob-Geometrie viel schwerer umzubauen als die Sportster 48. Zweifel kamen auf, ob sich die Bob wirklich schön, will heißen in meinem Sinne umgestalten lässt.

Am meisten störte in meinen Augen der Tacho auf dem Tank. Auch mit dem serienmäßigen Heckfender konnte ich mich einfach nicht so recht anfreunden. Und was die Radgrößen anging, war ich mir auch lange nicht sicher, ob die geplanten 16 Zoll Felgendurchmesser nicht zu klein würden. Herumexperimentieren wird da schnell sehr teuer. Aber irgendwann musste die Flex angeworfen werden, es ging los. Nach dem Entfernen des Serien-Tachos wurde das Dashboard zerschnitten und mit einem Stahlblechs verschlossen. Den „Vintage“-Tacho von motogadget samt passendem Gehäuse von Thunderbike am Lenker zu installieren, war gar nicht so einfach, weil bei meinem 2010er Exemplar schon der Stecker der CAN-Bus-Modelle montiert ist. Direkt verlöten war angesagt …

Nach Privatumbauten steigt Mr. Bobber jetzt ins Profigeschäft ein

Dann musste der Heckfender dran glauben. Der wurde komplett zerlegt, danach verlor er zirka zwölf Zentimeter in der Länge und einige Zentimeter in der Höhe. Zwecks besserer Optik schweißte ich am Ende noch seitlich dickere Kanten auf. Die Fenderstruts und deren Abdeckungen wurden um gut fünf Zentimeter gekürzt, die Tieferlegung des Hecks habe ich durch die Montage zweier Federbeine von Progressive Suspension erreicht. Bei den 16-zölligen Rädern entschied ich mich vorne für einen 150er-Reifen auf vier Zoll breiten Felge, hinten sitzt ein 180er-Reifen auf einer 6-Zoll-Felge. Hierzu musste der Bremszangenhalter leicht abgefräst werden. Die zwar originalen, aber innen jetzt mit Drop-in-Federn von Progressive Suspension bestückten Gabelbeine stecken in 250 Millimeter breiten Gabelbrücken von Thunderbike. Der Frontfender stammt von einer Harley Forty-Eight. Die Auspuffanlage und den Luftfilter lieferte BSL. Die Blinkerhalter, der Tanklift, die Halter für den Federsattel und die Rahmenabdeckung unterm Sitz sind Eigenanfertigungen. Diese Teile sind, ebenso wie die Achsabdeckungen und der Kennzeichenhalter, seit kurzem bei mir erhältlich. Für den Lack – Scallops in Root-Beer-Candy und Metalflake – zeichnet Marcus Pfeil verantwortlich.“



Die Latte lag hoch … aber nicht außer Reichweite. Die Umsetzung ist dem Österreicher wirklich gut gelungen. Übrigens: Umbauer Dietmar ist dieser Tage dabei, ein kleines Custom-Business zu etablieren. „Mr. Bobber Custom“, wie er seine Firma nennt, ist für ernstgemeinte Umbauten an Dynas oder Sportstern in der gezeigten Art völlig offen.
MOTOR
Typ: orig. H-D Twin Cam 96 (1.580 ccm)
Auspuff: BSL
Luftfilter: BSL

GETRIEBE
Typ: orig. H-D Sechsgang
Kupplung: orig. H-D
Primärtrieb: orig. H-D
Sekundär: orig. Belt

FAHRWERK
Rahmen: orig. H-D Dyna, Bj. 2010
Gabelbeine: orig. H-D Dyna, gekürzt, innen Progressive Suspension Drop-in
Gabelbrücken: Thunderbike, 250 mm
Federbeine: Progressive Suspension 412 hi. 11”
Rad vorne: TTS 4 x 16” mit 150er-Weißwand
Rad hinten: TTS 6 x 16” m. 180er-Weißwand
Bremsen: vo. und hi. Ferodo-Scheiben schwimmend, Zangen H-D

ACCESSORIES
Tank: orig. H-D Street Bob, Dashboard stark modifiziert
Tankdeckel: H-D Black Diamond mit integr. LED-Tankanzeige
Fender: vo. H-D Forty-Eight, hi. Eigenbau
Lenker: Chubbys Knuckle Bar
Riser: Easton EXP
Tacho: motogadget „Vintage“, am Lenker, in Thunderbike-Gehäuse
Griffe: Thunderbike Base Rubber
Fußrasten: vorverlegt, Thunderbike Base Rubber
Sitz: Slim Line Westeagle Rahmenabdeckung unter Sitz:     Eigenbau
Spiegel: Thunderbike Joker
Blinker: vo. Pen Head, hi. Highsider Colorado
Kennzeichenhalter: Thunderbike
Lack: Marcus Pfeil

KONTAKT
www.mr-bobber-custom.com
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Stand:18 November 2018 14:04:10/bike-portraits/%3F%3Fdyna+hot+rod+bobber%3F%3F+-+custombike+auf+street-bob-basis_174.html