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zurück zur Übersicht | Sechseck Shovel

Horst Jungmann aus dem saarländischen Örtchen Elm verpasste seiner Lieblings-Harley eine komplette Tracht aus sechseckigem Edelstahl. Die Bilder können wirklich nur einen Teil der Wahnsinnsarbeit dokumentieren, die in dieser privaten Shovelhead steckt.

Die Zweiradgeschichte von Horst gleicht der von vielen von uns. Mit neun Jahren schon scharf auf die Solex vom Nachbarn, gab’s mit 15 eine Kreidler Flory, die natürlich sofort schneller gemacht wurde. Mit 16 ein Moped, mit 18 dann der Einstieg ins Motorradleben. Auf verschiedenen Japanern durchlebte und überlebte er seine Sturm- und Drangzeit, dann probierte er eine BMW, bevor er mit 40 Lenzen endlich seine erste Harley kaufte. Es musste eine Shovel sein, weil für Horst dieser Motor einfach der schönste ist. Sein Wunschbaujahr lag vor 1960, da braucht’s dann keine Blinker, die Tüten dürfen schön laut sein und ein kleines Kennzeichen oder gar Oldtimerzulassung ist machbar. Er musste nicht weit fahren. Seine Shovel fand er in der Pfalz. Kaum stand sie in seiner Werkstatt, wurde das Teil komplett zerlegt. Schrauben ist kein Problem für ihn und mit Metall kann Horst umgehen wie kaum ein Zweiter. Er besitzt nicht weniger als drei Meistertitel rund um Berufe der Metallverarbeitung. Auch Wig, Mig, Mag, Elektro- oder Gasschweißen, in allen Verfahren ist er Vollprofi.
Den geplanten Umbau seiner Shovel hat er – dieses Vorgehen ist sehr zu empfehlen – noch vor Beginn der Arbeiten detailliert und haarklein mit dem TÜV in Saarbrücken besprochen. Lediglich am Rahmen dürfe er nichts verändern, bläute der TÜV-Mann ihm ein. „Tja, schade“, sagte Horst, „ dann werde ich das Chassis wohl mit Edelstahl verkleiden.“ Und so fing alles an. Die erste Tat war die Verkleidung der Schwinge: Sechs Streifen 16 Millimeter breites Blech wurden auf dem Stiftambos dreidimensional geschweift und gestaucht. Danach verschweißte Horst die sechs Kanten, verschliff sie und polierte das Ganze auf Hochglanz. „Das sah so geil aus,  ich entschloss sofort, die ganzen Rahmenrohre so zu verschönern. Die Arbeit, die dahinter steckt, können sich nur Leute vorstellen, die so etwas schon mal gemacht haben“, erzählt der Saarländer. „Auf die Sechseck-Form bin ich nur gegangen, weil es nicht viel
dicker wirkt als ein Rundrohr. Als nächstes bekamen die Räder Radkappen, die Gabel wurde ganz verkleidet. Dann sollten noch sechseckige Lampen her. Die Reflektoren wurden neu gekauft, das Gehäuse fertigte der Metallkünstler aus Edelstahlblech. Den Lenker fertigte Horst auf Vorgabe des TÜV in Rundrohr, und nachdem die Schweißnähte geröntgt waren, bekam auch der Lenker sein sechseckiges Fett weg. Als er all diese Arbeiten erledigt hatte, beschloss der Metall-Maniac, auch Motor und Getriebe zu „versechsecken“ …

Den kompletten Artikel können Sie in der neuen DREAM-MACHINES 3/2010 lesen.

Text: Heinrich Christmann
Bilder: Volker Rost

21.05.2010   Link zu diesem Artikel an einen Freund senden nach Oben Kommentar schreiben
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