Harley-Davidson Forty-Eight - Reloaded

15.06.2016  |  Text: Heinrich Christmann  |   Bilder: Volker Rost
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Harley-Davidson Forty-Eight - Reloaded
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Seit ihrer Markteinführung im Frühsommer 2010 ist die Forty-Eight in Deutschland die unangefochtene Nummer 1, was Harley-Davidson-Neuzulassungen angeht. Jetzt hat die Company den Bestseller umfassend modellgepflegt
Im Sport und auch in vielen Bereichen des täglichen Lebens gilt der Sinnspruch: „Never change a winning team“. So gesehen haben die Amis mit der umfassen­den Modellpflege der Forty-Eight Antworten auf Fragen gegeben, die keiner gestellt hat. Gleichwohl darf man sich über alle getätigten Modifikationen freuen, denn sie machen das ohnehin bestens verkaufte Modell noch besser.

Am Vordergründigsten, weil auf den ersten Blick zu sehen, sind die Veränderungen an der Front und den Rädern. Das 2016er Modell trägt eine Gabel, deren Standrohrdurchmesser von ehedem 39 auf satte 49 Millimeter angewachsen ist. Zusammen mit der viel fetteren unteren Gabelbrücke lässt das den Bobber schön bullig aussehen. Auch das Innenleben der Gabel ist anders. Eine sogenannte „Cartridge“ übernimmt im linken Gabelholm die Dämpfung, die Innereien des rechten Holms sind für die Federung zuständig. Die Vorderradbremse profitiert ebenfalls von einem Upgrade, der Bremsring der Scheibe ist jetzt halbschwimmend gelagert. Auffälliger Unterschied bei den Rädern: Die Drahtspeichenräder wurden gegen leichtere Leichtmetall-Gussräder gleicher Dimension getauscht, die 16-zöllige Bereifung blieb die gleiche.



Doch es nicht nur die fettere Gabel, die auf der Straße den Unterschied macht, vielmehr ist es die geänderte Lenkgeometrie, die die neue Forty-Eight noch einen Ticken spurstabiler macht als ihre Vorgängerin. Zwar blieb der Lenkkopfwinkel mit 30° gleich, aber die neue hat einen abweichenden Gabelwinkel von 28°, wodurch der Nachlauf um 25 Millimeter auf 132 Millimeter wuchs. So was spurt herrlich geradeaus, ohne das Handling in Ecken spürbar zu beeinflussen. Zudem spendierte Harley der gesamten Sportster-Familie neue, höherwertigere Stoßdämpfer hinten, die ihrem Namen endlich gerecht werden. 

Verbesserte Ergonomie
Auch an der Ergonomie wurde gefeilt. Der neue Lenker ist einen Hauch niedriger, etwas breiter, seine Kröpfung etwas mehr zum Fahrer hin orientiert. Zusammen mit dem komfortabler aufgepolsterten Solositz ergibt das eine relaxtere Sitzposition, was dem Bobber-Charakter des Bikes zugutekommt. Dazu gibt es noch neue optische Gimmicks wie die allerorten präsenten Längsschlitze, die ein bisschen 70er-Jahre-Look heraufbeschwören sollen, geschwärzte Auspuffe und ein neues 3D-Tanklogo. 

Status quo: Das Handling in Kurven ist durch die Veränderung der Lenkgeometrie dank der leichteren Räder unbeeinflusst geblieben

Unser Fazit 
Alles in allem fährt sich die neue Forty-Eight dank der besseren Federelemente, der verbesserten vorderen Bremse, der geänder­ten Lenkgeometrie und der verbesserten Ergonomie deutlich geschmeidiger als das Vorgängermodell. Allerdings lässt sich Harley das mit einem um 650 Euro teureren Preis im Vergleich zum Vorjahr bezahlen. Sei’s drum: Die Forty-Eight ist jetzt schon Kult und die neue Version wird diesen Status noch kräftig pushen.     
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Stand:17 January 2018 08:08:15/fahrtests/harley-davidson+forty-eight+-+reloaded_174.html