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15.07.2016  |  Text: Dr. Heinrich Christmann  |   Bilder: Volker Rost
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Harley-Davison Street Bob Special Fahrbericht - Der bessere Straßen-Robert


Für 2016 bietet die Motor Company eine individualisierte Version der überaus erfolgreichen Street Bob an, die neue Street Bob Special. Was unterscheidet die beiden und wie wirkt sich das aus?


Die Dyna Street Bob feiert gerade ihr 10-jähriges Jubiläum. Und das waren zehn überaus erfolgreiche Jahre. Lange Zeit stand sie in Deutschland auf Platz 1 der Bestsellerliste von Harley-Davidson, nur einmal attackiert von ihrer Schwester Fat Bob. Mit Erscheinen der Sportster Forty-Eight musste sie sich aber fortan mit Platz 2 begnügen, aber da gibt es wohl Schlimmeres. Der Erfolg der Street Bob begründet sich mit ihrem Purismus. An ihr ist nichts dran, was nicht sein muss. Aber wie schon öfter geschehen, haben Harleys Marketingleute sehr genau hingeschaut und eruiert, was des Kundenvolkes Wille ist. Man analysierte, welche Zubehörteile bei den Street-Bob-Fahrern am beliebtesten sind und reagierte entsprechend.



Heraus kam die neue Street Bob Special. Sie verfügt bereits ab Werk über jene Features, die oft vom Kunden gekauft wurden. Dazu zählen die vorverlegten Fahrerfußrasten, die für eine relaxtere Sitzposition bür­gen. Ebenfalls neu ist die Badlander-Sitzbank nebst Beifahrerfußrasten, was die Mitnahme eines Sozius ermöglicht. Die „Special“ rollt – anders als die normale Street Bob – auf schwarzen, 19 beziehungsweise 17 Zoll großen Gussspeichenrädern, deren fünf Doppelspeichen mit Überfräsungen verziert sind. Ein schwarzer Pork-Chop-Luftfilter unterstreicht den Dark-Custom -Charakter des Bikes. Wichtig auch: Anstelle des Apehanges des Basismodells kommt bei der „Special“ der flache, breite Lenker der Fat Bob zum Einsatz, der ebenso schwarz lackiert ist wie die Riser an denen er montiert ist. By the way: Das Bike gibt es in jeder nur denkbaren Farbe, solange dies Mattschwarz ist. Auf der Straße unterscheidet sich die Special weit mehr vom Basismodell, als man annehmen könnte. Die Sitzposition ist deutlich stimmiger, regelrecht angenehm, die Füße sind jetzt dort, wo sie bei dieser Art Bike hingehören. Der Beinwinkel passt, auf der normalen Street Bob sitzt man durch komisch mittig positionierten Rasten wie auf ’nem Kackstuhl.



Auch der Fat-Bob-Lenker ist ein Segen. Nicht zu hoch und nicht zu niedrig, das passt ergonomisch wunderbar. Der Apehanger der Normalversion ist nichts Hal­bes und nichts Ganzes, der will einen auf Chopper machen, kann es aber nicht. Mit der niedrigeren Fat-Bob-Stange lässt sich die ohnehin gut fahrbare Streety noch viel besser handlen, wobei auch die etwas leichteren Gussräder zum quickeren Umlegen beitragen. Dazu kommt noch eine andere Sitzbank, deren Fahreranteil etwas bequemer ist als auf der normalen und zudem den riesigen Vorteil birgt, dass wenigstens für kurze überschaubare Strecken auch mal eine Sozia mitgenommen werden kann.

Unser Fazit
Die Street Bob Special ist eindeutig die bessere Street Bob. Man sitzt auf ihr um Längen besser, endlich passt die Ergonomie! Der geänderte Lenker und die Räder machen das Bike noch handlicher, es ist eines der fahraktivsten Motorräder im gesamten H-D-Portfolio. Und die Liebste darf auch mit, wenngleich sie ob des schmalen Sitzbrötchens eine gewisse Leidensfähigkeit mitbringen sollte. Die Special kostet nur 490,- Euro mehr als eine vergleichbar lackierte Serien-Street-Bob, ein geringer Aufpreis, der bestens angelegt ist. 

Text: Dr. Heinrich Christmann
Bilder: Volker Rost

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