Sportive Forty-Eight – Gepimpte Sportster von Arnim Schmalz

28.11.2017  |  Text: Arnim Schmalz, hch  |   Bilder: Volker Rost
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Sportive Forty-Eight – Gepimpte Sportster von Arnim Schmalz
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Leser Arnim Schmalz erzählt uns hier die spannende Geschichte, wie seine ungewöhnliche Custom-Forty-Eight entstand
Wieso habe ich mich für die Sportster 48 entschieden? Hintergrund war eine Mail eines Freundes. Meine letzte Harley war eine Fat Boy. Die wurde, wie damals in 1998 üblich, mit einem verlängertem Tank, Breitreifen etc. modifiziert. Sie wurde mir jedoch 2002 gestohlen. Damit war die Ära Harley erstmals gestorben, denn die Versicherung zahlte nur einen Bruchteil des tatsächlichen Marktwertes. Über den Umstand, dass ich mir keine anderes Bike mehr anschaffte, war meine Frau äußerst glücklich.



Harley fahren ging mir jedoch nie aus dem Kopf, zumal alle in meinem Freundeskreis Harley fuhren. Anfang 2010 kam diese E-Mail über die damals neue Forty-Eight. Es war die Zeit von Retro und Bobber. Ohne lange zu überlegen, habe ich das Bike beim örtlichen H-D-Händler geordert. Die Lieferzeit dauerte ewig. Sieben Monate musste ich warten. Währenddessen habe ich mich mit dem Thema „Sportster“ und Umbauten beschäftigt. In einer BIKERS NEWS sah ich dann eine 883 der Firma 8-Ball, reduziert auf das Wesentliche, einfach knackig! Die Bilder dieses Bikes hingen lange in meinem Büro. Als ich das Bike im Juli 2010 bekam, wurde als erstes die Auspuffanlage, die Bordelektronik und die Luftfiltereinheit geändert. Die Farbe wurde von Orange auf Weiß umlackiert und mit Zierstreifen versehen. Ein weiterer Knackpunkt war für mich die Sitzposition. Ich fahre gerne schnell, der Seriensitz bietet dafür keinen Halt. Ein Höckersitz schwebte mir vor. Ich entschied mich für einen Ledersitz mit Höcker, für Soziusfahrten gibt es ein Sitzpad, das die Linie des Fahrersitzes weiterführt. Nach einiger Suche fand ich einen begnadeten Fahrzeugblechner, der in der Regel Oldtimer rekonstruiert. Er dengelte anhand meiner Zeichnungen eine komplette Sitzbankplatte mit Höcker aus Stahlblech. Der Preis: Sensationell geringe 120 Euro, fix und fertig. Bei einem Sattler wurde das Ganze dann, natürlich nicht ohne Probesitzen und Probefahren, perfekt auf meine Bedürfnisse hin aufgepolstert und mit Tierhaut bezogen. Jetzt sitze ich bei hohen Geschwindigkeiten fest im Sitz, der Körper kann unmöglich nach hinten wegrutschen.

Die Vollscheibenblenden für die Räder erstand Arnim für einen Spottpreis in den Staaten

Auch mit den von mir angebauten Stummellenkern war ich zunächst nicht glücklich. Durch die Montage der Stummel in Verbindung mit einem Navi war die Sicht auf die Kontrollleuchten für die Blinker verdeckt. Was tun? Da die Stummellenker Plastikabdeckungen besaßen, war es sicher möglich, LED-Kontrollleuchten mit den Blinkern zu verbinden. Gesagt, getan! Noch am selben Morgen bin ich in einen Modellbauladen gefahren und habe zwei LED-Leuchten (für Funkfernsteuerung) besorgt und eingebaut. Die Kosten: Sieben Euro, Arbeitszeit: eine halbe Stunde. Ergebnis: bei Tag und Nacht habe ich nun meine Blinkerkontrollleuchten perfekt im Sichtfeld. Die Serienlampe gefiel mir nicht. Aber was tun? Neu kaufen von der V-Rod oder Yamaha? Lange war ich unschlüssig. Eines Tages entdeckte ich eine Elipsoidenleuchte im einem Katalog. Die Idee war: Altes Lampengehäuse lassen, modernste Technik integrieren. Ein Schreinermeister, der für mich beruflich tätig ist und auch Motorradfan ist, hat mir in seiner Werkstatt das Lampenglas gegen eine Scheibe aus Hartkunststoff ausgetauscht. Diese Arbeiten wurden mit einer speziellen Fräse innerhalb von zwei Stunden erledigt. Glas raus, Scheibe und Elipsoidscheinwerfer rein, anschließen und fertig. Der Look veränderte sich radikal.



Zu den Vollscheibenblenden für die Räder: Beim Durchstöbern des WorldWideWeb fand ich eine Firma in Amerika, die Edelstahlradkappen für Hod Rods herstellt, zum unverschämt günstigen Preis von 65 US-Dollar für vier Stück zuzüglich Versand. Nach Erhalt wurden die vier Radkappen in einem Laserbearbeitungszentrum nach meinen Zeichnungen ohne großen Aufwand und Kosten abgeändert und mit Folie bezogen. Auch die Bremsscheibe vorne von Rick’s wollte ich anders haben. Nicht lackiert, sondern galvanisch behandelt. Auch hier hat sich ein Freund die Mühe gemacht, diese in einem speziellen Verfahren galvanisch so zu behandeln, das sie ein komplett anderes Aussehen erhält. Für viele Teile musste ich genaue Konstruktionspläne herstellen. Durch meinen Beruf als Architekt war dies jedoch kein Problem. Je mehr ich umbaute, desto mehr Spaß machte es. Im Katalog bestellen und anschrauben ist einfach nicht mein Ding.

Die Stummel von LSL und der lederbezogene Höckersitz sorgen für racemäßiges Feeling

So auch die Frontmaske. Die stammt von einem Mofa-Rroller aus Korea, als Erstazteil bei ATU für 12 Euro verkauft. Diese kleine Maske dient nun zur Aufnahme des Schaltblitzes. Der Halter für das Navi ist ein Scharnier aus dem Baumarkt. Es ist auf der Rückseite im passenden Winkel durch eine Schweißpunkt fixiert und mit Klebesilikon mit dem Navi verbunden. Der Silentblock eines Auspuffes bringt Vibrationsdämpfung für das Navi, befestigt ist es mit einem selbstgebogenen 8 mm Edelstahlhalter an der Gabelbrücke. Mit zwei einfachen Kofferschlösschen ist das Navi fest mit dem Bike verbunden und durch die Position hinter der Frontmaske auch gegen leichten Regen geschützt.



Fazit: Mit Ideen kann man aus seinem Bike immer etwas Besonderes machen. Übrigens: Das Bike wird von mir gefahren, und zwar bei Wind und Wetter. In 13 Monaten kamen stolze 26000 km zusammen. Meine Harley-Kumpels, die mich zum Kauf animiert haben, fahren nur noch ungern und selten mit mir, weil ich Ihnen zu schnell fahre. Gemessene Höchstgeschwindigkeit: 205 km/h. Durch meinen eher zügigen Fahrstil habe ich jedoch neue Tour-Buddies gefunden. So fahre ich jetzt regelmäßig mit einem Freund, der eine Ducati Hypermotard 1100 besitzt. Zu guter Letzt: Warum die 69 auf dem Tank? 1969 ist nicht mein Geburtsjahr. Gemeint ist auch nicht die beliebte Stellung aus dem Kamasutra. 69 ist mein Sternzeichen. Wenn man die 69 um 90 Grad kippt legt, ist es das Zeichen des Krebses.“
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Stand:17 December 2017 01:09:40/bike-portraits/sportive+forty-eight+-+gepimpte+sportster+von+arnim+schmalz_171127.html