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Dr. Heinrich Christmann
Es ist mächtig …

… was im Busch in Milwaukee. Harleys Chef Matt Levatich hat anlässlich der Präsentation der Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 jüngst vor Aktionären rund 50 neue Modelle in den nächsten fünf Jahren angekündigt, also eine wahre Modellflut.

Schon fürs Modelljahr 2018 versprach er Harley-Davidson-Motorräder, die toller sind als alles bisher Dagewesene. Das lässt uns die Augenbrauen hochziehen und aufhorchen. Kommt der Milwaukee-Eight schon bald in allen Big Twins? Wollen wir schwer hoffen! Werden die Sportster möglicherweise demnächst neu erfunden? An der Zeit wäre es! Pumpt die Company den durchaus famosen Motor der Street endlich mal auf 900 oder 1000 Kubikzentimeter auf? Wäre sinnvoll! Und da ist ja auch noch das Projekt „LiveWire“, das Elektro-Bike, das zumindest optisch bereits vor zwei Jahren mächtig aufgeschlagen ist, bloß mit der leidigen Batteriekapazität hatte es noch arg zu kämpfen.

Fakt ist: Die Company muss Gas geben. Die Zahlen für 2016 sind nicht gut. Im Heimatmarkt USA gab’s gegenüber dem Vorjahr ein Defizit von 3,9 Prozent, der Verkaufsraum Lateinamerika krachte gar um minus 13,2 Prozent ein. In Kanada erholten sich die Zahlen etwas (5,5 Prozent Plus) und auch der EMEA-Raum (Europe, Middle East, Africa) steht gut da. Immerhin 5,9 Prozent Wachstum konnten hier verzeichnet werden. Aber das genügt alles nicht, um die Defizite im Hauptmarkt aufzufangen. Deshalb schloss das Geschäftsjahr für die Company weltweit mit einem Minus von 1,6 Prozent.

Keine Katastrophe, aber die Konkurrenz wird auch weiterhin Druck machen. Gerade vor ein paar Wochen hat Polaris eine scharfe Zäsur gemacht und seine Motorradmarke Victory über die Klinge springen lassen. Eben mal so, nachdem man 18 Jahre lang Motorräder entwickelt und gebaut hat, die gar nicht schlecht waren, eher das Gegenteil. Aber Victory war ein Kunstprodukt, wurde vom Bikervolk nie richtig angenommen, erst recht nicht im wertkonservativen Europa. Polaris begründet den harten Schritt damit, man wolle die ganze Kraft und die Ressourcen des Konzerns künftig auf die Marke Indian konzentrieren. Das könnte Sinn machen, denn Indian hat nach wie vor und immer noch und inzwischen auch wieder eine sehr gute Reputation beim motorradfahrenden Volk. Indian kann mittelfristig Harley gefährlich werden, zumindest aber richtig weh tun. Deshalb muss die Motor Company auf die Tube drücken, ob sie will oder nicht.

In der kommenden Ausgabe wird es übrigens schon einen Fahrtest über ein neues Modell geben, denn Harley schiebt noch was fürs Modelljahr 2017 nach. Alles derzeit noch streng geheim, aber wir sind uns sicher, es handelt sich dabei um eine hübschere Variante der Street. Um Ostern herum dürfen wir sie fahren, in Ausgabe 3 steht dann alles über das neue Modell drin.

Bis dahin



Dr. Heinrich Christmann
Aktuell am Kiosk: DREAM-MACHINES 2/17

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Ausgabe 3/17 erscheint am 19. Mai

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Stand:23 March 2017 01:09:24/